Lebenszeit

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Prokrustres
Erinye
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Lebenszeit

Beitragvon Prokrustres » 10.10.2007, 00:40

Zeit verrinnt so schnell
Lebensweise ist so grell
Jeglicher Stil vefällt
Nichts im Leben ewig hält

Gemütlich im Schaukelstuhl keiner mehr sitzt,
Schmauchend den glüh'nden Tabak genießt.
Alle jagen Kurzweil, die das Leben kürzt.
Niemand mehr zwischen den Zeilen liest...
Leben ist das, was passiert, während man darauf wartet, dass seine Pläne reifen.

[) i r k
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Re: Lebenszeit

Beitragvon [) i r k » 10.10.2007, 18:49

Hallo Prokrustres.
Jeglicher Stil ve[r]fällt

Ich denke, dass ich dieser Aussage deines Gedichtes, rekursiv bezogen auf selbiges, 100prozentig zustimmen kann.

Begründung:
Gemütlich im Schaukelstuhl keiner mehr sitzt,

Dein Gedicht klingt unschön für mich. Das liegt aber in erster Linie weder an den Reimen, noch daran, dass es sich unrhythmisch liest, sondern daran, dass du die gebräuchliche Syntax der deutschen Sprache mehr oder weniger vergewaltigst. Die Umstellungen, die du vorgenommen hast, können jetzt unter dem Postulat der "poetischen Freiheit" mit viel Leidenschaft verteidigt werden, aber der Punkt ist, dass man damit sehr sparsam umgehen sollte, wenn es die Wirkung nicht verfehlen soll. Was im Lateinischen oder Japanischen üblich ist und gut klingen mag ...
Niemand mehr zwischen den Zeilen liest...

... nämlich das Prädikat am Satzende, ist im Deutschen recht ungewohnt (in Hauptsätzen, in Nebensätzen ist das wieder etwas anderes).

Und meine bescheidene Meinung zu diesem Thema ist, dass man erst die grundlegenden Ansprüche der Rechtschreibung und Grammatik beobachten sollte, ehe man sich weitere Einschränkungen der Sprache und Form (Vers, Strophe, Reim, Metrum) auferlegt. Wie gesagt: Im Ausnahmefall mag das gehen und selbst Goethe, Heine, Brecht und Co. haben sich hin und wieder solche Ausnahmen gestattet.
Nichts im Leben ewig hält

Aber es klingt im Kontext unseres grundlegenden Sprachgefühls doch sehr eigenartig. Daher können Reime, deren Verwirklichung den syntaktischen Aufbau der Sätze auf den Kopf stellen, kaum ihre Wirkung entfalten.

MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)

Prokrustres
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Re: Lebenszeit

Beitragvon Prokrustres » 10.10.2007, 21:52

tippfehler passieren. dazu muss ich nichts weiter sagen. ich verbessere so etwas auch nicht. ich schreibe frei und ohne konvention. daher auch keine nachbesserung.

dass ich die deutsche sprache vergewaltige ist deine meinung. danke dafür. schau dir mal mittagsprogramme im fernsehen an.

was die grammatik betrifft hast du vllt. recht, sie ist ungewohnt und mag dir nicht gefallen. in meinen gedichten mache ich jedoch genau das, ich stelle die sätze um. meine umstellung ist jedoch keinesfalls falsch.

was ich jedoch überaus ironisch empfinde ist deine aussage bezüglich einiger großer dichter und denker. ich empfand die aussage in einem der gedichte von andres (leider weiß ich im moment nicht von wem sie stammt) als durchaus angebracht. darin hieß es, wir sollten uns nicht mit diesen vergleichen, das tust du jetzt allerdings mit mir. wenn du wirklich kritik üben willst, mache das nach einem allgemeingültigen maßstab.

und außerdem dürfte jedem der ein bischen zwischen den zeilen liest auch auffallen dass die reime nur mittel zum zweck sind und keine bedeutung haben. ich will schließlich dass zwischen den zeilen gelesen wird und das nicht nur einspurig. die form ist ohne belang.

die gedanken die sich entwickeln, aus dem was ich schreibe sind der eigentliche sinn meiner gedichte. sie solle nicht auf eine weise interpretiert werden, sondern ausgang eines dirkurs werden. die gedanken sind frei, wie es so schön heißt.
Leben ist das, was passiert, während man darauf wartet, dass seine Pläne reifen.

