In einem alten Wald
Es fuhr einmal eine adelige Herrschaft mit ihrer Dienerschaft durch die Landschaft um Verwandte zu besuchen. Und sie mußten dazu drei Tagesreisen durch einen großen verrufenen Wald, wo allerwelt Adel sich nicht mehr ohne bewaffnete Bodygards hindurch wagten.
Bodygards hießen früher Reisige.
wo in dem Wald, für den einsamen Wanderer mit einfachem Geist. nicht nur Hexen und Zauberer aufhalten. War es dem reisendem Adel, die Ausgestossenen und Vogelfreien, die keiner Dienstbarkeit mehr Bock hatten, das Reisen durch den Wald beschwerlich machen.
es waren Menschen, die aus dem Gemeinschaftleben in den Dörfer und Städte rausgemoppt waren. und in dem Wald ihre Zuflucht suchen musten und gefunden haben, Und nun ihr Brot mit allerlei Raub beschaffen müssen. Um ihrem Räuberdasein immer gut Informiert zu sein, wenn der König Reisige nach ihnen aussandte, um ihrer habhaft zu werden, gaben die Räuber von den Raubzügen, auch schon mal was, an die armen Waldarbeiter, Köhler und Waldsiedler ab.
natürlich hatte der König ein hohes Fanggeld dem gelobt, der die Spur zu den Lager der Räuber veraten würde.
Aber die Haptleute des König dachten gar nicht daran, so einem armen Waldbewohner das Fanggeld zu zahlen, und Quälten so einen Naiven Geldgeil, auch noch mit dem Hohn: der König liebt den Verrat, aber hast den Verräter, und verprügelten den Informanten so lange nach Strich und Faden, damit er den Hauptleuten das Räuberversteck auch ohne Fanggeld verrate. Das hatte sich inzwischen bei den Waldleuten herumgesprochen und so waren die Waldbewohner nicht mehr gerne bereit die Lagerplätze der Räuber zu verraten.
Der Nutzen durch die Räuber bezahlt zu werden, war höher als ein Fanggeld das sowieso an niemanden Waldbewohner bezahlt wurde.
Die Herrschaft, die sich aus der letzten Herberge ihrer Reise, auf den Weg machte durch den großen Wald zu kommen. war aber Geizig und auf ihren Adelsnamen so eingebildet, dass sie glaubten, dass der Name, als nahe verwandschaft zum König, ausreicht, vor jedermanns Niedrigkeit geschützt zu sein, und sie nahmen daher nur zwei Bewaffnete von deren Vieler mit. Die zu diesem Beruf bei der Herberge ein Lager hatten.um Reisende durch den Wald zu führen, als die Reisegruppe gerade mal sieben Stunden Wegs durch den Wald waren, die Überlegung anstellten, wie und wo das Nachlager hergerichtet werden soll, kamen deren 18 Räuber aus dem Dickicht hervor unter ihnen die Hälfte Frauen die keinen Zweifel daran ließen, das sie mit den Messern und Knüppeln auch umgehen können. und sie verhöhnten die zwei Soldaten, mehr noch als die Räubermänner kein besonderes Inderesse an die Soltaden zeigten. die zwei Landsknechte gar nicht erst wagten ihre Waffen zu heben. Die Bodygards gaben ihren Pferden lieber die Sporen zu fühlen, um schleunigst von dem Tatort zu verschwinden, der Herzog und seine Herzogin mußten, unter spöttischen Befehlen, und gelächter der Räuber, ihre Kostbaren Kleider Ringe und Ketten hergeben, Wie die Dienerschaft, ihre Kleider, auch die Unterwäsche ausziehen. Und so blieb der Herrschaft nichts anderes, als sich in das Schicksal zu ergeben, mit der Dienerschaft gleich nackt. auf den Rückweg zu machen. Bis auf ein Mädchen, das war schon beim Auftauchen der Räuber, aus Angst aus dem Wagen gesprungen und hatte sich in einem dichten Gebüsch versteckt und beobachtete von daher, das Tun und treiben der Räuber und Räuberfrauen.
