ein versuch auf seiten des vogels
Verfasst: 08.05.2004, 09:37
sehen wir es als versuch an ...
[Deutsch]
null Punkte
die Augen sehen
null Punkte
dort gibt es keine Angst
alles was dich hält sind :
einhundert Punkte
Es ist wie eine Explosion. Du rammst deinen Kopf gegen die weiße Tür.
Es ist, als würde darin irgend etwas wachsen, so unendlich groß werden.
Du hast es doch hinter dir.
Am Liebesten schreien.
Die anderen haben alle noch Unterricht.
Einfach nur schreien.
Einfach nur schreien und hören wie alles in die Luft fliegt.
Sie bekommt das Aufgabenheft um 8 Uhr 15.
Wahlaufgabe 1 is ne Interpretation und Analyse. Erich Kästner, Der September ? .. Kreatives Schreiben.
Erörter- ... Schulden .. Jugendliche ?
Sachtextanalyse .. Ach nö ...
Können die Tanten nun endlich mal aufhören zu labern ?
Und wer war Kästner ?
Sie schreibt auf ihr Deckblatt ihren Namen.
Klasse.
Wahlaufgabe ?
Sie schreibt eine Eins hin.
Ihre Uhr tickt nicht.
Sie liest das Gedicht.
Hört auf zu quatschen !!
Und wer war verdammt noch mal Kästner ?
Sie zieht die Ränder auf ihren Blättern. 2cm links, 5cm rechts.
Ob die reichen ?
Sie grinst in Richtung des Tisches.
Sie liest das Gedicht noch mal.
Ihre Uhr tickt nicht.
Sie trägt das Reimschema ein.
Seltsamer Rhythmus.
Wie war das mit dem Metrum ?
Sie schmiert mit ihrem weichem Bleistift auf dem Aufgabenblatt herum, macht Pfeile.
Steigerung.
Sie liest das Gedicht noch mal.
Sie legt ihre Uhr vor sich hin.
Sie rostet schon.
Wie lange habe ich sie ?
Die Uhr glitzert im Licht der Lampen.
Sie lacht in sich hinein.
WEITER !
Sie blickt an die Tafel.
Abgabezeit ist 10:45 Uhr.
Sie blickt auf die Uhr. 8:45 Uhr
Noch Zeit.
Sie schreibt den Übersichtssatz.
Warum sind die hier so steif ? Erich Kästner beschreibt in seinem Gedicht „Der September“ aus dem Jahre 1955 ..
Sie hört ihre Uhr nicht ticken.
Sie schreibt.
Sie schreibt 8,825 Worte die Minute.
Gut, dass Mutti mir den Duplo hingelegt hat.
Sie bricht ein Stück ab.
Muss der hier vor mir die MOZ lesen ? Ich setz’ mich nie wieder soweit vorn hin.
Sie schreibt 529,5 Worte die Stunde.
Ihre Uhr tickt nicht.
Seite 6.
Sie liest das Gedicht noch mal.
Karussell. Vielleicht sollte ich das Gedicht endlich mal weiter schreiben.
Sie schaut auf das Wort.
Ich wollte mal nach dem Freizeitpark in Spanien schauen, vielleicht gibt’s ja im Internet nen Bild von dem Karussell, das da stehen soll.
Sie schreibt weiter.
Sie streckt sich. Ihre WAT - Lehrerin steht vor ihr und reicht ihr die Hand. Sie lachen beide leise.
Sie blickt auf die Uhr.
Seite 10.
Sie schreibt das letzte Wort.
Worte : .. Scheiße, die zähl’ ich jetzt aber nicht einzeln.
150 auf Seite 2 mal 9 plus 64 von Seite 10.
Auch egal.
Ihre WAT- Lehrerin steht neben ihr. Sie sprechen ziemlich leise.
„Kann ich das hier auf dem Zettel stehen lassen ?“
„Ja klar. Hast du die Wörter gezählt ?“
„Yo, hab ich.“
Sie zeigt Seite 10.
„Ho !“
„Hat eigentlich irgendjemand die Gedichtinterpretation gewählt ? Alle die bis jetzt abgegeben haben, haben das kreative Schreiben gemacht.“
Sie kennt die andere Lehrerin nicht mal vom Sehn.
„Hier – meine Gute hat’s Gedicht genommen.“
Die Lehrerin lacht ihr raues Lachen und geht weg.
Ich schreibe jedes Mal mehr ...
Sie schreibt die 1412 auf das letzte Blatt.
Ihre Uhr tickt nicht.
Auf das Deckblatt schreibt sie noch hinter ‚Abgegebene Blätter’ eine 10.
Sie legt den Duden auf den Nachbarstisch.
Sie packt ein.
10:30 Uhr.
Sie legt die Uhr wieder an.
Sie grinst.
„Tschüß “
„Ja, tschüß“
Sie verlässt den Raum, blickt auf die Uhr.
Der Zeiger dreht sich ganz normal.
Ich habe verdammt Hunger!
Sie geht Richtung Toilette.
Du machst die Tür auf, wäscht dir die Hände. Es regnet.
Zum Glück habe ich n Schirm mit.
Deine Augen sind rot. Genau wie deine Wangen.
Du wäschst dir dein Gesicht.
Der Schirm ist blau. Er passt nicht zu deiner Jacke.
Doch er ist klein, passt in deine Tasche.
Du blickst auf deine Uhr.
Dein Zug fährt erst in einer dreiviertel Stunde.