Edekire
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Re: Lebenszeit

Beitragvon Edekire » 10.10.2007, 22:38

was geht hier eigentlich ab? gibts nur noch leute die keine kritik annehmen können? was willst du eigentlich hier wenn du sowieso nichts ändern willst? dann können wir das auch kurz machen und du verpisst dich am besten einfach wieder bevor hier wieder so viele leute ihre zeit mit streiten verschwenden.
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
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[) i r k
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Re: Lebenszeit

Beitragvon [) i r k » 10.10.2007, 23:08

Hallo nochmal.
dass ich die deutsche sprache vergewaltige ist deine meinung. danke dafür. schau dir mal mittagsprogramme im fernsehen an.

Ich vergleiche dein Gedicht mit Goetheheinebrecht (habe ich? würde ich? warum sollte ich?) und du vergleichst deines mit den Mittagsprogrammen im Fernsehen. Super Argument - aber für wen eigentlich? Leider kann ich mir die Mittagsprogramme im Fernsehen nicht anschauen, weil ich a.) zu dieser Zeit gewöhnlich arbeite und b.) keinen Fernseher habe (aber das tut gar nichts zur Sache).
meine umstellung ist jedoch keinesfalls falsch.

Wenn du ohne oder jenseits jeder Konvention schreibst, wie du behauptest (und was ich persönlich für ausgemachten Stuss halte), ist nichts falsch. Ansonsten mag dir dieser Link weiter helfen:
Stellung des einteiligen Prädikats (Deutsche Grammatik)

Wenn es aber keine Konvention zwischen uns gibt, noch nicht mal die grundlegenden Konventionen der Sprache, wie soll dann ein gemeinsamer Diskurs möglich sein? Du solltest dich vielleicht entscheiden, was du willst.
reime nur mittel zum zweck

ich will schließlich dass zwischen den zeilen gelesen wird

die form ist ohne belang.

Wieviele Widersprüche sind das in einem Abschnitt: Drei?

Besten Gruß,
[) i r k
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Re: Lebenszeit

Beitragvon riemsche » 10.10.2007, 23:28

zitat: Niemand mehr zwischen den Zeilen liest... //

genau das mach ich. aber - nichts von dem, was ich dort gerne lesen würde, steht auch nur ansatzweise da. meister yoda würds vielleicht mögen - ich nicht, sorry
„To hell with circumstances; I create opportunities.“ – Bruce Lee

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Re: Lebenszeit

Beitragvon andres » 13.10.2007, 13:12

....und du verpisst dich am besten einfach wieder...


Aber, aber. Wir wollen doch die bösen Schulhofwörter nicht mit nach Hause nehmen. Wie wäre es denn mit einem: "Herzlich Willkommen; schön, dass du da bist; dein Gedicht gefällt mir aus folgenden Gründen nicht, etc, etc., etc."?

Noch ein unkonventionelles Wort: Sprache ist kein statisches Konstrukt sondern dynamisch und entwicklungsfähig. Bestes Beispiel hiefür ist die englische Sprache, die in verschiedensten Regionen eine eigene Ausprägung erfahren hat. Diese Entwicklung weicht meistens die sog. "sprachlichen Konventionen auf", schafft aber auch Freiräume (die gerade ein Dichter zu schätzen weis). Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich auch in Deutschland ab. Die Konventionen gegen "Angriffe" zu verteidigen halte ich daher für "vergebliche Liebesmüh".

Soweit ein allgemeines Wort zum Thema Konvention. Ob nun ein Durchbruch selbiger in einem Gedicht (wie diesem) gelungen ist oder nicht, ist eine andere Frage. Ich finde aber, dass man dieses Element des Durchbruches nicht nur den Großen (Zitat: Goethe, Heine, Brecht) zugestehen sollte.

mfg

andres
werden.

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Re: Lebenszeit

Beitragvon mög » 13.10.2007, 18:09

Konventionsbrüche sind fein, wenn sie etwas leisten, das die Konvention selbst nicht erlaubt hätte. In diesem Fall trägt der Konventionsbruch rein gar nichts zur ohnehin mickrigen Bedeutung dieses Gedichtes (ob jetzt in den Worten selbst oder zwischen den Zeilen - viel ist da nirgends) bei und ist somit einfach nur ungeschickt.

Also ja, Konventionsbrüche sollte man nur jenen zugestehen, die sie auch tatsächlich zu nützen wissen, um uns damit etwas aufzuzeigen. Man kann diese Leute auch gern "die Großen" nenen - weil sie das schaffen, nicht weil sie in irgendeinem Kanon vertreten sind.

Konventionen bricht man nicht ohne Not.

Dieses schwere Argumentationsgeschütz, dass hier immer aufgefahren wird, um ganz offensichtliche Schwächen wie eine vermutlich dem Reimzwang geschuldete Satzumstellung zu rechtfertigen, beeindruckt mich allerdings immer wieder.

Aber um fair zu sein, behauptet ja nicht mal Andres das sich der Konventionsbruch hier gelohnt hätte.

"Konventionen brechen" klingt nämlich überhaupt ein bisschen großartig, für das, was Prokrustes hier getan hat. Im Grunde opfert er hier nämlich nur eine Konvention - die im Deutschen übliche Syntax - einer anderen, nämlich der, dass sich Gedichte gefälligst zu reimen haben. (Sonst müsste man sich ja weiß Gott was überlegen, um den Inhalt durch die Form zu verstärken um so für die dem Gedicht eigene "Verdichtung" zu sorgen, das wär ja wirklich zu viel verlangt). Und weil Prokrustes kein Reim auf ewig eingefallen ist, hat er halt den Satz ein bisschen umgestellt. Bequem. Mutig? Modern? Weniger.

Das ist natürlich reine Spekulation, denn ich kenne den Herrn (oder die Frau) Prokrustres ja wieder mal nicht persönlich, aber mal ehrlich, ist meine Theorie so unplausibel?

Ach ja, übrigens: ...diese "regional unterschiedliche Ausprägung von Sprache" - sowas gibt es natürlich, und zwar nicht nur und nicht einmal besonders im Englischen, sondern eigentlich in so ziemlicher jeder Sprache, die nicht schon als standardisierte Schriftsprache geboren wurde und zwar nennt sich das "Dialekt". Es gibt auch unterschiedliche Ausprägungen von Sprache in verschiedenen sozialen Schichten, das nennt sich dann "Soziolekt". Und manche Leute behaupten sogar, es gibt eine unterschiedliche Ausprägung von Sprache zwischen den Geschlechtern, das wäre der "Genderlekt". Was all diesen unterschiedlichen Ausprägungen gemeinsam ist, ist jedoch, dass sie ebenfalls auf Konventionen beruhen - nur wurden diese Konventionen nicht in der gesamten Sprachgemeinschaft ausgehandelt, sondern eben in den jeweiligen Untergruppen. Es gibt meines Wissens im Deutschen weder irgendeinen Dialekt noch Soziolekt (an den Genderlekt glaube ich persönlich nicht so ganz), der so klingt, wie das was Prokrustes da fabriziert hat. Was natürlich keine Problem wäre, wenn - siehe 1. Absatz. Aber als Rechtfertigung für diesen "Konventionsbruch" zieht Andres Argumentation jedenfalls so gar nicht.
Man müsste das System seiner Widersprüche finden, indem man ruhig wird. Wenn man die Gitterstäbe _sähe_, hätte man den Himmel dazwischen gewonnen. (Elias Canetti)

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Re: Lebenszeit

Beitragvon vogel » 13.10.2007, 18:38

Hallihallo... ich war ja schon lang nicht hier. Aber hier geht ja was ab..
Aber zum Gedicht. Ich will nur zu einem einzigen Punkt was sagen:

Niemand mehr zwischen den Zeilen liest...

