manchmal schiebt die nacht den mond vors fenster.
dann fliege ich übers meer,
lande auf einer insel, die zu verkaufen ist.
doch was will ich allein mit einem eiland,
auf dem es nur schafe und ein leeres pub gibt?
ich nehme einen stein mit zurück,
der in der morgensonne magisch funkelt.
gebe ihn dir, wenn ich um deine hand anhalte.
morgengabe
-
hginsomnia
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- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: morgengabe
Hallo Perry,
ich starte mal einen neuen Versuch.
Daher fange ich auch so an:
Jeder darf seinen Text in die Wellen werfen oder in den Diskurs, darf ihn zu den Höhen des Elfenbeinturms tragen oder zur Asche der Kadenz, darf ihn verbrennen oder sich an ihm, darf die Welt auf ihn einschwören oder ihn auf die Welt.
Ich möchte also mit diesem, ja, etwas schwülstigen Eingang auf unterschiedliche Erwartungshaltungen referieren.
Meine Erwartungshaltung, der ich zugegeben selbst schwer nachzukommen im Stande bin, wird in diesem Text nicht erfüllt.
So stellt sich mir znächst die Frage, was das hier soll:
Warum tritt das LI hier aus dem Traumbild heraus und wendet sich an einen Rezipienten?
Die Möglichkeiten stilistischer Einbettung dieses Bildes innerer Leere sind vertan. Vielmehr nähert es sich stark einer plakativen Deutung, die als (unreine) rhetorische Frage daherkommt.
Grundsätzlich fehlt mir hier stilistische Deckung. Vielleicht verdeutliche ich das mal so:
manchmal schüttet sich whisky in mein glas:
dann fliege ich übers meer,
lande auf einer insel ...
Dieser etwas unbeholfene Einstieg sollte nur verdeutlichen, dass mir die hier gewählten Satzbausteine zu holprig vorkommen, zu gestelzt vielleicht.
Das ist halt meine Erwartungshaltung.
Wenn du eine andere hast, mag das so sein.
lg
hginsomnia
ich starte mal einen neuen Versuch.
Daher fange ich auch so an:
Jeder darf seinen Text in die Wellen werfen oder in den Diskurs, darf ihn zu den Höhen des Elfenbeinturms tragen oder zur Asche der Kadenz, darf ihn verbrennen oder sich an ihm, darf die Welt auf ihn einschwören oder ihn auf die Welt.
Ich möchte also mit diesem, ja, etwas schwülstigen Eingang auf unterschiedliche Erwartungshaltungen referieren.
Meine Erwartungshaltung, der ich zugegeben selbst schwer nachzukommen im Stande bin, wird in diesem Text nicht erfüllt.
So stellt sich mir znächst die Frage, was das hier soll:
Perry hat geschrieben:doch was will ich allein mit einem eiland,
auf dem es nur schafe und ein leeres pub gibt?
Warum tritt das LI hier aus dem Traumbild heraus und wendet sich an einen Rezipienten?
Die Möglichkeiten stilistischer Einbettung dieses Bildes innerer Leere sind vertan. Vielmehr nähert es sich stark einer plakativen Deutung, die als (unreine) rhetorische Frage daherkommt.
Grundsätzlich fehlt mir hier stilistische Deckung. Vielleicht verdeutliche ich das mal so:
manchmal schüttet sich whisky in mein glas:
dann fliege ich übers meer,
lande auf einer insel ...
Dieser etwas unbeholfene Einstieg sollte nur verdeutlichen, dass mir die hier gewählten Satzbausteine zu holprig vorkommen, zu gestelzt vielleicht.
Das ist halt meine Erwartungshaltung.
Wenn du eine andere hast, mag das so sein.
lg
hginsomnia
Re: morgengabe
Hallo hginsomnia,
danke für deine offene und kritische Meinung.
Nun mit Erwartungen ist es wie mit Vorlieben, der eine mag Frösche in Knoblauchsoße der andere Eisbein auf Sauerkraut.
ich schreibe nicht um deine Erwartungen zu erfüllen, sondern um mein Fühlen auszudrücken und das schert sich nicht um stilistische Deckung oder was auch immer. Ich lege in meine Bilder eine übertragene Bedeutung, sprich Aussage und wenn der Leser diese erspüren kann, öffnen sich für ihn ganz eigene Gefühle.
Natürlich bin ich auch daran interessiert mich stilistisch zu verbessern.
Für mich tritt das LI allerdings nicht aus der Traumsequenz, sondern spricht in dieser mit sich selbst.
Wenn du dich mit "holprig" auf metrische Unreinheiten bzw. "gestelzt" auf die Ausdrucksart beziehst, dann kann ich nur sagen, das ist eben mein Stil.
LG
Perry
PS: Ich rede weniger über Lyrik, sondern schreibe lieber welche.
danke für deine offene und kritische Meinung.
Nun mit Erwartungen ist es wie mit Vorlieben, der eine mag Frösche in Knoblauchsoße der andere Eisbein auf Sauerkraut.
ich schreibe nicht um deine Erwartungen zu erfüllen, sondern um mein Fühlen auszudrücken und das schert sich nicht um stilistische Deckung oder was auch immer. Ich lege in meine Bilder eine übertragene Bedeutung, sprich Aussage und wenn der Leser diese erspüren kann, öffnen sich für ihn ganz eigene Gefühle.
Natürlich bin ich auch daran interessiert mich stilistisch zu verbessern.
Für mich tritt das LI allerdings nicht aus der Traumsequenz, sondern spricht in dieser mit sich selbst.
Wenn du dich mit "holprig" auf metrische Unreinheiten bzw. "gestelzt" auf die Ausdrucksart beziehst, dann kann ich nur sagen, das ist eben mein Stil.
LG
Perry
PS: Ich rede weniger über Lyrik, sondern schreibe lieber welche.
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hginsomnia
- Klio
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- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: morgengabe
Hi Perry,
noch kurz dazu:
Das ist auch gut und richtig so. Nichts anderes habe ich erwartet
.
Und:
Das kann man so sehen, allerdings ist das meiner Meinung nach dann sprachlich nicht geschickt.
Ich will dir hier nichts vorpredigen.
Ich glaube, dass du, wenn du da nochmal drauf schaust, erkennen kannst, warum jemand sagt, dass dieses Selbstgespräch innerhalb einer Traumsequenz so ziemlich unglaubwürdig ist.
(Wenn nicht und wenn du das genauer wissen willst, dann frag' einfach nochmal nach
.)
lg
hginsomnia
P.S.
Wie soll ich dein P.S. werten?
noch kurz dazu:
Perry hat geschrieben:ich schreibe nicht um deine Erwartungen zu erfüllen
Das ist auch gut und richtig so. Nichts anderes habe ich erwartet
.Und:
Perry hat geschrieben:Für mich tritt das LI allerdings nicht aus der Traumsequenz, sondern spricht in dieser mit sich selbst.
Das kann man so sehen, allerdings ist das meiner Meinung nach dann sprachlich nicht geschickt.
Ich will dir hier nichts vorpredigen.
Ich glaube, dass du, wenn du da nochmal drauf schaust, erkennen kannst, warum jemand sagt, dass dieses Selbstgespräch innerhalb einer Traumsequenz so ziemlich unglaubwürdig ist.
(Wenn nicht und wenn du das genauer wissen willst, dann frag' einfach nochmal nach
.)lg
hginsomnia
P.S.
Wie soll ich dein P.S. werten?
Re: morgengabe
Hallo hginsomnia,
mein PS bezieht sich darauf, dass ich es für müßig halte über Stilfragen bzw. persönliche Befindlichkeiten zu diskutieren (stilistische Einbettung bzw. -Deckung, unbeholfener Einstieg, holprig, gestelzt, ungeschickt etc). Ich unterhalte mich entweder auf Augenhöhe oder lieber gar nicht, wenn ich eine "Lektormeinung" hören will, dann leiste ich mir eine.
mein PS bezieht sich darauf, dass ich es für müßig halte über Stilfragen bzw. persönliche Befindlichkeiten zu diskutieren (stilistische Einbettung bzw. -Deckung, unbeholfener Einstieg, holprig, gestelzt, ungeschickt etc). Ich unterhalte mich entweder auf Augenhöhe oder lieber gar nicht, wenn ich eine "Lektormeinung" hören will, dann leiste ich mir eine.

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hginsomnia
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- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: morgengabe
Perry hat geschrieben:wenn ich eine "Lektormeinung" hören will, dann leiste ich mir eine.
Wenn ich eine Lektormeinung äußere, verlange ich Geld.
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