Die Schrebe des Spiegels
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Princess_Clary
- Erinye
- Beiträge: 24
- Registriert: 05.04.2010, 19:00
Die Schrebe des Spiegels
Die Scherbe des Spiegels:
Glänzend liegt sie auf dem Boden,
ich sehe ein Gesicht
-mein Eigenes.
Beginne mich zu frage Bin das wirklich ich, so Fremd.
Die Kanten so scharf
und doch die Oberfläche rein.
Als ob nichts Geschah,
liegend, sie ist einfach nur da.
Ich umschließe sie mit meinen Finger.
Sehe es vor meinem Auge
und beginne mich zu erinnern.
Eine Träne tropft hernieder
ich blick in die immer verschwommernere Welt.
Re: Die Schrebe des Spiegels
weil ichs so meine, und nicht fürs bauchpinseln anderwärts (:->))
die grübler sind samt und sonders mögliche verdichtungen ( ), für den wortverliebten erklärbär manchmal schmerzhaft, für den leser der schnaufer mehr, den´s mE braucht .... und puzzeln wörterRücken // weils dann anders tönt. lust bekommen, wegen dem lästigen riemsche selber noch abiz dran zu schrauben ?
Die Scherbe des Spiegels: // sehr förmlich oder? ne spielerei wäre zB pebrechS (spiegelverkehrt - ein titel darf auch verwirren) und wenn nicht, ne kleine korrektur im threadübertitel, /Schrebe/ steht da etwas verquer.
Glänzend liegt sie auf dem Boden,
ich sehe ein Gesicht
-mein Eigenes. // fremd - mein eigenes?
(Beginne mich zu frage Bin das wirklich ich, so Fremd.)
Die Kanten so scharf // Scharfe Kanten
und doch die Oberfläche rein // glatte saubere Oberfläche
Als ob nichts Geschah, // als ob nichts geschehen wäre
(liegend, sie ist einfach nur da.)
Ich umschließe sie mit meinen Finger. // Ich hebe sie vorsichtig auf
Sehe es vor meinem Auge // halt sie mir vor´s Auge
und beginne mich zu erinnern. // erinnere mich, weine
(Eine Träne tropft hernieder)
(ich blick in die immer) // mich in eine verschwommernere Welt.
-------
lGr
die grübler sind samt und sonders mögliche verdichtungen ( ), für den wortverliebten erklärbär manchmal schmerzhaft, für den leser der schnaufer mehr, den´s mE braucht .... und puzzeln wörterRücken // weils dann anders tönt. lust bekommen, wegen dem lästigen riemsche selber noch abiz dran zu schrauben ?
Die Scherbe des Spiegels: // sehr förmlich oder? ne spielerei wäre zB pebrechS (spiegelverkehrt - ein titel darf auch verwirren) und wenn nicht, ne kleine korrektur im threadübertitel, /Schrebe/ steht da etwas verquer.
Glänzend liegt sie auf dem Boden,
ich sehe ein Gesicht
-mein Eigenes. // fremd - mein eigenes?
(Beginne mich zu frage Bin das wirklich ich, so Fremd.)
Die Kanten so scharf // Scharfe Kanten
und doch die Oberfläche rein // glatte saubere Oberfläche
Als ob nichts Geschah, // als ob nichts geschehen wäre
(liegend, sie ist einfach nur da.)
Ich umschließe sie mit meinen Finger. // Ich hebe sie vorsichtig auf
Sehe es vor meinem Auge // halt sie mir vor´s Auge
und beginne mich zu erinnern. // erinnere mich, weine
(Eine Träne tropft hernieder)
(ich blick in die immer) // mich in eine verschwommernere Welt.
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lGr
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hginsomnia
- Klio
- Beiträge: 590
- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: Die Schrebe des Spiegels
Hallo Clary,
erster Kommentar von mir, also erstmal ein Hallo
.
Auch ich gebe mal so ein wenig meinen Senf dazu.
Zunächst allgemein:
In meiner Wahrnehmung besteht Lyrik zu fast gleichen Teilen aus dem geschriebenen Text und dem Text, der nicht geschrieben steht, der sich als Variante, als Assoziation, über Weltwissen oder wie auch immer sonst anbietet.
Gleichermaßen ist jeder Text für einen Rezipienten wie mich eingebettet in einen Gesamttext bzw. Korpus fast unendlicher Texte, die veröffentlicht sind. Insofern sollte (ich würde sogar sagen: muss) ein Text immer im Auge behalten, was er wie sagt, welche Neuerungen, welche Ideen er originär aus sich schöpft, aber auch welche Anleihen er benutzt, wo er sie variiert u.s.w.
Na ja, ähhm, puuh, soweit erstmal
Also dieses Im Rücken nun ein paar Anmerkungen zum Text:
Das lässt sich meines Erachtens sprachlich eleganter lösen, z.B. (nur ein paar Anregungen, ohne den Titel groß zu verändern)
Spiegelscherbe (es braucht den Artikel hier nicht)
Die Scherbe (gefällt mir nicht so, aber würde das Objekt akzentuieren)
Die spiegelnde Scherbe (Verknüpfung von Innen- und Außensicht, die hier ja Zentrum ist)
Das ist zu allgemein gehalten, so jedenfalls meine Meinung. Ich würde dir empfehlen, die Fremdheit des lyr.-Ichs vor sich selbst über ein Motiv zu verdeutlichen, aber nicht so offensichtlich zu beschreiben, also z.B.
