hart am wind

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Perry
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hart am wind

Beitragvon Perry » 25.09.2009, 15:52

ich stand an der reling,
der blick gezogen von den wellen
in die tiefen meiner selbst.
über mir knatternde segel,
knarzende taue, die mich banden,
als du riefst mit hellem sang.
es war ein feines locken,
das dir die zeit entrang.
so lauschte ich den delphinen,
die mir den weg wiesen,
zur insel der glückseligkeit.

Poeta
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Re: hart am wind

Beitragvon Poeta » 26.09.2009, 11:04

Interessant, wie das Außen mit dem Innen korrespondiert.
Wer "du" ist, entschleiert sich mir allerdings nicht.

Liebe Grüße
Helmut

Perry
Melpomene
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Re: hart am wind

Beitragvon Perry » 27.09.2009, 14:15

Hallo Helmut,
es ist die Liebste, hier in Gestalt einer Sirene, die das LI wie damals Odysseus auf seiner Irrfahrt zur Insel der Glückseeligkeit lockte.
Danke für dein Interesse und LG
Perry

Greta
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Re: hart am wind

Beitragvon Greta » 30.09.2009, 13:27

Hallo Perry,

ja an die Sirenen habe ich auch gedacht. Weißt du, was ich schwierig finde? Diese Sachen mit den Reimen, es geht ja völlig ohne los und dann kommen sie, und sie kommen recht unregelmäßig, oder aber ich kann die besondere Art der Regelmäßigkeit nicht erkennen, und von den Delphinen zum gewiesenen Weg holpert es auch rythmisch... Hm, und überhaupt es fängt ja recht bildhaft an, was ich mag, aber dann so überdeutlich "die Tiefen meines Selbst" nee, das gefällt mir nicht. Da würde ich lieber selbst drauf kommen, als es so platt gesagt zu bekommen.
Vielleicht kannst Du ja was anfangen, mit diesem Leseeindruck

Perry
Melpomene
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Re: hart am wind

Beitragvon Perry » 30.09.2009, 15:52

Hallo Greta,
gleich vorausgeschickt, ich bin kein Reimspezialist und Metrik ist für mich ein Wort aus fernen Zeiten.
Sieh meinen eingestreuten Reim deshalb nicht als Versuch ernsthaft zu Reimen, sondern als Spiel mit Vergangenem, wie ich das auch in der Bildwelt mit Odysseus und Aristoteles (die volle Glückseligkeit ist das höchste Ziel menschlichen Handelns). tue. Klar ist die übertragene Aussage hier nicht zu "tief" versteckt, denn dass das LI wie einst Odysseus sich auf einer Irrfahrt befindet ist leicht erkennbar. Dass es seine Liebste in den Tiefen seiner Selbst sucht, ist vielleicht ein kleiner Hinweis, dass diese nicht mehr unter den Lebenden weilt.
Danke für dein Interesse und LG
Perry

hginsomnia
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Re: hart am wind

Beitragvon hginsomnia » 30.09.2009, 16:05

Hallo Perry,

Odysseus ist klar, aber Aristoteles kannst du nun wirklich nicht für dein Gedicht bemühen, auch nicht mit einem Zitat.

Insgesamt finde ich dieses Gedicht unstimmig, zum Teil aus den von Greta genannten Gründen, zum Teil, weil es eine kruse Mixtur aus Bildhaftigkeit und scheinbar tiefen, aber auch scheinbar uninspirierten Aussagen bildet (siehe z.B. 'tiefen meiner selbst' und 'insel der glückseligkeit').

lg
hginsomnia

Perry
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Re: hart am wind

Beitragvon Perry » 30.09.2009, 19:36

Hallo hginsomnia,
ja so hat eben jeder seine Meinung und Sicht.
Danke und LG
Perry


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