Krimi
Verfasst: 01.07.2011, 20:14
"Mr. Jackson, bitte, lassen sie uns doch reden. Ich habe nichts schlimmes begangen. Bitte, nein..!", ein Knall ertönte und dann folgte Stille. Andrew Bottow, Hauptkomissar mit zweifelhaften Fähigkeiten, ging unruhig auf und ab.
"Wir können ihr Verbrechen beweisen. SIE SIND SCHULDIG! Herrgott, geben sie es doch endlich zu. Sie haben jemanden umgebracht.Sie sind ein Mörder!"
Um seine Worte wirken zu lassen machte er eine eindrucksvolle Pause, womöglich aber auch um seine Machtposition auszukosten. Ich wusste genau was er jetzt von mir erwartete: Langsam senkte ich die Augen, rang unruhig die Hände und scharrte mit dem Stuhl. Plötzlich erstarrte ich mitten in der Bewegung. Niedergedrückt von meinen schweren Schuldgefühlen trat ein panischer Ausdruck auf mein Gesicht. Ich hob langsam das Gesicht, fuhr mir mit der Zunge über die aufgesprungenen Lippen, im Inbegriff etwas zu sagen, etwas zu verkünden, nein, besser, zu gestehen! "Ich war´s." Nur ein Krächzen, ein paar Worte, doch das genügte.[/i]
Das hätte er wohl gerne! Andrew´ hämisches Gesicht neigte sich gefährlich nah zu mir herüber. Er machte hinter seinem Rücken eine schnelle Handbewegung. Kurz darauf eilte sein dummköpfiger Assistent herbei, um die Kassette aus dem Gerät zu nehmen und wieder sicher zu verstauen .
" Simon, haben sie uns nicht irgendetwas zu sagen? Ich kann zuhören. Wir sind doch Freunde." Beängstigend wie wechselhaft seine Stimmungen waren. Im ersten Moment brüllte er noch durch die Gegend, 5 Minuten später klang er wie ein betrunkener Homo, der kleine Kinder ins Auto locken will.
Doch ich schwieg wie all die anderen Male auch. Enttäuschung machte sich auf seinem Gesicht breit. Er richtete seinen dicklich Körper mit einer sehr imposanten Größe von etwa 1,64m auf und verließ mit hochgezogenen Schultern den Raum. Endlich alleine. Zufrieden lehnte ich meinen Kopf gegen die Wand und überließ mich ganz meinen Gedanken. Ich saß jetzt schon seit 8 Tagen hier fest, mir kamen es wie 8 Wochen vor. Mitten in der Nacht hatte man mich von meinem improvisierten Bett geschubst, unsanft wurde ich aus meinen Träumen gerissen und nicht gerade gewaltfrei abgeschleppt. Ich sollte enttäuscht sein. Sollte mich selbst für meine Feigheit verurteilen, mein Leben am Abgrund wähnen, doch dem war nicht so.
Wie kann ein Mensch etwas bedauern, was er nicht zu verurteilen hat? Das alles war doch eine einzige Lüge! Woher kam diese bescheuerte Tonbandaufnahme, diese bescheuerte Zeugin hatte mir gar nichts zu sagen und Andrew, diese Arschgeige, konnte mich mal! Auch wenn mich solche Gedanken nicht weiterbrachten, gut taten sie allemal. Als ich 7 war hatte meine Cousine mir ein Buch über besondere Gerichts- und Gewaltverbrechen geschenkt. Auf der letzten Seite hatte der Autor irgendetwas davon geschrieben, dass all diese Menschen nicht verurteilt worden wären, wenn sie nicht den falschen Leuten vertraut hätten. Ich war ja zum Glück abgesichert. Als Einzelgänger ohne irgendwelche sozialen (oder eher assozialen) Kontakte war ich ein Alleingänger in einer Welt, wo alle gegen mich waren.
Ich erhob mich von meiner Matte und schaute aus dem Fenster. Die Polizei würde mich weiterhin festhalten, aber das war mir jetzt auch egal. Keine Veränderungen hatten den faszinierenden Effekt, dass sich nichts verbessern noch verschlechtern konnte, was mir derzeit ganz recht war.
"Wir können ihr Verbrechen beweisen. SIE SIND SCHULDIG! Herrgott, geben sie es doch endlich zu. Sie haben jemanden umgebracht.Sie sind ein Mörder!"
Um seine Worte wirken zu lassen machte er eine eindrucksvolle Pause, womöglich aber auch um seine Machtposition auszukosten. Ich wusste genau was er jetzt von mir erwartete: Langsam senkte ich die Augen, rang unruhig die Hände und scharrte mit dem Stuhl. Plötzlich erstarrte ich mitten in der Bewegung. Niedergedrückt von meinen schweren Schuldgefühlen trat ein panischer Ausdruck auf mein Gesicht. Ich hob langsam das Gesicht, fuhr mir mit der Zunge über die aufgesprungenen Lippen, im Inbegriff etwas zu sagen, etwas zu verkünden, nein, besser, zu gestehen! "Ich war´s." Nur ein Krächzen, ein paar Worte, doch das genügte.[/i]
Das hätte er wohl gerne! Andrew´ hämisches Gesicht neigte sich gefährlich nah zu mir herüber. Er machte hinter seinem Rücken eine schnelle Handbewegung. Kurz darauf eilte sein dummköpfiger Assistent herbei, um die Kassette aus dem Gerät zu nehmen und wieder sicher zu verstauen .
" Simon, haben sie uns nicht irgendetwas zu sagen? Ich kann zuhören. Wir sind doch Freunde." Beängstigend wie wechselhaft seine Stimmungen waren. Im ersten Moment brüllte er noch durch die Gegend, 5 Minuten später klang er wie ein betrunkener Homo, der kleine Kinder ins Auto locken will.
Doch ich schwieg wie all die anderen Male auch. Enttäuschung machte sich auf seinem Gesicht breit. Er richtete seinen dicklich Körper mit einer sehr imposanten Größe von etwa 1,64m auf und verließ mit hochgezogenen Schultern den Raum. Endlich alleine. Zufrieden lehnte ich meinen Kopf gegen die Wand und überließ mich ganz meinen Gedanken. Ich saß jetzt schon seit 8 Tagen hier fest, mir kamen es wie 8 Wochen vor. Mitten in der Nacht hatte man mich von meinem improvisierten Bett geschubst, unsanft wurde ich aus meinen Träumen gerissen und nicht gerade gewaltfrei abgeschleppt. Ich sollte enttäuscht sein. Sollte mich selbst für meine Feigheit verurteilen, mein Leben am Abgrund wähnen, doch dem war nicht so.
Wie kann ein Mensch etwas bedauern, was er nicht zu verurteilen hat? Das alles war doch eine einzige Lüge! Woher kam diese bescheuerte Tonbandaufnahme, diese bescheuerte Zeugin hatte mir gar nichts zu sagen und Andrew, diese Arschgeige, konnte mich mal! Auch wenn mich solche Gedanken nicht weiterbrachten, gut taten sie allemal. Als ich 7 war hatte meine Cousine mir ein Buch über besondere Gerichts- und Gewaltverbrechen geschenkt. Auf der letzten Seite hatte der Autor irgendetwas davon geschrieben, dass all diese Menschen nicht verurteilt worden wären, wenn sie nicht den falschen Leuten vertraut hätten. Ich war ja zum Glück abgesichert. Als Einzelgänger ohne irgendwelche sozialen (oder eher assozialen) Kontakte war ich ein Alleingänger in einer Welt, wo alle gegen mich waren.
Ich erhob mich von meiner Matte und schaute aus dem Fenster. Die Polizei würde mich weiterhin festhalten, aber das war mir jetzt auch egal. Keine Veränderungen hatten den faszinierenden Effekt, dass sich nichts verbessern noch verschlechtern konnte, was mir derzeit ganz recht war.
amp;
Ich denke, deswegen hast Du den Text doch hier eingestellt, oder? 