Nachtzug

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Perry
Melpomene
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Nachtzug

Beitragvon Perry » 01.01.2010, 17:27

Auf gestreuten Wegen eile ich zum Bahnhof.
Am Himmel platzen Sterne, regnen Wünsche ab,
die glimmend vergehen. Mein Ticket brennt
in der Hand. Der Schaffner löscht es
mit der Lochzange, gibt trillernd Signal.

Die Lokomotive bahnt sich ihren Weg
durch die Nacht. Vögel begleiten den Zug,
schneiden Schattenbilder ins keimende Rot.
Gerädert komme ich an, es herrscht Frühling.
Von der Uferpromenade aus sehe ich, wie sich

die Sonne das Wasser aus den Haaren schüttelt.


1. Fassung.

Nachtzug


Auf gestreuten Wegen eile ich zum Bahnhof.
Am Himmel platzen Sterne, verfrühte Wünsche,
die glimmend vergehen. Mein Ticket brennt
in der Hand. Der Schaffner löscht es
mit der Lochzange, bläst die Trillerpfeife.

Die Lokomotive bahnt sich ihren Weg
durch die Nacht. Vögel begleiten den Zug,
schneiden Schattenbilder ins Morgenrot.
Als ich wie gerädert aussteige, herrscht Frühling.
Von der Uferpromenade aus sehe ich zu,

wie die Sonne über den Horizont steigt.

sven1421
Erinye
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Re: Nachtzug

Beitragvon sven1421 » 01.01.2010, 19:03

Perry hat geschrieben:Am Himmel platzen Sterne, verfrühte Wünsche,
die glimmend vergehen.

Die Textstelle gefällt mir besonders gut, umschreibt sie doch treffend den gestrigen Silvesterabend. B-)

Perry
Melpomene
Beiträge: 711
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Re: Nachtzug

Beitragvon Perry » 02.01.2010, 16:19

Hallo Sven,
danke fürs verstehende Lesen.
Der Jahreswechsel (Sterne platzen ...) ist tatsächlich als vordergründige Bildebene gedacht. Im übertragenen Sinn soll der Text den Aufbruch in ein neues Leben beschreiben.
LG
Perry


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