nochmal und jetzt mit nochmehr :-)
nochmal und jetzt mit nochmehr :-)
Ich bin ein Berg, stark, gegründet in dem Sehnen nach einer Romanze mit dem Leben. Würdig für die helle Ewigkeit, zu durchdringen den trostlosen Verbleib in zu kalten Nächten, zu wahndurchtränkten Stunden. Ewigkeiten, wie Falter, wie Blumen und Wolken, tanzten in meiner Brust. Tausendwunderbar sind sie bedacht um mich zu verführen mit zartbetörenden Düften, die hoffnungsvolle Süße setzend, reichen mir ein Seil. (Das Band des Lebens) Ich ziehe mich hoch über den Weltrand in das Lebendigste, das nackte Licht. Und alles setzt sich in Bewegung, das Licht tanzt zu meinem Herzbeben, schimmert, funkelt hell, es stolpert nicht, besonders stark vernehme ich es, wenn die Nächte zu dunkel sind, wenn ich umlagert werde von zu wilden Stunden. Ich halte meine Augen wach, schaue, empfänglich für die Weite der sternereichen Ozeane, nach einem Freund mit mildem Blick für meine Kunst. Mit Blicken für die Sehnsucht eines Weisen (sich entgrenzen und vollkommen lieben) und Blicken für das fromme Wünschen über das sinnlichschimmernd Gegenwärtige. (An deine Schulter will ich mich lehnen, mein Freund und saugen die Vertrautheit aus deinem Busen) Mein klarer Atem dringt zum Meer, dort in der Fremde rauscht es und Wellen heiter reihen sich und nehmen ab. (Bin so tief im Innern gerührt, sehe die Beweise für Höheres. Ich sinke in einer Weile, bis zum Anfang aller dichterischen Welten) Ich atme die Weite der Gedanken, den Gedanken an eine Quelle. (Hier fangen alle Liebesbeben an) Ein starker Fels bin ich inmitten eines todverfallenden Tals. (Der steinernen, immerkahlen Stadt) Aus ausdrucksvollem Stein geformt, bin empfindsam für das Schöne. Ein zarter Quell, (voll lebendigen Wassers) ja, das bist du. Du entspringst aus mir und machst mich reich, lebendig. Du bist der Widerschall und mein Gehör für die applaudierende Sternenmeere. So wie ich dich rauschen höre, wenn ich bestürmt werde von zu verworrenen Stunden, zu einsamen Nächten. Schön, ja, das bist du. Du strömst aus mir, ich könnte ewig weiter schreiben. Dein Gesicht, das ist ein Zeugnis meines, dem Lichte zugewandtem, Lebens. Einer möglichen Poesie des liebestollen Bebens. Ersuche, dein Gesicht in Finsternissen, den Verlassenheiten; ersehne deinen Blick, er soll mir zu einer Romanze werden. Sehne mich hinfort zu deiner Ferne. (Ich wende meinen Blick in die fernen Höhen, wo ich das Göttliche vermute, lieblich und mild wendet sich auch dieses mir zu. Stets halte ich mich wach, bereit für seinen Besuch, liebesschwörend sehe ich, wie es liebesentfacht zu mir eilt. Ich erschließe meine Brust, es soll hineinstürmen.) Bist ganz du Selbst, wie ich ganz nah an mir. Wenn wir uns in eine Einheit küssen. (Wenn ich mir fern bin, sind deine Küsse, wie eine Heimkehr.) Ich bin dein Berg und du bist meine Quelle, die mich empfindsam macht für die Wiege des Schönen. Ich könnte ewig weiter schreiben. Bist ganz du Selbst, mit einem Lächeln, mit einem Blick. Lehrst mich, mir nah zu sein, mich zu verbrennen an kunstvollen Augenblicken. (Ich bin Meister und Schüler zugleich, philosophiere über deine Anmut - in deinen Augen wesen ganze Welten) Ich könnte ewig weiter schreiben. Ja, das bist du, ein Quell und ich ein Berg und du aus mir. Du strömst heraus, so drauf, bin ich anvertraut durch dich der Poesie im Beben vom Lebendigsten. (Ins Geheimnis gezogen durch das ursprünglichste Gefühl) Das Schöne, ja, das bist du und ich könnte ewig weiter schreiben…
Re: nochmal und jetzt mit nochmehr :-)
Das ist ein Schreiben, das sich vollkommen von wirklichem Geschehen loslöst.
Bei dem ganzen schwulstigen Beschreiben fragt man sich immer wieder: wann wird uns der Autor endlich an seinen tollen Abenteuern teilhaben lassen? - bis wir feststellen, dass es diese Abenteuer gar nicht gibt.
