der lyriker verflucht den morgen nicht
selbst wenn er ihn abgeschnitten hat von einem traum
der an verlegene schritte erinnert die nur das erwachen kennt
für jede entfernung sollte er dankbar sein
weil er wieder ins dunkle fällt und die schritte hört
mit der er ihren schlaf besucht
sich einmischt in ihre träume
fassaden aufmalt die es nur
in seinem kopf geben kann
ein glücklicher elefant an einer bushaltestelle
eine briefmarkensammlung die hofft
wiederangesehen zu werden
verloren sind die augen nie
mit der er sie ansah
wie sie mit langen schritten
seinen gedichten entgegen ging
ein abgeschnittener ohne muster; ohne befehl
nur eine sehnsucht
die an den bitteren nachgeschmack erinnert
mit der die liebste ihn ein letztes mal zum bahnhof fährt
der lyriker als millionär
der lyriker als millionär
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter
Re: der lyriker als millionär
Die Fülle der Metaphern, die einen Zugang zur gleichgearteten Situation bieten, ist sehr bemerkenswert.
Danke für das Gedicht
Poeta
Danke für das Gedicht
Poeta
medusenkind
Re: der lyriker als millionär
ein glücklicher elefant an einer bushaltestelle
eine briefmarkensammlung die hofft
wiederangesehen zu werden
Für den Elefant allein gehört dir schon irgendein bedeutender und möglichst geldschwerer Preis. In Kombination mit der Briefmarkensammlung absolut erstklassig.
Elefantenneidgelbe Grüße,
Silly
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon
- Ursula Vernon
Re: der lyriker als millionär
Hallo Herr Lyriker.
Das war auch meine Lieblingsstelle in dem Gedicht, wobei mir die Briefmarkensammlung noch einen Zacken besser gefallen hat.
Ach, ich revidiere meine Meinung gleich wieder: Der Anfang des Gedichtes ist noch viel besser. Der Anfang ist wahnsinnig schön. Selbst, wenn in dem Gedicht keine glücklichen Elefanten und hoffnungsvollen Briefmarken mehr auftauchen würden, wäre es schon allein wegen diesem Auftakt weltklasse.
Ich mag dieses Gedicht sehr. Es fühlt sich gut an.
MfG,
Dirk
ein glücklicher elefant an einer bushaltestelle
eine briefmarkensammlung die hofft
wiederangesehen zu werden
Das war auch meine Lieblingsstelle in dem Gedicht, wobei mir die Briefmarkensammlung noch einen Zacken besser gefallen hat.
Ach, ich revidiere meine Meinung gleich wieder: Der Anfang des Gedichtes ist noch viel besser. Der Anfang ist wahnsinnig schön. Selbst, wenn in dem Gedicht keine glücklichen Elefanten und hoffnungsvollen Briefmarken mehr auftauchen würden, wäre es schon allein wegen diesem Auftakt weltklasse.
Ich mag dieses Gedicht sehr. Es fühlt sich gut an.
MfG,
Dirk
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: der lyriker als millionär
liest sich nicht nur für scheidende lyrI+Du´s wahrlich gut, mr. hut
/ verloren sind die augen nie / ist mir noch ein wenig suspekt. wie siehst du das?
gruss vom kasparov
/ verloren sind die augen nie / ist mir noch ein wenig suspekt. wie siehst du das?
gruss vom kasparov
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