Nun bist du von uns gegangen...
Mit nassen warmen Tränen überschütteten Wir deinen kalten kleinen Körper.
Oh ja,vermissen tun wir dich,wie du einst Wild deine Schnauze in alles stecktest.
Doch wir wussten es,nicht lange wirst du Bei uns weilen!
Geh in Ruh in das kleine Himmelreich!
Das habe ich geschrieben,da meine kleine Ratte browni gestorben ist. Sie war noch nicht einmal ganz 2 Jahre alt. Aber sie hatte einen Tumor im Bauch und sie gehörte schon richtig zur Familie. Welches Tier gehört das schon nicht!?
Tod eines Haustiers
Tod eines Haustiers
We live to die!
Re: Tod eines Haustiers
Irgendwie hab ich das Gefühl dass in diesem Werk eine unfassbare Kraft steckt, ich muss es aber ersteinmal auf mich einwirken lassen
Wenn der Himmel so blau ist, warum wird es dann finster?
Re: Tod eines Haustiers
Beim Einwirken lassen bitte nicht vom Gegenstand des Gedichtes trennen, sonst... ähm... ach egal...
Vanessa, vielleicht ist es nicht immer gut, wenn man Gedichte... wie sag ichs diplomatisch... unter dem unmittelbaren Eindruck einer starken Emotion schreibt. Mit ein wenig Abstand kommen vielleicht auch etwas weniger Adjektive dabei heraus... und so.
Vanessa, vielleicht ist es nicht immer gut, wenn man Gedichte... wie sag ichs diplomatisch... unter dem unmittelbaren Eindruck einer starken Emotion schreibt. Mit ein wenig Abstand kommen vielleicht auch etwas weniger Adjektive dabei heraus... und so.
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
Re: Tod eines Haustiers
Hmmm adjektive und so...hehe,okay! Ich kanns ja versuchen,aber die deutsche Grammatik ist nicht so meine stärke. Um ehrlich zu sein,habe ich keine Ahnung davon!
Aber ich glaub ich weiss was du meinst. es sollte sich mehr so anhören,das man sich mehr Dinge davon vorstellen kann.also das man zwar weiss,das etwas gestorben ist,aber nichts genaueres!Dann hört es sich glaub auch mehr nach einem Gedicht an....Naja viellicht auch nicht!
Aber ich glaub ich weiss was du meinst. es sollte sich mehr so anhören,das man sich mehr Dinge davon vorstellen kann.also das man zwar weiss,das etwas gestorben ist,aber nichts genaueres!Dann hört es sich glaub auch mehr nach einem Gedicht an....Naja viellicht auch nicht!
We live to die!
Re: Tod eines Haustiers
Hallo Vanessa!
Du hast das Problem selbst erkannt - das Gedicht ist schwammig, liefert keine Bilder. Man weiß nicht einmal, was gestorben ist.
Und... ich reagiere selbst ziemlich empfindlich, wenn jemand ohne die Gebührende Ehrfurcht von meinen Katzen spricht, vor allem dann, wenn sie gerade gestorben sind. Also empfinde es bitte nicht als ... gemein ... wenn ich das Gedicht zerlege, ja?
Mir hat jemand mal einen sehr nützlichen Rat für's Fotographieren gegeben - "Geh so nah ran, wie du kannst. Je weniger vom Rundherum drauf ist, um so mehr sieht man."
Wenn er mir das nicht gerade bezüglich einer norwegischen Steilklippe gesagt hätte, wäre der Tipp zwar noch besser gewesen, aber lassen wir das. Punkt ist, dass jedes Hirn abgespeicherte Vorstellungen hat, derer du dich beim Schreiben bedienen kannst. Wenn du schreibst: "Eine Hausratte ist gestorben", dann weckt dass in jedem andere Assoziationen, aber jeder halbwegs hirnige Mensch kann sich selbst ergänzen, dass die Ratte von euch gegangen ist, dass der Körper klein und kalt ist (Ratten sind klein und Leichen kalt, ist halt so), wenn man traurig ist weint man und Tränen sind naturgemäß nass und warm.
Der Leser weiß von selbst, dass man geliebte Tote vermisst und das Himmelreich ist ein wenig dick aufgetragen.
Zwei Tinge kann sich der Leser nicht sofort von selbst ergänzen, die gefallen mir gut: nämlich, dass dir Ratte die Angewohnheit hatte, die Schnauze in alles zu stecken und dass ihr von vornherein wusstet, dass sie bald sterben wird. Das ist zwar auch logisch, die natürliche Lebensdauer von Ratten bedenkend, aber dieses Vorprogrammiert sein des Abschieds ist doch ein interessanter Aspekt. Ich meine, ich hab Katzen, die werden gottseidank doch an die sechzehn Jahre alt, aber manchmal denke ich mir schon, wie seltsam es ist, dass jemand, an dessen Geburt ich mich noch erinnern kann, schon die Hälfte seiner Lebensspanne verbraucht hat.
Diese beiden Dinge sind also nicht völlig selbstverständlich, wecken im Leser neue Assoziationen, die er nicht von selbst schon zum Thema Tote Ratte gehabt hätte. Versuch, mehr Eigenheiten zu finden: Was tat die Ratte sonst noch gerne? Woran ist sie gestorben? Woher habt ihr sie bekommen? Wie alt ist sie geworden? War es absehbar, dass sie stirbt, ist es plötzlich passiert? Wie hieß das Tier?
Das mit den Adjektiven ist ganz einfach in den Griff zu kriegen, von wegen Grammatik und so. Wenn du einen Text fertig hast, lies ihn einfach noch mal durch und schau jedes Adjektiv ganz lange an. Gibt der Satz noch Sinn, wenn du es streichst? Wenn ja, dann weg damit. Adjektive sind nicht grundsätzlich böse, aber wenn sie etwas beschreiben, was man ohne sie wüsste, dann kannst du sie getrost einstampfen.
Du hast das Problem selbst erkannt - das Gedicht ist schwammig, liefert keine Bilder. Man weiß nicht einmal, was gestorben ist.
Und... ich reagiere selbst ziemlich empfindlich, wenn jemand ohne die Gebührende Ehrfurcht von meinen Katzen spricht, vor allem dann, wenn sie gerade gestorben sind. Also empfinde es bitte nicht als ... gemein ... wenn ich das Gedicht zerlege, ja?
Mir hat jemand mal einen sehr nützlichen Rat für's Fotographieren gegeben - "Geh so nah ran, wie du kannst. Je weniger vom Rundherum drauf ist, um so mehr sieht man."
Wenn er mir das nicht gerade bezüglich einer norwegischen Steilklippe gesagt hätte, wäre der Tipp zwar noch besser gewesen, aber lassen wir das. Punkt ist, dass jedes Hirn abgespeicherte Vorstellungen hat, derer du dich beim Schreiben bedienen kannst. Wenn du schreibst: "Eine Hausratte ist gestorben", dann weckt dass in jedem andere Assoziationen, aber jeder halbwegs hirnige Mensch kann sich selbst ergänzen, dass die Ratte von euch gegangen ist, dass der Körper klein und kalt ist (Ratten sind klein und Leichen kalt, ist halt so), wenn man traurig ist weint man und Tränen sind naturgemäß nass und warm.
Der Leser weiß von selbst, dass man geliebte Tote vermisst und das Himmelreich ist ein wenig dick aufgetragen.
Zwei Tinge kann sich der Leser nicht sofort von selbst ergänzen, die gefallen mir gut: nämlich, dass dir Ratte die Angewohnheit hatte, die Schnauze in alles zu stecken und dass ihr von vornherein wusstet, dass sie bald sterben wird. Das ist zwar auch logisch, die natürliche Lebensdauer von Ratten bedenkend, aber dieses Vorprogrammiert sein des Abschieds ist doch ein interessanter Aspekt. Ich meine, ich hab Katzen, die werden gottseidank doch an die sechzehn Jahre alt, aber manchmal denke ich mir schon, wie seltsam es ist, dass jemand, an dessen Geburt ich mich noch erinnern kann, schon die Hälfte seiner Lebensspanne verbraucht hat.
Diese beiden Dinge sind also nicht völlig selbstverständlich, wecken im Leser neue Assoziationen, die er nicht von selbst schon zum Thema Tote Ratte gehabt hätte. Versuch, mehr Eigenheiten zu finden: Was tat die Ratte sonst noch gerne? Woran ist sie gestorben? Woher habt ihr sie bekommen? Wie alt ist sie geworden? War es absehbar, dass sie stirbt, ist es plötzlich passiert? Wie hieß das Tier?
Das mit den Adjektiven ist ganz einfach in den Griff zu kriegen, von wegen Grammatik und so. Wenn du einen Text fertig hast, lies ihn einfach noch mal durch und schau jedes Adjektiv ganz lange an. Gibt der Satz noch Sinn, wenn du es streichst? Wenn ja, dann weg damit. Adjektive sind nicht grundsätzlich böse, aber wenn sie etwas beschreiben, was man ohne sie wüsste, dann kannst du sie getrost einstampfen.
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon
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