Naja, ich will auch, dass mein Leser meine zweite (und dritte) Ebene erkennt. Aber ich schreibe es nicht explizit hin.
Wenn ich diese Zeile so lese, denke ich an entnervte Sek I Schüler im Deutsch Unterricht, die vor Naturgedichten sitzen und sagen: Das steht aber nicht, dass.. Sie wollen (oder können.. was auch immer) nicht die zweite Ebene entdecken und fühlen sich angegriffen, wenn man sagt, fühl dich da mal rein.
Aber ehrlich gesagt: wir sind hier keine Sek I Schüler mehr. Wir sind hier im Forum - soweit ich das beurteilen und einschätzen kann(und so ist es meist auch in anderen Plattformen dieser Art) - alles Leute, die Spaß an Literatur und an der Beschäftigung haben. Wir blicken hinter die Kulisssen eines Textes. Dass muss man uns nicht sagen.
Das Problem was ich sehe ist folgendes: du willst Kritik üben. Und das sehr direkt. Das Ding ist nur, dass die Kritik so direkt ist. Der Leser muss sich nicht hinsetzten und nachdenken (zwischen den Zeilen lesen), er bekommt es ja vo dir gleich dirket vorgesetzt. Würdest du die Kritik suptil verpacken, sie zwischen die Zeilen legen, (aber trotzdem noch offene Kritik üben, dass ist ja auch richtig und wichtig), wäre das Ergebnis beim Leser wahrscheinlich viel tefgreifender.

Ich muss auch sagen.. ich schreibe auch oft von der Nase weg. Aber wenn ich etwas veröffentliche, dann will ich doch dass es "gut aussieht." Tippfehler passieren mir auch, aber ich bin froh wenn mich jemand drauf hinweißt, weil Word sieht auch nicht alles..


Ich hoffe, die erhitzten Gemüter erkühlen bald wieder *smi

Liebe Grüße,
v.
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.

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Re: Lebenszeit

Beitragvon [) i r k » 14.10.2007, 18:57

Sprache ist kein statisches Konstrukt sondern dynamisch und entwicklungsfähig.

Ach?

Danke, andres. Das tut erklären alles. Ich wie konnte sein nur so blind?
Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich auch in Deutschland ab.

:rofl:
Bei dir eigentlich die Allgemeinplätze sind warum und der fürchterlichste Schwachsinn beieinander stets so nah?

Fuck-the-fucking-convention!
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Re: Lebenszeit

Beitragvon andres » 15.10.2007, 00:33

Wunderschöne Rhetorik. (Ich bin begeistert!)
:omg:
werden.

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Re: Lebenszeit

Beitragvon [) i r k » 15.10.2007, 01:00

Wunderschöne Rhetorik. (Ich bin begeistert!)

Dann versuch mich doch demnächst bitte nicht mit Allgemeinplätzen abzuspeisen, während du mit dem pädagogischen Zeigefinger vor mir herumfuchtelst. Das passt mir nämlich nicht. Wirklich, deine Versuche, mich und andere hier immer wieder belehren zu wollen und uns "für dumm zu verkaufen", sind doch nur peinlich. Wenn du mal damit aufhören würdest, käme vielleicht mal ein richtiges Gespräch zustande - und ich könnte auf meinen Sarkasmus und meine anderen rhetorischen Sticheleien verzichten. Dann könnten wir endlich anfangen, voneinander zu lernen und die Position des anderen zu verstehen.

MfG,
[) i r k
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Re: Lebenszeit

Beitragvon andres » 15.10.2007, 20:32

Ist mir die Frage: "Wer hat zuerst eine ca.4-seitige, rhetorische Breitseite (mit dem erklärten Ziel der Provokation) abgefeuert ?" erlaubt?
...(Zum Tippen musste ich leider den pädagogischen Zeigefinger einsetzen :,-( )...

Auf der anderen Seite: Das "für-dumm-verkaufen" fällt meines unvollständigen Wissens nach in den Bereich der Betriebswirtschaftslehre (unter eingefleischten Pädagogen auch "BWL" genannt :O) ) .

Dann könnten wir endlich anfangen, voneinander zu lernen und die Position des anderen zu verstehen.


Obwohl ich mir gerade ein wenig Sarkasmus nicht verkneifen konnte, ist das auch mein Ziel. Ich arbeite an der Verwirklichung...

mfg

andres
werden.

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Re: Lebenszeit

Beitragvon mög » 15.10.2007, 21:43

So, jetzt reichts aber. Auf die Bluatwiesn mit uns! Rat mal, wer hier (unter anderem) BWL studiert....

Okay, Scherz. Da gibts schon auch viel pseudo-rationales Zahlen-Jonglieren und Buzzword-Geschwafel, und ich bin sicher die erste, die das zugibt. Aber die edle und traditionsreiche Disziplin des "Leute-für-dumm-Verkaufens" auf die vergleichsweise junge BWL zu beschränken, das zeugt, mit Verlaub, nicht nur von "unvollständigem Wissen" (wer hätte je ein vollständiges?), sondern schon von recht beachtlicher Ignoranz. Und das ist ein bisschen mehr als Nicht-Wissen, das ist freiwilliges, selbst verschuldetes Nicht-Wissen. So viel dazu.

Und noch was: Für einen Nietzscheaner bist du erstaunlich zart besaitet.

Kraftausdrücke, Oh-Gott, Oh-Gott.

Ich hab sicher niemals so viel Nietzsche gelesen wie du, aber mir schien er jedenfalls so ganz oberflächlich betrachtet erstmal auch nicht so firm mit den Regeln der konstruktiven Kritik..
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Re: Lebenszeit

Beitragvon Prokrustres » 16.10.2007, 22:28

hier gehts ja wirklich zu...

also für alle zum überdenken: ich schreibe wie es mir gefällt. ob mit reimen oder ohne, das ist alleine mir überlassen. ich habe es eigentlich schon mal gesagt, die form ist ohne belang.

wenn ihr wirklich über das nachdenken würdet was ich sage, und nicht wie ich es sage, dann wären wir alle einen schritt weiter.

@ kasparov was du lesen möchtest und nicht bei mir findest, ist mir grundsätzlich schnuppe. wer nach dem schreibt, was andere lesen möchten, hat den beruf eines romanautors zu recht gewählt.

@dirk ich hab dir eigentlich so viel kenntnis und vorstellungsvermögen zugetraut, dass du dir "denken" kannst was das mittagsprogramm im fernsehen ist. nur der vollständigkeit halber möchte ich hinzufügen, dass ich um diese uhrzeit auch nicht die möglichkeit habe fern zu sehen.

zu den "widersprüchen" die du angeblich bei mir gefunden haben willst sage ich mal, dass alle 3 satzteile, die du eingebracht hast, sich im groben sinne doch ziemlich gleichen. also sehe ich keine widersprüche. erklär mir doch bitte mal wo diese sich befinden sollen. reime sind für mich nur das mittel gewesen, dem ganzen einen anstrich von form zu geben, wobei eben jene ohne belang ist. allerdings lege ich mehr wert auf die inhaltliche interpretation.

ich habe meinen gedanken eine form eines gedichts gegeben, um eben die form zu vernachlässigen. umgekehrte psychologie ist hierzu das schlagwort. einfache gemüter sollen sich daran ergötzen können und der denker soll sich an die ideen, die darin versteckt sind, heranwagen. ?-(
Leben ist das, was passiert, während man darauf wartet, dass seine Pläne reifen.


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