(eine fabel)
denkt euch zwei tassen zwischen
den füssen ein paar
ordnungshüter die abkassieren wollen
wir im zwist
welches auge mehr tragödien gesehen hat
welcher vater besoffener von den trinkhallen kam
wie viel trinkhallen gibt es
unzählige
die tassen schwenken wir
das haben wir nicht nötig
aber es ist auch nicht schlimm sie zu schwenken
wir sagen
keine worte
über uns ist das fallen- an dem gehen gerade andere zugrunde
aber wir lächeln nicht darüber
darüber kann man nicht lächeln
wir lächeln über unsere gemeinsamkeiten
nein
nicht das dichten
das dichten ist weit entfernt und lungert herum
hängt auch ein wenig an der flasche
oder unter einem bordstein
übelriechend
nein
wir reden über unsere sehnsucht
unser krallen
unser festbeissen
wir sagen
jede idee hat einen sprung
und wenn sie keinen sprung hat
so ist es auch keine idee
und ich sage
so ist es auch mit den gedichten die wir schreiben
aber da ist sie schon wieder weg und die ränder an denen ich noch
spüren könnte dass jemand mir gegenübersaß sind lange verschwunden
mit anne sexton im cafe
mit anne sexton im cafe
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter
Re: mit anne sexton im cafe
der stammtisch im hinterkopf ... feiner text, herr hut ... wie vielE trink ... und isses ne fabel? ... das tier inundumuns könnte präsent sein ... die belehrende schlußsequenz kommt zuvorletzt und ist am ende wieder weg ... ich lese das auch ohne untertitel sehr gerne
Lg vom kasparov
Lg vom kasparov
„To hell with circumstances; I create opportunities.“ – Bruce Lee
Re: mit anne sexton im cafe
Botschaft angekommen. 
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste