Ein Briefversuch...
Verfasst: 03.02.2004, 15:15
Dies ist ein Brief, innerhalb einer Geschichte, die noch am Werden ist... Zu kitschig?
Lieber ***,
ich versuche, aus den Lehmklumpen meiner Gedanken Figuren zu formen, die am Ende mit klaren Konturen vor dem grellen Tageslicht bestehen könnten. Und doch würde ich Dich damit belügen, denn es zeigten sich nur Silhouetten, alles im Inneren bliebe weiterhin verborgen.
Ich scheine alles an Sprache, alles was ich an Wörtern weiß, zu vergessen, sobald ich versuche, meinen Gefühlen eine Form zu geben - so blendet mich weiterhin das unendliche Weiß des Papieres und ich baue daraus Flugzeuge, die nicht fliegen können.
Nächtliche Schattenspiele in diffusem Licht lassen erahnen, was in mir vorgeht. Doch nichts davon ist fassbar, erklärlich und die Armut meiner Sprache lässt mich zweifeln - besonders dann, wenn der Tag sich in meinen Bauch schleicht und nur Dein Atem mich noch leicht spüren lässt, was im Dunkeln beinahe begreifbar war.
Du ahnst, was ich sagen möchte? Kann sein, doch aus der Ahnung entstehen höchstens Schatten, die fort sind sobald das Licht sich dreht. Zurück bleiben Zweifel. Zweifel, ob das Formulieren nicht Selbstzweck ist und manches nicht gesagt sein will. Nicht gesagt werden soll, weil alles, was in eine Form gebracht wird, begrenzt ist und lange nicht mehr das ausdrückt, was wirklich gefühlt wird.
Und so bleiben mir doch nur die berühmt-berüchtigten drei Worte. Die alles und nichts sagen. Und die ich verzweifelt besseren Wissens benutze, weil alles andere noch trivialer wäre und noch weniger ausdrücken könnte, was ich so gerne erklärbar machen würde...
Sprachlos,
M.
Lieber ***,
ich versuche, aus den Lehmklumpen meiner Gedanken Figuren zu formen, die am Ende mit klaren Konturen vor dem grellen Tageslicht bestehen könnten. Und doch würde ich Dich damit belügen, denn es zeigten sich nur Silhouetten, alles im Inneren bliebe weiterhin verborgen.
Ich scheine alles an Sprache, alles was ich an Wörtern weiß, zu vergessen, sobald ich versuche, meinen Gefühlen eine Form zu geben - so blendet mich weiterhin das unendliche Weiß des Papieres und ich baue daraus Flugzeuge, die nicht fliegen können.
Nächtliche Schattenspiele in diffusem Licht lassen erahnen, was in mir vorgeht. Doch nichts davon ist fassbar, erklärlich und die Armut meiner Sprache lässt mich zweifeln - besonders dann, wenn der Tag sich in meinen Bauch schleicht und nur Dein Atem mich noch leicht spüren lässt, was im Dunkeln beinahe begreifbar war.
Du ahnst, was ich sagen möchte? Kann sein, doch aus der Ahnung entstehen höchstens Schatten, die fort sind sobald das Licht sich dreht. Zurück bleiben Zweifel. Zweifel, ob das Formulieren nicht Selbstzweck ist und manches nicht gesagt sein will. Nicht gesagt werden soll, weil alles, was in eine Form gebracht wird, begrenzt ist und lange nicht mehr das ausdrückt, was wirklich gefühlt wird.
Und so bleiben mir doch nur die berühmt-berüchtigten drei Worte. Die alles und nichts sagen. Und die ich verzweifelt besseren Wissens benutze, weil alles andere noch trivialer wäre und noch weniger ausdrücken könnte, was ich so gerne erklärbar machen würde...
Sprachlos,
M.