Aufbäumen

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Lady Shakespeare
Medusa
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Aufbäumen

Beitragvon Lady Shakespeare » 08.11.2009, 12:10

Aufbäumen

Schwimm gegen den Strom, doch nicht zu weit,
Du bist nicht gegen das gefeit,
Was man dir entgegenbringt,
Damit dein Wille endlich sinkt.

Von engegenström'nden Wogen,
Wirst du gerissen und gezogen,
Sie verurteiln' und verraten,
And're, freie Denkensarten.

Sie verändern die Gedanken,
Setzen deiner Freiheit Schranken,
Wenn sich schließlich jeder gleicht,
Haben sie ihr Ziel erreicht.

Sie wolln' deine Prinzipien sehn',
Wie sie in die Brüche gehn',
Wolln' an deinen Träumen reißen,
Bis sie wie die Ihren heißen.

Sie streuen Sand dir in die Augen,
Damit du beginnst zu glauben,
Deine Ethik ist nichts wert,
Weil sie ihr System erschwert.

Ersetzen jedes Ideal,
Durch missverstand'ne Seelenqual,
Nennen dich verrückt, verwirrt,
Bis du nicht mehr weißt, wer irrt.

Sie simulieren Einsamkeit,
Nehmen dir die Sicherheit,
Damit du schließlich ganz vergißt,
Wie wichtig es zu kämpfen ist.

Sie sagen dir, du wirst verlieren,
Damit du gibst, wonach sie gieren,
Und du lässt das Schwimmen bleiben,
Gibst dich auf und lässt dich treiben.


Und die Strömung, das Gedränge,
Kalte, leere Menschenmenge,
In den Herzen alles still,
Weil Ignoranz nichts hören will,
Emotionen wie die raschen
Schatten, die wir kaum erhaschen,
Alle Gräue, alles Schwarz,
Sickert, grad wie dunkles Harz,
In die Tiefen uns'rer Seelen,
Uns zu brechen und zu quälen.


Ich hoffe das hier erscheint weniger wie "Kalenderpoesie". Leider wieder Paarreim, allerdings ohne Herz und Schmerz.
Freue mich über kommis! :-))

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