Wie die Räuber ihre Beute zu Bündeln packten, mit dem gefunden Reiseproviant ein spontanes Picknick veranstalteten. Da der gefundene Wein zum Provind der Reisegruppe, für dreitage reichen sollte, zu einem spontanen Besäufnis für alle reichte der Wein den Räuber zu einem Besäufnis. So wurde aus der Trunkenheit, zu später Stunde noch eine Fress’ und Sexorgie zwischen Männlein und Weiblein. das hatte das Mädchen so noch nicht erlebt, bei der Herrschaft im Schloß, gab es nach einer Festlichkeit auch Ausschweifungen aber Männlein und Weiblein, zogen sich immer, auch zum Gruppensex, diskret in entsprechende Räumlichkeiten zurück, auch als die Räuberbande allesamt ihren Rauch ausschlafen, traute sich das Mädchen nicht aus Ihrem Versteck hervor.
Das Mädchen versucht sich, in dem Versteck, so bequem, wie es geht einzurichten. Die Müdigkeit durch all die Aufregung beschert ihr einen leichten und nervösen Schlaf, jedes Knacken und Rascheln lässt sie aber wieder hochfahren.
Am nächsten Morgen wird sie durch die Betriebsamkeit der Räuber Hellwach. Sie beobachtet wie sie den Kutschkasten vom Räderwerk der Reisekutsche hebeln. Wobei sie unter Gejohle auch das Versteck der Reisekasse finden.
dann bauen die Räuber, auf das Räderwerk der ehemals Kutsche, aus dem Holz des Kutschkasten eine provisorische Lade- und Sitzfläsche, auf der es sich alle bequem machen das Raubzeug festzuhalten und sich von den Pferden, unter dem fröhlichen Singsang „Im Wald da sind die Räuber... „ von dannen ziehen lassen.
Sie wartet noch bis der Gesang der Abziehenden in der Ferne leiser wird und dann gar nicht mehr zu Hören war. Das Mädchen kam aus ihrem Versteck und sah das große Unglück. Da fing es bitterlich an zu weinen und sagte:
"Was soll ich anfangen, wie aus dem Walde herausfinden? sie wußte dass sie viele Stunden vielleicht auch Tage, suchen muß, irgendwelche Menschenseele Waldbewohner aufzufinden.
So macht sie sich erst mal über die Reste des nächtlichen Räuberpicknick her, um ihren Hunger, und an einem nahen Bach, in einer leeren Weinflaschen Wasser zu füllen. ihren Durst zu stillen.
Das Mädchen ging drei Tage im Wald umher, suchte einen Weg, konnte aber keinen andere Pfade finden. als die von Tieren, aber nirgends ein Pfad der durch Menschen gestampft worden wäre. Als es am dritten Tag Abend wurde und das Mädschen immer noch keinen Menschenseele getroffen hat,außer Hasen und Rehe setzte es sich unter einen Baum, befahl sich Gott und wollte da sitzen bleiben und nicht mehr weggehen, möge geschehen, was immer wollte. Als es eine Weile dagesessen hatte, kam ein Rehbock zu ihr hin und sprach: " ich sehe dich hat es schwer auf die Psyche geschlagen, und auch noch nicht gescheites zu essen gehabt hast, außer ein paar Beeren und Pilze, Siehst du dort den großen Baum? Darin hat das Eichhörnchen ein Lager Nüsse angelegt, so wirst du Speise genug finden um heute keinen Hunger mehr leiden." Da ging es zu dem Baum und aß sich an den Nüssen satt, und trank Wasser aus aus einer nahen Qwelle. Als es satt war, sprach es: "Jetzt bin ich so müde, ach könnt' ich mich doch in mein warmes Bett legen." Da sprach der Rehbock; dein warmes Bett kann ich dir nicht ranschaffen. Aber welches Bett könnte wärmer und kucheliger sein, wenn du dich ein mein Warmes Fell Lümmels, der Rehbock legte sich ins Gras des Waldboden, und das Mädchen hatte für die Nacht ein warmes und kuscheliges Bett. da betete es zum lieben Gott, er möge es in der Nacht behüten und lehnte sich in das weiche Fell des Rehbocks; Am Morgen sprach der Rehbock zum drittenmal: „ich brauche deine Hilfe und wenn du mir dienst will ich dich auch reich belohnen.“ Das Mädchen sagte: Mir ist es egal, in wessen Dienste ich mein Brot esse. Da du ein fürsorglicher Dienstherr bist, will ich gerne den Packt mit dir eingehen. Dann sprach die Rehbock,: geh dort zu dem hohlen Baum dort wirst du ein vergessenes Depot finden, das vorgefunden wird dich eine lange Zeit ernähren und Kleiden. Als ging das Mädschen zu dem depot, und fand Säcke voller Korn und Mehl, trockenes Fleisch und Gewürze und Eingelegtes. Dazu allerlei Gerätschaft eine Küche zu führen. Damit richtete sich das Mädchen mit allem was aus dem Depot Brauchbar war, in dem hohlen Baum gemütlich ein. Sie hatte schon bei Herrschaften gedient, Schlafstatt und das Essen weniger konfortabel. an die Dienstleute gereicht wurde. So lebte es alle Tage und der Rehbock sorgte auch weiterhin, dass dem Mädchen an nichts fehlte. Eines Tages trieb er ihr eine Ziege zu damit sie fortan auch Milch hatte um daraus Rahm und Käse zu machen. was immer das Mädchen brauchte der Rehbock, hatte die Versorgung voll im Griff, und so lebte das Mädchen in der Obhut des Rehbock ein stilles gutes Leben.
Einmal fragte das Mädchen: mir ist gerade so, dass ihr mir mehr dient als ich euch, worin seht ihr den meine Dienste.
Du fragst zum richtigen Zeitpunkt, heute ist der Tag gekommen. Wo ich dich auffordere deinen Dienst für mich zu erfüllen: "Willst du das mir zuliebe tun?" - "Von Herzen gern", sagte das Mädchen. Da sprach der Rehbock dabei kommt es darauf an, mutig und tapfer zu sein, "Ich will dich zu einem kleinen Häuschen führen, da geh hinein, mittendrin wird allerlei greulich Getier um eine alte Frau herum sitzen und die alte wird ,Guten Tag' sagen. Aber gib ihr keine Antwort, sie mag anfangen zu fragen was immer sie will, sondern geh' durch die Stube weiter, zu einer kleinen Tür an der hinteren Wand; die mach' auf, so wirst du in dem Raum dahinter auf einem Tisch eine Menge Geschmeide und Ringe vielerlei Art liegen sehen; bei den Ringen sind welche mit glitzernden Steinen und aus puren Gold und Silber, die aber lass' liegen und suche nach einen der aus Eisen gemacht scheint, der auch darunter sein muss, und bring ihn zu mir her, so geschwind du kannst." Das Mädchen ging zu dem Häuschen und trat zu der Tür ein. Da saß Tatsache eine Alte Frau, mit einer Meute Tiere die wirklich scheußlich anzusehen waren. Wie aus der Hölle geboren. Das Mädchen machte große Augen, wie sie all die Höllentiere erblickte, von ihrem Dienstherr schon vorbereitet, wollte sie auch so handeln, wie ihr aufgetragen war. und die Alte sprach mit schmeichelnder Stimme: "Guten Tag, mein Kind! Was hat dich denn hier herhin verschlagen? " das Mädchen gab ihr aber keine Antwort und ging auf die Tür zu. "Wo hinaus?" rief sie und schickte eines der Tiere das Mädchen zu fassen. Das Tier faßte das Mädchen am Rock und wollte es festhalten. Und sie erinnert sich an die Worte des Rehbock, dass sie keine Angst zeigen dürfe, nein Angst hatte sie jetzt nicht, wußte sie doch was zu tun war, mit einem Tritt scheucht sie das greuliche Tier von ihrem Rock fort, "Das ist mein Haus,“ kreischte die Alte „da darf niemand herein, den ich's nicht haben will." Aber das Mädchen schwieg und ging geradewegs durch die kleine Tür in die Stube hinein. Da lag nun auf dem Tisch eine große Menge von Geschmeide Gold und Silberringen, die glitzerten und glimmerten mit ihren Edelstein vor ihren Augen, wie sie schönere noch nie gesehen hat; das Mädchen kramte darin herum und suchte nach dem SchIichten der aus Eisen gemacht sein soll, aber der ist nicht zu finden. Wie es so suchte, sah das Mädchen die Alte, wie sie sich mit einem kleinem Holzkistschen in der Hand fort schleichen wol!te. Da ging es auf die Alte zu und nahm ihr das Kästschen ohne Mühe aus der welken kraftlosen Hand, und wie es den Deckel hebt und hineinsah, lag der gesuchte Eisenring darin. Da nahm es den Ring und lief ganz froh damit wieder in den Wald und dachte der Rehbock würde kommen und den Ring holen, aber es kam nicht. Da setzte sie sich ins Gras und lehnte sich an einen Baum und wollte warten. Wie es so an den Baum gelehnt wartet. da war es ihr, als würde der Baum weich und biegsam und senkte seine Zweige herab. Und auf einmal schlangen sich zwei Arme um sie herum, und wie es sich umsah, war da ein schöner Mann, der es umfasste und herzlich küsste und sagte: "erschrecke nicht ich bin der Rehbock. Du hast mich erlöst und aus der Gewalt der Alten Hexe befreit, die hatte mich schon vor zweihundert Jahren in einen Rehbock verwandelt, und solange sie den Ring besaß, konnte ich meine menschliche Gestalt nicht wieder zurück erhalten." Da waren auch seine Bedienten und Pferde von dem Zauber frei, und standen neben ihm.
