... eine große verkehrsreiche Kreuzung. Nach dem Überqueren der Straße, die zum Hans-Thoma-Platz gehört, gehen wir geradeaus in die Dossenheimer Landstraße. Hier müssen wir aufpassen, da rechts Pflanzkübel und Verschiedenes im Wege stehen kann. Wir orientieren uns am Bordstein, der sehr niedrig ist und folgen leicht rechts dem Bogen. Nach etwa 17 m treffen wir rechts auf Häuser. Kurz nach der Ecke ist eine Filiale der Post. Nun gehen wir auf der Mitte des Gehweges geradeaus. Als innere Leitlinie haben wir die Häuser rechts von uns. Nach dem Postgebäude gehen wir an Pollern mit Kette vorbei und folgen dem leichten Bogen der Dossenheimer Landstraße nach links. Wir gehen weiter geradeaus und überqueren den Klausenpfad. Die Bordsteine sind hier sehr flach. Der Klausenpfad ist eine Einbahnstraße, Autos können nur von rechts kommen. Wir gehen geradeaus weiter. Rechts ist auf einer Länge von etwa 10 m eine Hauswand. Dann kommen wir an einer Mauer mit aufgesetztem Maschendrahtzaun vorbei. Daran gehen wir entlang. Anschließend passieren wir eine Hofeinfahrt und eine Sackgasse, die nach rechts abgeht. Diese hat keine Bordsteine. Auf der anderen Seite angekommen ist rechts ein offener Telefonstand. Etwa 1 m daneben steht ein Metallpfosten (Schild für Haltestelle Bücherbus). An beiden gehen wir vorbei und folgen dem sich rechts direkt anschließenden etwa 5 m langen Metallzaun. Dann beginnt eine Mauer, an der wir entlang gehen. Nach etwa 15 m kommen wir zu einer Einfahrt mit Metalltor. Durch dieses Tor gehen wir rechts etwa 3 m in die Einfahrt hinein. Wir orientieren uns leicht links und überqueren den Hof. Der Belag ist uneben, und es gibt ein leichtes Gefälle. Nach etwa 14 m kommen wir an eine Stufe, die nach unten führt.
Wir halten kurz inne. Müssen nachdenken.
Wir nehmen den Faden wieder auf. Wir umgehen nun den Hausvorbau und finden dahinter die Eingangstür zum Bürgeramt. Es ist eine elektrische Tür mit Holzrahmen, durchgehender Glasscheibe und langem Griff. Wir gehen hinein und sind im Vorraum. Wir spüren eine anschwellende Freude. Unser Herz schlägt schneller. Jetzt orientieren wir uns leicht nach links. Vorsicht, nach etwa 3 m steht links ein Tisch mit Stühlen, an dem wir aufmerksam vorbeigehen. Nach etwa weiteren 3 m kommt ganz links eine Glastür, die - endlich - der Eingang ist zu der ...
Vorsicht, hier ist ...
Re: Vorsicht, hier ist ...
Hi, Tolya, es gibt dich ja noch!
Hm, dei Text liest sich wie die Wegbeschreibung für einen Blinden, manche Details scheinen mir dann aber nicht zu passen? Wozu die Straßennamen, die Einbahnstraße, Sackgasse? Steht das irgendwo in den Asphalt gemeißelt, dass man es mit dem Stock erkennen kann?
Etwas ratlos
Flocke
Hm, dei Text liest sich wie die Wegbeschreibung für einen Blinden, manche Details scheinen mir dann aber nicht zu passen? Wozu die Straßennamen, die Einbahnstraße, Sackgasse? Steht das irgendwo in den Asphalt gemeißelt, dass man es mit dem Stock erkennen kann?
Etwas ratlos
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
Re: Vorsicht, hier ist ...
Lang nicht gesehn ...
Tja, am Anfang dachte ich, es wäre die Wegbeschreibung zum Standesamt. Aber Bürgeramt verwirrte mich dann etwas und passt wohl nicht ganz. Tja, was macht man denn so auf einem Bürgeramt ... was solche Emotionen weckt:
Einen neuen Perso beantragen? (Sollte ich mal tun ...)
Sich abmelden, weil man nach Neuseeland auswandern will?
Beim Bürgermeister vorsprechen, weil man mit dem Cousin seines Schwagers seines Onkels eine Firma hat und sich um einen städtischen Auftrag bemüht?
Wahlgang? Als ich das letzte Mal in Berlin war, hingen überall wohlsituierte, unglaublich bürgerlich aussehende Menschen an den Laternenmasten und überboten sich gegenseitig mit Zähneblecken, das Grinsen sein wollte. Berlin sollte fähige Konkursverwalter zur Wahl aufstellen. Aber auch Wählen wird kaum solche Vorfreude evozieren.
Wie auch immer, der Text weckt eine gewisse Neugier beim Leser (und das will er ja wohl) und, wenn ich das nächste Mal zu Gast in Berlin sein werde, folge ich vielleicht der Spur. Oder auch nicht.
MfG,
[) i r k
Tja, am Anfang dachte ich, es wäre die Wegbeschreibung zum Standesamt. Aber Bürgeramt verwirrte mich dann etwas und passt wohl nicht ganz. Tja, was macht man denn so auf einem Bürgeramt ... was solche Emotionen weckt:
Wir spüren eine anschwellende Freude. Unser Herz schlägt schneller.
Einen neuen Perso beantragen? (Sollte ich mal tun ...)
Sich abmelden, weil man nach Neuseeland auswandern will?
Beim Bürgermeister vorsprechen, weil man mit dem Cousin seines Schwagers seines Onkels eine Firma hat und sich um einen städtischen Auftrag bemüht?
Wahlgang? Als ich das letzte Mal in Berlin war, hingen überall wohlsituierte, unglaublich bürgerlich aussehende Menschen an den Laternenmasten und überboten sich gegenseitig mit Zähneblecken, das Grinsen sein wollte. Berlin sollte fähige Konkursverwalter zur Wahl aufstellen. Aber auch Wählen wird kaum solche Vorfreude evozieren.
Wie auch immer, der Text weckt eine gewisse Neugier beim Leser (und das will er ja wohl) und, wenn ich das nächste Mal zu Gast in Berlin sein werde, folge ich vielleicht der Spur. Oder auch nicht.
MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Vorsicht, hier ist ...
Nein nein, das ist nicht Berlin.
Dirk, du hast gleich die Stelle gefunden, wo montiert wurde.
Es war eine Art "Test". Tatsächlich, Flocke, es ist eine Wegbeschreibung für einen Blinden. Copy+Paste, weitestgehend. Das habe ich aber nicht gemacht, um Blödsinn zu machen. Ich habe die Stelle gefunden, ohne zu wissen, wozu sie gut war. Und ihre Übergenauigkeit hat mich fasziniert. Wollte mal wissen, wie das bei euch ankommt.
Vielleicht wäre das ein Ansatz für eine Erzählung ...
Schöne Grüße euch,
Tolya
Dirk, du hast gleich die Stelle gefunden, wo montiert wurde.
Es war eine Art "Test". Tatsächlich, Flocke, es ist eine Wegbeschreibung für einen Blinden. Copy+Paste, weitestgehend. Das habe ich aber nicht gemacht, um Blödsinn zu machen. Ich habe die Stelle gefunden, ohne zu wissen, wozu sie gut war. Und ihre Übergenauigkeit hat mich fasziniert. Wollte mal wissen, wie das bei euch ankommt.
Vielleicht wäre das ein Ansatz für eine Erzählung ...
Schöne Grüße euch,
Tolya
Re: Vorsicht, hier ist ...
Tatsächlich, Flocke, es ist eine Wegbeschreibung für einen Blinden. Copy+Paste, weitestgehend. Das habe ich aber nicht gemacht, um Blödsinn zu machen.
Ich weiß nicht, Tolya. Wenn du hier einen Text reinstellst, lese und beschäftige ich mich damit in der grundsätzlichen Annahme, dass er von dir ist, dass er deiner Ideenwelt entsprungen ist. Und nicht "Copy+Paste". Ich fühl mich ein bisschen betrogen.
Dies war eine Art "Test". ... Wollte mal wissen, wie das bei euch ankommt.
Dies ist doch kein Versuchslabor. Na ja, vielleicht doch, aber eben für eigene Texte.
Vielleicht wäre das ein Ansatz für eine Erzählung ...
Dann erzähl mal ...
MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Vorsicht, hier ist ...
Und ich dachte,es sei der Anfang (und damit eine Einladung zu) einer Art Fortsetzungsgeschichte, an der jeder mitschreiben darf... meine 4,5 Versuche sind allerdings im Papierkorb gelandet! Der Stil liegt mir nicht und mein eigener Stil liegt auch gerade ziemlich brach. Naja, vielleicht erzählt jetzt ja doch irgendjemand (= Glaukos?), wie es weitergeht, denn wie Dirk schon sagt: "Wie auch immer, der Text weckt eine gewisse Neugier beim Leser". Wäre doch schön, wenn jemand die Neugier stillt.
Nächtliche Grüße
Tuesday
Nächtliche Grüße
Tuesday
Re: Vorsicht, hier ist ...
@Dirk & Tolya
Hm, na so schlimm finde ich es jetzt nicht. Wenn Tolya sagt, es könnte auf eine Erzählung rauslaufen, kam mir spontan der Gedanke, man könnte es als Zitat einbauen, z.B. ein Blinder, der in eine ihm fremde Stadt kommt und dort erstmal eine Art "Stadtplan für Blinde" studiert. Gibt es sowas in der Art? In Braille geschrieben glaub ich schon, aber zum Hören?
Morgendliche Grüße
Flocke
Wenn du hier einen Text reinstellst, lese und beschäftige ich mich damit in der grundsätzlichen Annahme, dass er von dir ist, dass er deiner Ideenwelt entsprungen ist. Und nicht "Copy+Paste". Ich fühl mich ein bisschen betrogen.
Hm, na so schlimm finde ich es jetzt nicht. Wenn Tolya sagt, es könnte auf eine Erzählung rauslaufen, kam mir spontan der Gedanke, man könnte es als Zitat einbauen, z.B. ein Blinder, der in eine ihm fremde Stadt kommt und dort erstmal eine Art "Stadtplan für Blinde" studiert. Gibt es sowas in der Art? In Braille geschrieben glaub ich schon, aber zum Hören?
Morgendliche Grüße
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
Re: Vorsicht, hier ist ...
und ich lauf hier in Giessen herum um mich nach der Wegbeschreibung zu orientieren, Berlin ist überall, von wegen.
Wenn der Himmel so blau ist, warum wird es dann finster?
Re: Vorsicht, hier ist ...
Ach, ihr werten Mitblinden! Es ist doch gar nicht Berlin, es ist Heidelberg
Dirk, entschuldige, aber ich war zugegebenermaßen zu faul, was eigenes zu schreiben. So habe ich hier ein bisschen was in den Ur-Text hineingeschrieben, dort was weggenommen. Und die Reaktionen hier zeigen doch deutlich, dass es spannend werden kann als Projekt.
Gemein wäre es doch nur, wenn ich nicht zugeben würde, was für ein Text das eigentlich ist?
Tuesday: Schreib gerne eine Fortsetzung. Warum denn nicht
Flocke: Grüße dich. Kannst du mir erklären, was Braille eigentlich bedeutet?
Hilbi: Heidelberg, gleich überm Heideltal. Giessen liegt neben dem Trocknen.
Dirk, entschuldige, aber ich war zugegebenermaßen zu faul, was eigenes zu schreiben. So habe ich hier ein bisschen was in den Ur-Text hineingeschrieben, dort was weggenommen. Und die Reaktionen hier zeigen doch deutlich, dass es spannend werden kann als Projekt.
Gemein wäre es doch nur, wenn ich nicht zugeben würde, was für ein Text das eigentlich ist?
Tuesday: Schreib gerne eine Fortsetzung. Warum denn nicht
Flocke: Grüße dich. Kannst du mir erklären, was Braille eigentlich bedeutet?
Hilbi: Heidelberg, gleich überm Heideltal. Giessen liegt neben dem Trocknen.
Re: Vorsicht, hier ist ...
@Tolya
Braille ist eine Form der Blindenschrift, wenn ich kurz mal Wikipedia zitieren darf:
Ist, glaube ich, eine der gebräuchlichsten und inzwischen sogar auf Arzneipackungen verwendet... Habe im Fernsehen mal sowas gesehen, dass es für Blinde Stadtpläne quasi zum Abtasten gibt. Interessant, das.
LG
Flocke
Braille ist eine Form der Blindenschrift, wenn ich kurz mal Wikipedia zitieren darf:
Die Brailleschrift wird von stark Sehbehinderten und Blinden benutzt, ist also eine Blindenschrift. Sie wurde 1820 vom Franzosen Louis Braille entwickelt. Die Schrift arbeitet mit Punktmustern, die von hinten in das Papier gepresst sind, so dass sie als Erhöhung mit den Fingerspitzen abgegriffen werden können.
Ist, glaube ich, eine der gebräuchlichsten und inzwischen sogar auf Arzneipackungen verwendet... Habe im Fernsehen mal sowas gesehen, dass es für Blinde Stadtpläne quasi zum Abtasten gibt. Interessant, das.
LG
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
Re: Vorsicht, hier ist ...
Hallo Tolya,
schön, dich mal wieder hier begrüßen zu dürfen.
