Ein Gedicht wie eine Scheibe Brot

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DerBaum
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Ein Gedicht wie eine Scheibe Brot

Beitragvon DerBaum » 05.09.2008, 21:25

(für M.B)





schreib doch mal

ein lustiges gedicht

schreibt mir

die frau

mit den traurigsten

augen

der welt

und die welt ist

groß

und über die

landschaft

kann man lachen

selbst

knetmännchen

legen sich

ein lachen an

wenn sie

über die landschaft

sagen

es ist schön

durstig zu

bleiben und es zu sagen

dass man manchmal ein recht darauf hat

mehr zu bekommen als man eigentlich will
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter

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Re: Ein Gedicht wie eine Scheibe Brot

Beitragvon [) i r k » 07.09.2008, 16:11

hallo herr h.

das ende des gedichtes ist schön. aber alles davor kommt mir etwas "leer" vor. wie ein raum, in dem nur ein stuhl steht.

vielleicht ist daher der text auch ein bisschen "langgezogen" - durch die zusätzlichen zeilen und die mir nicht ganz zweckmäßig erscheindende vers-aufteilung:
schreib doch mal

ein lustiges gedicht

schreibt mir

die frau

mit den traurigsten

augen

der welt

und die welt ist

groß

wenn man das mit allen pausen (für jede zeile) liest, entsteht ein merkwürdiger eindruck, weil keine akzentuierung übrig bleibt. am ende wäre das ein satz mit neun hervorhebungen, die sich selbst wieder aufheben.

es wirkt ein bisschen wahllos. wenn ich das so lese, habe ich die stimme eines computers im kopf (hauptbahnhof hannover), der nicht in der lage ist, in einem satz den entscheidenden satzteil zu betonen, weil er zu dieser entscheidung (noch nicht) in der lage ist. in diesem satz (und in dem gedicht) sind neun teile gleich wichtig. das funktioniert meines erachtens nicht.

ist nur so ein eindruck. ;-)
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)

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Re: Ein Gedicht wie eine Scheibe Brot

Beitragvon [) i r k » 07.09.2008, 16:12

ach so, den titel mag ich übrigens auch.
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Re: Ein Gedicht wie eine Scheibe Brot

Beitragvon DerBaum » 07.09.2008, 17:25

ein schlimmer eindruck...

das ist der Bahnhof
Hannover..

so was unrealistisches...

aber ich sag Dir was,
das Dumme
ich mag das Gedicht, weil
ich die Frau kenne für die
es ist und die ist
glaub ich so oder war es
und das ausgerechnet sie mir schreibt
dass ich mal ein lustiges gedicht schreiben soll, also es gibt dinge die
hält man schon nicht mehr für möglich
oder etwas anderes und hat gar nix mit dem gedicht zu tun, wobei ich wie bei all meinen gedichten sagen würde
das ist ein gedicht..

ach je, jetzt weiß ich das andere nicht mehr
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Re: Ein Gedicht wie eine Scheibe Brot

Beitragvon [) i r k » 07.09.2008, 20:45

das ist ein gedicht, keine frage. und ich finde es gar nicht dumm, dass du es magst. um ehrlich zu sein, ich mag auch (fast) alle meine gedichte. sonst wären es vermutlich auch nicht meine, wenn ich sie nicht mögen würde. :-)

das mit dem hauptbahnhof hannover ist wirklich schlimm. war nur so ein eindruck, so eine assoziation. ich wollte dein gedicht gar nicht schlecht machen, ist mir einfach so in den kopf gekommen... und vielleicht passt das gedicht und sein stil ja genau zu dem anlass und zu dieser frau. aber halt nicht ganz zu mir. das ist aber nicht schlimm.
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