Dann beschlossen sie von seinem Gold und Silber aus dem Hexenhäuschen, die Räuber zu Landsknechte auszubilden, was auch nicht so schwierig war, hatten die Raüber doch schon viel Erfahrung im Rauben und Totmachen. Und so zogen sie allesamt mit der aufgabe los. dem Prinzen. ein neues Königsreich zu erobern, dann noch eins und um immer noch eins, Und jedes größer als das Vorherige, denn er war eines Königs Sohn, und der Prinz als Siegertyp, heiratete das Matchen und sie lebten glücklich von ihren landeroberungen, der Rehbock als Prinz, wurde als Etzel der Hunnenkönig weltberühmt und Historisch bekannt. Der Prinz und sein Räuberheer aus Frauen und Männer waren um Anno 412 das Schicki-Micke, der Burg- und Schloßbewohner im Germanischen Reich, Jung Siegfried der Drachentöter soll mit dem Hunnenkönig Etzel manch Horn voll Metbier gesoffen haben. erzählt Mann sich noch heute
Geschrieben von Gast.
meine erstling, im stil eines Märchen
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wenn ich lügen muß, sag ich die wahrheit. sag ich die Wahrheit muss ich lügen.
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gelbsucht
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Re: meine erstling, im stil eines Märchen
Lieber bsucher,
an anderer Stelle hast du bereits bekannt, ein Legastheniker zu sein. Ich sage das hier noch mal ausdrücklich, damit auch andere Leser die Geduld und Nachsicht aufbringen, deine Texte zu lesen. Ich frage mich nur, ob es niemanden in deiner Umgebung gibt (ein Familienmitglied oder ein Freund?), der deine Texte korrigieren könnte, ehe du sie veröffentlichst, denn es ist wirklich furchtbar anstrengend das zu lesen ... ja, manchmal ist es mehr ein Raten und Ahnen als ein Lesen. Aber, wenn man von den ganzen Zeichen- und Wortfehlern absieht, dann schimmert doch ein nicht zu unterschätzendes sprachliches Können in deiner Geschichte durch.
Ich muss gleich vorweg sagen: ich bin weder Märchenfan, noch Märchenfachmann. Räuber mit langen Bärten, häßliche Hexen, sprechende Tiere, verzauberte Prinzen - aus dem Alter bin ich raus, in dem man mit diesen oder vergleichbaren fiktiven Charakteren etwas anfangen kann. Und irgendwie kommt mir das sogar für die Kinder von heute eher unzeitgemäß vor: die lesen dann lieber "Harry Potter" anstatt "Grimms Märchen". Wie auch immer. Wenn ich das alles abziehe und unberücksichtigt lasse: es ist ein Märchen und als Märchen können wir dir diesen Text durchgehen lassen. Selbst ich fand dann sogar eine Stelle dieses Textes irgendwie ziemlich spannend, nämlich als das Mädchen in das Hexenhaus gehen musste, um den Ring zu holen. Da ergriff mich etwas die niedlichste, kindlichste Furcht: "Oh, hoffentlich vermasselt sie das nicht! Hoffentlich geht das nicht schief!" Davon ab, bin ich aber wirklich der falsche Adressat für dein Märchen. Ich glaube, das Zielpuplikum für diese Geschichte ist sehr viel jünger. Sollte man meinen. Aber was lese ich hier:
Auch sprachlich solltest du dich dann eher an den Jüngeren orientieren. Ich meine, manche deiner Formulierungen wirken recht selbstverliebt und mag es auch sein, dass sie deiner Vorstellung von einer mehr oder weniger mittelalterlichen, umständlichen Redeweise entsprechen, einen jüngeren Leser wirst du damit überfordern oder langweilen. Denk an deine Leser! Vesetzt dich in seine Welt! Ich glaube, Märchen und Kinderbücher zu schreiben, ist vor allem deshalb so schwer, weil wir dabei allzu leicht verleitet werden, das Hineinversetzen in die eigenständige Welt neuer heranwachsender Generationen mit der diffusen und verfälschten Erinnerung an unsere eigene Kindheit zu verwechseln.