Also was mich an dem Text sofort genervt hat war die Erste Person Plural. Wir gehen dahin und dorthin und da steht dann dies und das…....brrr. Das klingt, als nähme man ein kleines Kind an die Hand oder als fände eine spießige Stadtführung mit dem Fremdenverkehrsleiter des Ortes statt. Es kommt von oben herab, der Blinde wird nicht als Individuum sondern als Teil einer Masse angesprochen. Sehr befremdlich finde ich das.
Es erinnert mich übrigens auch unheilvoll an eine eigene Erfahrung. Bei einem Krankenhausaufenthalt vor etlichen Jahren pflegte eine Schwester ihren Aussagen und Handlungen dadurch Anerkennung verschaffen zu wollen, dass sie diese permanent auf alle im Raum anwesenden Patienten ausweitete. „Guten Morgen, nun stehen wir mal auf“/„Nun machen wir mal das Fenster weit auf“/“Wir haben doch bestimmt prächtig geschlafen“…
Das endete dann irgendwann mit wohltuender Verlässlichkeit in sehr spitzzüngigen Dialogen, die von meiner Seite aus mit „Ich bin müde“/“Das ist doch saukalt um 7 Uhr früh“ und „Nein, viel zu kurz“ begannen…
Ansonsten finde ich den Text analog zu dir ebenfalls übergenau und erweitere Flockes Liste mal um z.B. die Post oder bestimmte Meterangaben. Ich meine, Fetzen von Telefongesprächen am offenen Telefonstand kann man raushören, das ergibt Sinn, aber was nützt einem Blinden das Wissen um eine Postfiliale (Betrieb kann überall sein oder verhalten sich Postkunden nach einem bestimmen Muster?) und kann er bestimmte Meterangaben wie 17 Meter wirklich so genau anhand von Schritten abschätzen?
In diesem Zusammenhang fällt mir übrigens „Dialog im Dunkeln“ ein, eine Aktion die glaube ich immer noch nahe der Landungsbrücken läuft. Du kommst in stockdüstere Räume und musst dich dort zurechtfinden, kannst dabei aber auf die Hilfe eines Blinden zurückgreifen, der dich führt – und so besser nachvollziehen was es eigentlich heißt kein Augenlicht mehr zu besitzen. Muss ich immer noch hingehen, steht schon lange auf meiner Liste… :-&
Wenn der Text übrigens wirklich den Anfang einer Erzählung bildet, dann seien dir der Abbruch mittendrin sowie „Copy & Paste“ verziehen. Die geweckte Neugier würde gestillt und die Erzählung wäre nicht nur Rechtfertigungsgrund der eigenen Faulheit keinen eigenen Text zu schreiben. Das wäre was.
Was mich noch interessiert: Das…
…ist garantiert von dir, oder? Sonst gäbe es ja in der Tat Leute, die einen Besuch auf dem Bürgeramt entgegenfiebern. Was einen tiefen, aber schamvollen Einblick in die Qualität der menschlichen Begierden erlauben würde
...oder habe ich nur keine Ahnung und Bürgerämter werden allgemein unterschätzt?
Herzliche Grüße,
Ham
schön, dich mal wieder hier begrüßen zu dürfen.
Also was mich an dem Text sofort genervt hat war die Erste Person Plural. Wir gehen dahin und dorthin und da steht dann dies und das…....brrr. Das klingt, als nähme man ein kleines Kind an die Hand oder als fände eine spießige Stadtführung mit dem Fremdenverkehrsleiter des Ortes statt. Es kommt von oben herab, der Blinde wird nicht als Individuum sondern als Teil einer Masse angesprochen. Sehr befremdlich finde ich das.
Es erinnert mich übrigens auch unheilvoll an eine eigene Erfahrung. Bei einem Krankenhausaufenthalt vor etlichen Jahren pflegte eine Schwester ihren Aussagen und Handlungen dadurch Anerkennung verschaffen zu wollen, dass sie diese permanent auf alle im Raum anwesenden Patienten ausweitete. „Guten Morgen, nun stehen wir mal auf“/„Nun machen wir mal das Fenster weit auf“/“Wir haben doch bestimmt prächtig geschlafen“…
Das endete dann irgendwann mit wohltuender Verlässlichkeit in sehr spitzzüngigen Dialogen, die von meiner Seite aus mit „Ich bin müde“/“Das ist doch saukalt um 7 Uhr früh“ und „Nein, viel zu kurz“ begannen…
Ansonsten finde ich den Text analog zu dir ebenfalls übergenau und erweitere Flockes Liste mal um z.B. die Post oder bestimmte Meterangaben. Ich meine, Fetzen von Telefongesprächen am offenen Telefonstand kann man raushören, das ergibt Sinn, aber was nützt einem Blinden das Wissen um eine Postfiliale (Betrieb kann überall sein oder verhalten sich Postkunden nach einem bestimmen Muster?) und kann er bestimmte Meterangaben wie 17 Meter wirklich so genau anhand von Schritten abschätzen?
In diesem Zusammenhang fällt mir übrigens „Dialog im Dunkeln“ ein, eine Aktion die glaube ich immer noch nahe der Landungsbrücken läuft. Du kommst in stockdüstere Räume und musst dich dort zurechtfinden, kannst dabei aber auf die Hilfe eines Blinden zurückgreifen, der dich führt – und so besser nachvollziehen was es eigentlich heißt kein Augenlicht mehr zu besitzen. Muss ich immer noch hingehen, steht schon lange auf meiner Liste… :-&
Wenn der Text übrigens wirklich den Anfang einer Erzählung bildet, dann seien dir der Abbruch mittendrin sowie „Copy & Paste“ verziehen. Die geweckte Neugier würde gestillt und die Erzählung wäre nicht nur Rechtfertigungsgrund der eigenen Faulheit keinen eigenen Text zu schreiben. Das wäre was.
Was mich noch interessiert: Das…
Wir spüren eine anschwellende Freude. Unser Herz schlägt schneller.
…ist garantiert von dir, oder? Sonst gäbe es ja in der Tat Leute, die einen Besuch auf dem Bürgeramt entgegenfiebern. Was einen tiefen, aber schamvollen Einblick in die Qualität der menschlichen Begierden erlauben würde
...oder habe ich nur keine Ahnung und Bürgerämter werden allgemein unterschätzt?
Herzliche Grüße,
Ham
"If it's a hit? - Yeah, that's me! If it's a miss? - Yeah, that's me!" (Robert Palmer)
Re: Vorsicht, hier ist ...
Danke für die ausführlichen Hinweise, Ham! Das hilft weiter bei der Entwicklung eines etwaigen neuen Konzepts.
Das "Wir" ist heikel, ich weiß. Und Krankenschwestern wählen es in der Tat gerne. Das wäre Stoff für eine Posse.
"Haben wir gut geschlafen?"
"Also ich fands toll, du auch?"
usw.
Ja, die Emotionalien im Text sind von mir. Hatte mir nicht viel dabei gedacht. Bürgeramt wäre natürlich auszutauschen gewesen, hab ich im Eifer des Gefechts vergessen.
Eher gings mir ums Ausprobieren des Wir. Würde der Leser sich, wenn man es intensiv betreibt, in ein Wir mit hineinziehen lassen? Ein Freund von mir schreibt seine erfolgreichste Lyrik im "Wir". Vielleicht kein Zufall?
Die Übergenauigkeit würde zur Literatur passen. Man muss sie ja nicht nur auf den Raum anwenden, kann auch damit Gefühle schildern, sekundengenau und überpräzisiert. Wie auch immer, es ist nur Idee. Bin froh, meinen Roman endlich fertig zu haben als Manuskript. Ich habe erstmal eine schöne Weile lang Literatur-frei
Werde natürlich dennoch hier hineinschauen. Ist ja wieder mehr los als im letzten Sommer ...
Herzlich,
Tolya
Das "Wir" ist heikel, ich weiß. Und Krankenschwestern wählen es in der Tat gerne. Das wäre Stoff für eine Posse.
"Haben wir gut geschlafen?"
"Also ich fands toll, du auch?"
usw.
Ja, die Emotionalien im Text sind von mir. Hatte mir nicht viel dabei gedacht. Bürgeramt wäre natürlich auszutauschen gewesen, hab ich im Eifer des Gefechts vergessen.
Eher gings mir ums Ausprobieren des Wir. Würde der Leser sich, wenn man es intensiv betreibt, in ein Wir mit hineinziehen lassen? Ein Freund von mir schreibt seine erfolgreichste Lyrik im "Wir". Vielleicht kein Zufall?
Die Übergenauigkeit würde zur Literatur passen. Man muss sie ja nicht nur auf den Raum anwenden, kann auch damit Gefühle schildern, sekundengenau und überpräzisiert. Wie auch immer, es ist nur Idee. Bin froh, meinen Roman endlich fertig zu haben als Manuskript. Ich habe erstmal eine schöne Weile lang Literatur-frei
Werde natürlich dennoch hier hineinschauen. Ist ja wieder mehr los als im letzten Sommer ...
Herzlich,
Tolya
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste