Bodensatz

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Kato
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Bodensatz

Beitragvon Kato » 13.09.2007, 15:40

ohne Worte
ziehen sich die Hände
in die Arme
zurück

die Stümpfe können
nichts halten
kein Messer
keinen Stift

meiner Ratte ist es egal

sie frisst
was sie findet
meine Briefe
mein Brot

[) i r k
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Re: Bodensatz

Beitragvon [) i r k » 13.09.2007, 19:20

Hallo E.

Langsam entwickelst du dich hier zu einer derjenigen, die ich in diesem Forum am Liebsten lese. Wobei die "Langsamkeit" nur mit dem Abstand zu erklären ist, der zwischen deinen Veröffentlichungen bei uns liegt (aber auch das mag ich (irgendwie)). Kurz: Ich lese dich gern.

Gedicht gefällt mir (wieder mal) überdurchschnittlich gut. Was deine Gedichte besonders auszeichnet, ist der freie Raum darin, den dein Leser ausfüllen kann (und muss). Da ist - im übertragenen Sinne - kein Gramm zu wenig und zu viel dran. Wirkt alles sehr ausgewogen/ausbalanciert auf mich.

Fliegengewichtete Grüße.
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)

andres
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Re: Bodensatz

Beitragvon andres » 13.09.2007, 22:30

Wirklich sehr leicht. Fast ein wenig zu leicht.
werden.

riemsche
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Re: Bodensatz

Beitragvon riemsche » 16.09.2007, 03:44

hauptsache, du hast die flatrate im griff :-)
du lässt hier bis zur letzten viele outs zu. fantasia wächst. gefällt mir.
danke der nachfrage, kato
Lg kasparov
„To hell with circumstances; I create opportunities.“ – Bruce Lee

Kato
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Re: Bodensatz

Beitragvon Kato » 18.09.2007, 20:54

Uh ... danke, Dirk.
Und auch für die Verständlichkeit deiner Aussagen. :-)


@andres
Was konkret meint denn jetzt dein leichter Einwurf?


@Kasparov
Ich liebe Janis. Du auch? Oh Lord, won `t you buy me ... ;-)


Grüße, Kato

andres
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Re: Bodensatz

Beitragvon andres » 20.09.2007, 14:51

Ein Alptraum? Ein Attentat deines Haustieres während deiner Meditation? Oder eine Anspielung auf die niederen Triebe (Ratte) , die Lebensgrundlage (Brot) und geistiges Potential (Brief) rauben?
werden.

Edekire
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Re: Bodensatz

Beitragvon Edekire » 21.09.2007, 15:03

für mich geht es in diesem gedicht um den wert der worte, ohne den das lyrische ich nicht leben kann.
dabei ist finde ich gerade auch die erste strophe wundervoll. gleich zwei bedeutungen von "ohne worte" stellen sich bei mir ein, ohne das sie einander widersprechen würden: leise und die bedingung: ohne worte passiert mir das.

die briefe und das brot sind für mich das wesentliche: worte sind grundnahrung und verbindung zur außnwelt zu anderen menschen, sie machen erst beweglich und grifbar, vielleicht auch wehrhaft. (das messer)

die ratte?: besonders da es "meine ratte" heißt denke ich an etwas inneres. das innere schweigen das man nicht überwinden kann. die wand vielleicht die böse hämische kleine form des inneren schweinehundes.

danke fürs lesenlassen

rike
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
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Re: Bodensatz

Beitragvon Kato » 21.09.2007, 20:53

@andres

und welcher deiner Deutungsansätze wäre dir da jetzt zu leicht?


@edekire

freu mich über dein Lesen und das Aufzeigen deiner Gedanken zum Gedicht.
Nehm dabei jetzt aber auch nicht an, dass du von mir Erklärungen zum Text erwartest ...
(?)


Grüße, Kato

Edekire
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Re: Bodensatz

Beitragvon Edekire » 22.09.2007, 17:43

nein natürlich nicht. wenn du jetzt sagst halthalthalt das habe ich aber ganz anders gemeint hilft mir das nicht weiter
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
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Re: Bodensatz

Beitragvon andres » 23.09.2007, 13:49

Die enorme Vielfalt aller möglichen Ansätze erscheint mir zu groß. Ein kleiner Hinweis hätte eine inhaltliche Richtung andeuten können. So aber ist dein Gedicht (meiner Meinung nach) inhaltlich zu leicht, d.h. nicht greifbar.

mfg andres
werden.


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