gelbe grüsse 
an anderer Stelle hast du bereits bekannt, ein Legastheniker zu sein. Ich sage das hier noch mal ausdrücklich, damit auch andere Leser die Geduld und Nachsicht aufbringen, deine Texte zu lesen. Ich frage mich nur, ob es niemanden in deiner Umgebung gibt (ein Familienmitglied oder ein Freund?), der deine Texte korrigieren könnte, ehe du sie veröffentlichst, denn es ist wirklich furchtbar anstrengend das zu lesen ... ja, manchmal ist es mehr ein Raten und Ahnen als ein Lesen. Aber, wenn man von den ganzen Zeichen- und Wortfehlern absieht, dann schimmert doch ein nicht zu unterschätzendes sprachliches Können in deiner Geschichte durch.
Ich muss gleich vorweg sagen: ich bin weder Märchenfan, noch Märchenfachmann. Räuber mit langen Bärten, häßliche Hexen, sprechende Tiere, verzauberte Prinzen - aus dem Alter bin ich raus, in dem man mit diesen oder vergleichbaren fiktiven Charakteren etwas anfangen kann. Und irgendwie kommt mir das sogar für die Kinder von heute eher unzeitgemäß vor: die lesen dann lieber "Harry Potter" anstatt "Grimms Märchen". Wie auch immer. Wenn ich das alles abziehe und unberücksichtigt lasse: es ist ein Märchen und als Märchen können wir dir diesen Text durchgehen lassen. Selbst ich fand dann sogar eine Stelle dieses Textes irgendwie ziemlich spannend, nämlich als das Mädchen in das Hexenhaus gehen musste, um den Ring zu holen. Da ergriff mich etwas die niedlichste, kindlichste Furcht: "Oh, hoffentlich vermasselt sie das nicht! Hoffentlich geht das nicht schief!" Davon ab, bin ich aber wirklich der falsche Adressat für dein Märchen. Ich glaube, das Zielpuplikum für diese Geschichte ist sehr viel jünger. Sollte man meinen. Aber was lese ich hier:
Okay, selbst wenn man davon absieht, dass auch einen Erwachsenen diese Stelle ziemlich kalt lässt, aber was soll sie in einem Märchen? In einer Erzählung für Kinder? Bei dir setzt Aufklärung also schon ganz früh an, oder wie?So wurde aus der Trunkenheit, zu später Stunde noch eine Fress’ und Sexorgie zwischen Männlein und Weiblein. das hatte das Mädchen so noch nicht erlebt, bei der Herrschaft im Schloß, gab es nach einer Festlichkeit auch Ausschweifungen aber Männlein und Weiblein, zogen sich immer, auch zum Gruppensex, diskret in entsprechende Räumlichkeiten zurück, ...
Auch sprachlich solltest du dich dann eher an den Jüngeren orientieren. Ich meine, manche deiner Formulierungen wirken recht selbstverliebt und mag es auch sein, dass sie deiner Vorstellung von einer mehr oder weniger mittelalterlichen, umständlichen Redeweise entsprechen, einen jüngeren Leser wirst du damit überfordern oder langweilen. Denk an deine Leser! Vesetzt dich in seine Welt! Ich glaube, Märchen und Kinderbücher zu schreiben, ist vor allem deshalb so schwer, weil wir dabei allzu leicht verleitet werden, das Hineinversetzen in die eigenständige Welt neuer heranwachsender Generationen mit der diffusen und verfälschten Erinnerung an unsere eigene Kindheit zu verwechseln.
"Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung." (Heinrich Heine)
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