Glänzend liegt sie
auf dem Boden die Entfernung
meines Gesichts
(noch nicht fertig, nur ein Vorschlag, ein richtungsanweisendes Token)
Warum steht hier 'doch'? Die reine Oberfläche steht nicht im Widerspruch zu den scharfen Kanten. 'Als ob nichts geschah' ist zu pathetisch aufgeladen, zumal jedenfalls kontextuell auch nicht wirklich etwas geschehen ist (ich Verstehe allerdings die Andeutung, nur damit da keine Missverständnisse entstehen).
'Sie ist einfach nur da' wirkt unfreiwillig komisch. Wo auch sonst? Hier wieder die Frage: Kann man das nicht auch anders ausdrücken?
z.B
Kanten scharf Ober
fläche rein wenn
nichts geschieht liegend
(noch mal: bitte nicht übernehmen. das sind alles nur Überlegungen, die ihrerseits weit von einem lyrischen Text enfernt sind, so meine Meinung).
'umschließen' passt nicht oder Finger halt. Ist nicht möglich!
'hernieder' wieder zu umständlich / pathetisch
Für das 'es' der zweiten Zeile gibt es nur die Assoziation (das Ende der Beziehung z.B.). Find' ich okay, weil man es so schnell überlesen kann. Gut versteckt!
Splitter
am Finger sehe es und beginne
zu ertränen im blick
auf die verschwommene Welt
(auch nicht fertig, ich betone es immer wieder
).
Soweit,
lg
hginsomnia
erster Kommentar von mir, also erstmal ein Hallo
.Auch ich gebe mal so ein wenig meinen Senf dazu.
Zunächst allgemein:
In meiner Wahrnehmung besteht Lyrik zu fast gleichen Teilen aus dem geschriebenen Text und dem Text, der nicht geschrieben steht, der sich als Variante, als Assoziation, über Weltwissen oder wie auch immer sonst anbietet.
Gleichermaßen ist jeder Text für einen Rezipienten wie mich eingebettet in einen Gesamttext bzw. Korpus fast unendlicher Texte, die veröffentlicht sind. Insofern sollte (ich würde sogar sagen: muss) ein Text immer im Auge behalten, was er wie sagt, welche Neuerungen, welche Ideen er originär aus sich schöpft, aber auch welche Anleihen er benutzt, wo er sie variiert u.s.w.
Na ja, ähhm, puuh, soweit erstmal
Also dieses Im Rücken nun ein paar Anmerkungen zum Text:
Princess_Clary hat geschrieben:Die Scherbe des Spiegels:
Das lässt sich meines Erachtens sprachlich eleganter lösen, z.B. (nur ein paar Anregungen, ohne den Titel groß zu verändern)
Spiegelscherbe (es braucht den Artikel hier nicht)
Die Scherbe (gefällt mir nicht so, aber würde das Objekt akzentuieren)
Die spiegelnde Scherbe (Verknüpfung von Innen- und Außensicht, die hier ja Zentrum ist)
Princess_Clary hat geschrieben:Glänzend liegt sie auf dem Boden,
ich sehe ein Gesicht
-mein Eigenes.
Beginne mich zu frage Bin das wirklich ich, so Fremd.
Das ist zu allgemein gehalten, so jedenfalls meine Meinung. Ich würde dir empfehlen, die Fremdheit des lyr.-Ichs vor sich selbst über ein Motiv zu verdeutlichen, aber nicht so offensichtlich zu beschreiben, also z.B.
Glänzend liegt sie
auf dem Boden die Entfernung
meines Gesichts
(noch nicht fertig, nur ein Vorschlag, ein richtungsanweisendes Token)
Princess_Clary hat geschrieben:Die Kanten so scharf
und doch die Oberfläche rein.
Als ob nichts Geschah,
liegend, sie ist einfach nur da.
Warum steht hier 'doch'? Die reine Oberfläche steht nicht im Widerspruch zu den scharfen Kanten. 'Als ob nichts geschah' ist zu pathetisch aufgeladen, zumal jedenfalls kontextuell auch nicht wirklich etwas geschehen ist (ich Verstehe allerdings die Andeutung, nur damit da keine Missverständnisse entstehen).
'Sie ist einfach nur da' wirkt unfreiwillig komisch. Wo auch sonst? Hier wieder die Frage: Kann man das nicht auch anders ausdrücken?
z.B
Kanten scharf Ober
fläche rein wenn
nichts geschieht liegend
(noch mal: bitte nicht übernehmen. das sind alles nur Überlegungen, die ihrerseits weit von einem lyrischen Text enfernt sind, so meine Meinung).
Princess_Clary hat geschrieben:Ich umschließe sie mit meinen Finger.
Sehe es vor meinem Auge
und beginne mich zu erinnern.
Eine Träne tropft hernieder
ich blick in die immer verschwommernere Welt.
'umschließen' passt nicht oder Finger halt. Ist nicht möglich!
'hernieder' wieder zu umständlich / pathetisch
Für das 'es' der zweiten Zeile gibt es nur die Assoziation (das Ende der Beziehung z.B.). Find' ich okay, weil man es so schnell überlesen kann. Gut versteckt!
Splitter
am Finger sehe es und beginne
zu ertränen im blick
auf die verschwommene Welt
(auch nicht fertig, ich betone es immer wieder
).Soweit,
lg
hginsomnia
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