nahrungsgitter

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
hginsomnia
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nahrungsgitter

Beitragvon hginsomnia » 28.01.2010, 19:25

(musste ich jetzt mal eben machen, 'tschuldigung :-)) ).

nahrungsgitter

brustgenährte schiebe
eintagsklebes hiebe
aufgefleischter gründung
uhrbald in ermündung

(abgesang am gitter
[eingefleischte reiten
dich in aushilfszeiten]
zur vertopfung dritter)

riemsche
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Re: nahrungsgitter

Beitragvon riemsche » 28.01.2010, 23:19

bei der ersten strophe kommen mir schüttbilder in ochsenblut, ist wie repost bis zum urschrei.
die in klammer isn hammer :-) beides hilft dir wahrscheinlich nicht weiter
mir auch nicht, noch ein paar mal lesen könnte helfen, der aberwitz ist ja möglicherweise schon die pointe
ich gehe aber in sachen benotung wie damals in der schule von einer vier aus, und freu mich, wenns ne bessere ist (:->))
lGr

hginsomnia
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Re: nahrungsgitter

Beitragvon hginsomnia » 30.01.2010, 18:57

Hallo riemsche,

nur 'ne 4, aber ich hab' mich doch mündlich immer beteiligt, und dem neben mir haben Sie doch auch 'ne 3 gegeben :-D .

Ne, klar, ich kann dich verstehen (deswegen auch die Entschuldigung a priori). Bei mir würde der Text noch schlechter abschneiden. Die Bilder gefallen mir, aber stilistisch geht das mal gar nicht:
Diese einfachsten Reime,
diese schnöde Runterspulen des dreihebigen Trochäus.

Hier muss einiges verändert werden. Vielleicht hast du (oder jemand anderes) ja Bock auf ein Gemeinschaftsprojekt. Fände ich ganz spannend!

Jedenfalls,

lg
hginsomnia

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Re: nahrungsgitter

Beitragvon riemsche » 30.01.2010, 23:47

hginsomnia hat geschrieben:Diese einfachsten Reime,
diese schnöde Runterspulen des dreihebigen Trochäus.

:-D
no panic. die benotung vier galt mir. und whow, du weißt sogar, wie die dinodinger heißen (:->)) ich hätt wohl die wikinger fragen müssen. wegen dem projekt - kann man dabei den speiseplan rauf und runter bis zum grillkrebs ausreizen? bzw was stellst du dir in form und sprache im speziellen vor? last b.n. least wegen dem spassfaktor - hat vielleicht außer uns sonst noch wer bock drauf?
lGr

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Re: nahrungsgitter

Beitragvon hginsomnia » 01.02.2010, 18:19

Hi,


riemsche hat geschrieben:no panic. die benotung vier galt mir. und whow, du weißt sogar, wie die dinodinger heißen (:->)) ich hätt wohl die wikinger fragen müssen.


Okay, so ganz habe ich dich nicht verstanden. :-)


Für das Projekt:

riemsche hat geschrieben:kann man dabei den speiseplan rauf und runter bis zum grillkrebs ausreizen?


Davon würde ich erstmal abraten, da sonst zu viele neue Bilder auftauchen, ohne dass die originären schon bearbeitet wurden. Wer einmal Schillers 'Götter Griechenlands' mit Hölderlins verglichen hat, weiß, was ich meine, wenn ich von Karnevalsumzug spreche (also nur der, der Schillers verreißt - ach schön, so überheblich zu sein :-)) ).

Du müsstest erstmal in dich gehen, überlegen, was dir die Bilder sagen, dann, was du anders ausdrücken würdest.
Stilistisch könntest du auch zunächst damit beginnen, den Text, so wie er da steht (allenfalls mit geringen Veränderungen), umzubauen.

Ich möchte dir aber nicht vorgreifen. Das sind nur meine Überlegungen.
Wenn du etwas hast, was du unbedingt bringen willst: Ich warte auf Vorschläge!

lg
hginsomnia

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Re: nahrungsgitter

Beitragvon [) i r k » 01.02.2010, 21:04

Hallo hg.
hginsomnia hat geschrieben:aber stilistisch geht das mal gar nicht:
Diese einfachsten Reime,

Doch, das wirkt lustig und sollte damit seinen Zweck erfüllt haben und...
hginsomnia hat geschrieben:diese schnöde Runterspulen des dreihebigen Trochäus.

... da stellst du, meines Erachtens, dein Licht ganz gehörig unter den Scheffel. Denn 90 Prozent des dichterischen Nachwuchses im Netz würden Trochäus wahrscheinlich für eine Atemwegserkrankung halten, geschweige denn einen solchen in ihren sog. lyrischen Werken bewerkstelligen. Tut mir leid, vielleicht bin ich altmodisch, aber so jungfräuliche Trochäen erfüllen mein Dichtersherz einfach mit Freude.

Auf das Thema wäre ich ohne Schubs in die entsprechende Richtung mal wieder nicht gekommen. Sehr verschlüsselt, aber mit der Lösung in der Hand, rückwirkend, doch auch sehr... wie soll ich sagen... charmant-sarkastisch, pennäler-plastisch?

MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)

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Re: nahrungsgitter

Beitragvon hginsomnia » 03.02.2010, 02:57

Danke dir , [) i r k,

natürlich für die netten Worte.

[) i r k hat geschrieben:Auf das Thema wäre ich ohne Schubs in die entsprechende Richtung mal wieder nicht gekommen. Sehr verschlüsselt, aber mit der Lösung in der Hand, rückwirkend, doch auch sehr... wie soll ich sagen... charmant-sarkastisch, pennäler-plastisch?


Aber welches Thema denn bzw. welcher Schubs?
Das soll keine Replik werden. Ich meine halt, dass durch diese Gitter ja lediglich Mittellungsreste fallen, thematische Anspielungen, stilistisch vorzugsweise duch Amalgamierung hergestellt, die einen Assoziationsspielraum lassen.
Es würde ... nein, es stört mich nie, wenn jemand sich seine eigenen Bilder dazu erfindet, okay, solange sie jetzt nicht völlig am Text vorbeigehen.
Wenn ich ein Thema klar definieren wollte, könnte ich das ja machen. So muss ich ja damit leben, fordere ich es ja heraus, dass der Leser seinen Assoziationen freien Lauf lässt.
Die verwendeten Bilder würde ich als Mixtur, ja, und es ist natürlich mit Problemen behaftet, wenn ich als Autor das jetzt so hinstelle, also als Mixtur aus dem thematischen Bereichen Evolution, Sexualität (wobei das ja ohnehin naturgegeben zusammenhängt), Gastronomie, Zoologie und so etwas wie Illusionen von Freiheit verstehen.
Daher z.B. das Nahrungsgitter: Man frisst, was einem vorgeworfen wird. Der Mensch als Vieh. Schauen, was durch die Stäbe passt u.m.

Wie gesagt, das ist keine Replik. Ich wollte nur mal meine allgemeine Sicht hierauf beleuchten.

lg
hginsomnia


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