Die Begegnung zweier Menschen

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vanessa
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Die Begegnung zweier Menschen

Beitragvon vanessa » 12.04.2008, 12:52

Verlassen zwischen vier Wänden, sitze ich hier und du dort.
Jedoch die Sonne scheint herein und zieht mich fort von diesem Ort.
Ein kühler Wind zieht mich zu dir,
Zusammen sind wir eins!

Die Zeit, sie trängt uns auseinander...

Verlassen zwischen vier Wänden, sitze ich hier und du dort.
Jedoch die Sonne scheint in mir, im Herzen weiter fort, fort...
We live to die!

[) i r k
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Re: Die Begegnung zweier Menschen

Beitragvon [) i r k » 18.04.2008, 00:40

Hallo Vanessa,

also, was ich ganz cool an deinem Gedicht finde, ist, dass du die erste Zeile...
Verlassen zwischen vier Wänden, sitze ich hier und du dort.

... am Ende wiederholst und jeweils einen unterschiedlichen Reim folgen lässt. Einmal "Ort" und einmal "fort". Das hat was! :-)
Ein kühler Wind zieht mich zu dir,

Ähm, hast du schon mal einen Wind gesehen, der zieht? Mhh, das scheint mir ein seltsames Lüftchen zu sein... dann eher ein Sog, ein Unterdruck oder sowas? "Wolken ziehen" mit dem Wind... aber Wind weht und treibt doch eher, oder? Das mit dem Ziehen funktioniert nur beim Segeln und Fliegen...

Ah, egal, ist vielleicht ein bisschen Erbsenzählerisch von mir!
Die Zeit, sie trängt uns auseinander...

Interessante Zeile! Schade, dass das nicht weiter erklärt oder beschrieben wird.

Kleiner Tipper: trängt => drängt

Ich weiß, ich weiß, wir sollen das mit der Rächtschraibung nicht so genau nehmen bei dir. Ich mach das nur, um dich zu ärgern. :-p
Jedoch die Sonne scheint in mir, im Herzen weiter fort, fort...

Warum schreibst du hier 2mal "fort"?

Mit dem Anfang des Gedichtes habe ich folgendes Problem:
Verlassen zwischen vier Wänden, sitze ich hier und du dort.

Dieses "sitze ich hier und du dort" habe ich anfangs so gelesen, als würden beide da gemeinsam sitzen. Also: "sitze ich hier" in einer Ecke "und du dort" in der anderen Ecke "zwischen vier Wänden". Ich glaube, du musst das Komma anders setzen:
Verlassen zwischen vier Wänden sitze ich hier, und du dort.

Ich weiß, du findest das bestimmt kleinlich, aber dieses kleine Komma macht einen großen Unterschied. Nächste Zeile:
Jedoch die Sonne scheint herein und zieht mich fort von diesem Ort.

Dass du hier bereits den Reim benutzt, der dein Gedicht nachher abschließt ("fort"), ist keine gute Idee. Reime sind einzigartige, vergängliche Geschöpfe - sie glimmen auf, leuchten kurz, verglühen nach kurzer Zeit und sind dann für immer verschwunden (innerhalb eines Gedichtes!). Daher muss man sie ganz vorsichtig und genau an der richtigen Stelle einsetzen. Die absichtliche Wiederholung ("dort" - "dort") ist klasse, diese eher zufällig wirkende Wiederholung ist weniger gut.
Jedoch die Sonne scheint herein und zieht mich fort ...
Ein kühler Wind zieht mich ...

Dieses doppelt-gemoppelte "zieht mich" - ist dir das aufgefallen? Ist das Absicht? Die warme Sonne... der kühle Wind... und beide ziehen dich... sind das die Sonnen- und Schattenseiten deines Liebsten?

Liebe Grüße,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)

[) i r k
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Re: Die Begegnung zweier Menschen

Beitragvon [) i r k » 18.04.2008, 00:41

Oh, das war zuviel...

... Andres, kannst du mal bitte? :-D
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andres
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Re: Die Begegnung zweier Menschen

Beitragvon andres » 18.04.2008, 12:41

...das artet ja schon fast in Arbeit aus... :-D

:run:
werden.

[) i r k
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Re: Die Begegnung zweier Menschen

Beitragvon [) i r k » 18.04.2008, 18:06

Sehr prägnant. Danke.
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Re: Die Begegnung zweier Menschen

Beitragvon vanessa » 29.07.2008, 18:30

Ja also, zuerst wusste ich gar nicht ob ich diese Gedicht hier überhaupt veröffentlichen sollte.Habs einfach mal son in den PC gedöggelt. WOllte es zum Abschied an meinen Ex- Liebhaber schicken *Kamen für einen Moment zusammen und dann trennten sich unsere Wege wieder. Nur fühlte ich mich am Ende anders*

"Kleiner Tipper: trängt => drängt"

Tzzz ;-) Hab mich bloss vertippt =p (hihi)

Ja und klar kann ein Wind ziehen (auf jedenfall bei mir *snif* :-)) hmmm, da dachte ich vermutlich an "Mach das Fenster zu, es ZIEHT". Aber eigentlich geht es schon. Man könnte doch sagen "Ein kühler Wind zieht die Wolken zu dir". Hier wers dann einfach "Ein kühler Wind zieht mich zu dir." Ich bin zwar etwas schwer um weggezogen zu werden, doch es gibt ja auch stärkere Winde (es ist alles möglich) =) Man müsste es zwar dann etwas anders Formulieren... oder? Ach egal, es geht schon =D
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