Auf dem Dorf ist der Regen schöner ...
[Deutsch]
null Punkte
die Augen sehen
null Punkte
dort gibt es keine Angst
alles was dich hält sind :
einhundert Punkte
Es ist wie eine Explosion. Du rammst deinen Kopf gegen die weiße Tür.
Es ist, als würde darin irgend etwas wachsen, so unendlich groß werden.
Du hast es doch hinter dir.
Am Liebesten schreien.
Die anderen haben alle noch Unterricht.
Einfach nur schreien.
Einfach nur schreien und hören wie alles in die Luft fliegt.
Sie bekommt das Aufgabenheft um 8 Uhr 15.
Wahlaufgabe 1 is ne Interpretation und Analyse. Erich Kästner, Der September ? .. Kreatives Schreiben.
Erörter- ... Schulden .. Jugendliche ?
Sachtextanalyse .. Ach nö ...
Können die Tanten nun endlich mal aufhören zu labern ?
Und wer war Kästner ?
Sie schreibt auf ihr Deckblatt ihren Namen.
Klasse.
Wahlaufgabe ?
Sie schreibt eine Eins hin.
Ihre Uhr tickt nicht.
Sie liest das Gedicht.
Hört auf zu quatschen !!
Und wer war verdammt noch mal Kästner ?
Sie zieht die Ränder auf ihren Blättern. 2cm links, 5cm rechts.
Ob die reichen ?
Sie grinst in Richtung des Tisches.
Sie liest das Gedicht noch mal.
Ihre Uhr tickt nicht.
Sie trägt das Reimschema ein.
Seltsamer Rhythmus.
Wie war das mit dem Metrum ?
Sie schmiert mit ihrem weichem Bleistift auf dem Aufgabenblatt herum, macht Pfeile.
Steigerung.
Sie liest das Gedicht noch mal.
Sie legt ihre Uhr vor sich hin.
Sie rostet schon.
Wie lange habe ich sie ?
Die Uhr glitzert im Licht der Lampen.
Sie lacht in sich hinein.
WEITER !
Sie blickt an die Tafel.
Abgabezeit ist 10:45 Uhr.
Sie blickt auf die Uhr. 8:45 Uhr
Noch Zeit.
Sie schreibt den Übersichtssatz.
Warum sind die hier so steif ? Erich Kästner beschreibt in seinem Gedicht „Der September“ aus dem Jahre 1955 ..
Sie hört ihre Uhr nicht ticken.
Sie schreibt.
Sie schreibt 8,825 Worte die Minute.
Gut, dass Mutti mir den Duplo hingelegt hat.
Sie bricht ein Stück ab.
Muss der hier vor mir die MOZ lesen ? Ich setz’ mich nie wieder soweit vorn hin.
Sie schreibt 529,5 Worte die Stunde.
Ihre Uhr tickt nicht.
Seite 6.
Sie liest das Gedicht noch mal.
Karussell. Vielleicht sollte ich das Gedicht endlich mal weiter schreiben.
Sie schaut auf das Wort.
Ich wollte mal nach dem Freizeitpark in Spanien schauen, vielleicht gibt’s ja im Internet nen Bild von dem Karussell, das da stehen soll.
Sie schreibt weiter.
Sie streckt sich. Ihre WAT - Lehrerin steht vor ihr und reicht ihr die Hand. Sie lachen beide leise.
Sie blickt auf die Uhr.
Seite 10.
Sie schreibt das letzte Wort.
Worte : .. Scheiße, die zähl’ ich jetzt aber nicht einzeln.
150 auf Seite 2 mal 9 plus 64 von Seite 10.
Auch egal.
Ihre WAT- Lehrerin steht neben ihr. Sie sprechen ziemlich leise.
„Kann ich das hier auf dem Zettel stehen lassen ?“
„Ja klar. Hast du die Wörter gezählt ?“
„Yo, hab ich.“
Sie zeigt Seite 10.
„Ho !“
„Hat eigentlich irgendjemand die Gedichtinterpretation gewählt ? Alle die bis jetzt abgegeben haben, haben das kreative Schreiben gemacht.“
Sie kennt die andere Lehrerin nicht mal vom Sehn.
„Hier – meine Gute hat’s Gedicht genommen.“
Die Lehrerin lacht ihr raues Lachen und geht weg.
Ich schreibe jedes Mal mehr ...
Sie schreibt die 1412 auf das letzte Blatt.
Ihre Uhr tickt nicht.
Auf das Deckblatt schreibt sie noch hinter ‚Abgegebene Blätter’ eine 10.
Sie legt den Duden auf den Nachbarstisch.
Sie packt ein.
10:30 Uhr.
Sie legt die Uhr wieder an.
Sie grinst.
„Tschüß “
„Ja, tschüß“
Sie verlässt den Raum, blickt auf die Uhr.
Der Zeiger dreht sich ganz normal.
Ich habe verdammt Hunger!
Sie geht Richtung Toilette.
Du machst die Tür auf, wäscht dir die Hände. Es regnet.
Zum Glück habe ich n Schirm mit.
Deine Augen sind rot. Genau wie deine Wangen.
Du wäschst dir dein Gesicht.
Der Schirm ist blau. Er passt nicht zu deiner Jacke.
Doch er ist klein, passt in deine Tasche.
Du blickst auf deine Uhr.
Dein Zug fährt erst in einer dreiviertel Stunde.
Auf dem Dorf ist der Regen schöner ...