Auch Goethe versucht in seinem Erstlingswerk "Werther" einen vergleichbaren Weg zu gehen: in schwulstigen Beschreibungen des achtzehnten Jahrhunderts berichtet er über seine vernichtende Liebe zu Lotte. Doch, wir verzeihen ihm die Sprachsülze, die er uns liefert, weil er uns etwas Wesentliches zu berichten hat und weil wir wissen, worauf sich seine blumige Sprache bezieht.
Kurzum: der Autor ist zum Lesen von Goethes "Werther" zu verurteilen. Vielleicht erkennt er dann, woran er sich zu halten hat, wenn er unbedingt schwulstig schreiben will!
Bei dem ganzen schwulstigen Beschreiben fragt man sich immer wieder: wann wird uns der Autor endlich an seinen tollen Abenteuern teilhaben lassen? - bis wir feststellen, dass es diese Abenteuer gar nicht gibt.
Auch Goethe versucht in seinem Erstlingswerk "Werther" einen vergleichbaren Weg zu gehen: in schwulstigen Beschreibungen des achtzehnten Jahrhunderts berichtet er über seine vernichtende Liebe zu Lotte. Doch, wir verzeihen ihm die Sprachsülze, die er uns liefert, weil er uns etwas Wesentliches zu berichten hat und weil wir wissen, worauf sich seine blumige Sprache bezieht.
Kurzum: der Autor ist zum Lesen von Goethes "Werther" zu verurteilen. Vielleicht erkennt er dann, woran er sich zu halten hat, wenn er unbedingt schwulstig schreiben will!
Re: nochmal und jetzt mit nochmehr :-)
im druckformat ziemlich genau eine A4seite die -ich behaupte mal mit überdosierter absicht- alles enthält, was man im moment des automatischen schreibens mit zielvorgabe seitenende ("ich könnte ewig weiterschreiben") falsch machen kann. kein wunder, dass an den haaren herbeigezogene superlative keine wirkung entfachen. sie gehen unter in einem berg von kartoffelbrei, werden in klammersätzen wie in einem sachbuch vorgeführt. selbst das erklären misslingt. ein stark parfümiertes seil wird dadurch nicht zum band des lebens. herzbeben kriegt auch durch quellenangaben keinen stärkeren ausschlag auf der dichter-skala hin. "bist ganz du selbst, wie ich ganz nah an mir. wenn wir uns in eine einheit küssen" - klingt nach "wir sind borg"-cybernetik statt emotion. antike leihgaben wie "ich sinke in einer weile, bis zum anfang aller dichterischen welten" als zuckerstreuer zu bemühen, grenzt in diesem zusammenhang an hochmut.
eigene unsicherheit wird durch overloading nicht besser. integriere den dir schon eigenen comment-style in dein werk, wenn du unbedingt ein berg sein willst. dafür brauchst du keine importvokabeln, das bist du, kennst du und sonst noch keiner - könnte also funktionieren.
ich persönlich halte es mit fürst hidetora in akira kurosawa´s "ran" : ein berg bewegt sich nicht.
eigene unsicherheit wird durch overloading nicht besser. integriere den dir schon eigenen comment-style in dein werk, wenn du unbedingt ein berg sein willst. dafür brauchst du keine importvokabeln, das bist du, kennst du und sonst noch keiner - könnte also funktionieren.
ich persönlich halte es mit fürst hidetora in akira kurosawa´s "ran" : ein berg bewegt sich nicht.
„To hell with circumstances; I create opportunities.“ – Bruce Lee
Re: nochmal und jetzt mit nochmehr :-)
natürlich kann man nicht mehr viel sagen. dieser text ist ettiketiert.
es gibt aber doch was. nähmlich das versuchen und sich zeit lassen. geduld. ich lasse mir zeit und versuche und bin geduldig, wenn ich schreibe und ein fühlen entwickle... irgendwann, werde ich dort sein, wo ich hin will.
es gibt aber doch was. nähmlich das versuchen und sich zeit lassen. geduld. ich lasse mir zeit und versuche und bin geduldig, wenn ich schreibe und ein fühlen entwickle... irgendwann, werde ich dort sein, wo ich hin will.
Re: nochmal und jetzt mit nochmehr :-)
dieser trillo ist (scheinbar) ein viel realitätsnah zuversichtlicherer welcher. zeit lassen, versuchen, geduldig sein und ein fühlen entwickeln - klingt schon mal nach was, (hörfehler nicht ausgeschlossen).
auch wenn dir bei gerade-raus-kommentaren so wie meinen die gäule durchgehen sollten, mit sowas kann man arbeiten und ein gesundes ver-stehvermögen vermag berge zu versetzen.
ps. aus aktuellem anlass (überarbeitet), siehe forum "gedichte".
auch wenn dir bei gerade-raus-kommentaren so wie meinen die gäule durchgehen sollten, mit sowas kann man arbeiten und ein gesundes ver-stehvermögen vermag berge zu versetzen.
ps. aus aktuellem anlass (überarbeitet), siehe forum "gedichte".
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