Freier Wille
Was ewig galt schon fürs Getier,
unfrei im Willen sind auch wir.
Ungeniert so manche Arten
tönen wild in meinem Garten.
Unfreiwillig auch die Sieben,
welche auf dem Rost nun liegen.
Schuldlos, ohne freien Willen,
darf man Zirpen doch wohl grillen.
*
Freier Wille
Re: Freier Wille
Wow
,
das Gedicht war echt gut. Im ersten Moment dachte ich, dass das ein Irrtum sein muss und von irgendeinem bekannten Dichter sein muss. Ich bin wirklich positiv überrascht!Was ich besonders gut fand, war, dass man nicht direkt versteht was der Autor gemeint hat und es ein bisschen verschlüsselt geschrieben wurde. Meine größte Hochachtung.
,das Gedicht war echt gut. Im ersten Moment dachte ich, dass das ein Irrtum sein muss und von irgendeinem bekannten Dichter sein muss. Ich bin wirklich positiv überrascht!Was ich besonders gut fand, war, dass man nicht direkt versteht was der Autor gemeint hat und es ein bisschen verschlüsselt geschrieben wurde. Meine größte Hochachtung.

Re: Freier Wille
hm.... 2x prediger, erste zeile behauptung, die zweite selbstunterschätzung, dann zwei auf die extrastolpergereimte, dann die magnif.7 für grillen plus selbstverteidigung per wortumdrehung. keine ahnung, was ich davon halten soll. vielleicht noch ein paar mal wenden, bisses kross ist ):->)) ??
lGr
lGr
Re: Freier Wille
Danke Fakim.
Riemsche,
zweite Selbstunterschätzung? Hm, ich dachte, die Forschungsergebnisse der Neurobiologie hierzu hätten sich bereits herumgesprochen - pfeifen die Kleinkinder doch aus den Windeln. Zirpen grillen ist gleich spielerisch in Verbindung mit tönen, also Töne eliminieren. Unfreiwillig die Sieben ist in dem Zusammenhang selbstverständlich spassig gemeint. Letzte Zeile suggeriert Hilfeschrei nach freiem Willen, paradox natürlich. Aber die Wissenschaft hat ja den freien Willen nicht abgeschafft. Er ist halt wie das Ich eine unverzichtbare Illusion.
LG Fenek
Riemsche,
zweite Selbstunterschätzung? Hm, ich dachte, die Forschungsergebnisse der Neurobiologie hierzu hätten sich bereits herumgesprochen - pfeifen die Kleinkinder doch aus den Windeln. Zirpen grillen ist gleich spielerisch in Verbindung mit tönen, also Töne eliminieren. Unfreiwillig die Sieben ist in dem Zusammenhang selbstverständlich spassig gemeint. Letzte Zeile suggeriert Hilfeschrei nach freiem Willen, paradox natürlich. Aber die Wissenschaft hat ja den freien Willen nicht abgeschafft. Er ist halt wie das Ich eine unverzichtbare Illusion.
LG Fenek
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hginsomnia
- Klio
- Beiträge: 590
- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: Freier Wille
Hi von mir auf Nachtstreifzug,
Welche Ergebnisse, die was aussagen, gerade im Bezug auf die Freiheit bzw. Unfreiheit des Willens, die wie mit der psychologischen Dimension des Willens (z.B. Unfreiheit aus Angsterfahrungen), wie mit der philosophischen (z.B.der Wille als Empathiewert über die genetische Disposition hinaus) korrespondieren?
Dächte ich die Willensbeschreibung nur einseitig und pauschal weiter, könnte ich schnell eine sarrazineske Rhetorik aufbauen. Ich denke nicht, du gedenkst, so zu denken, oder?
lg
hginsomnia
Fenek hat geschrieben:Hm, ich dachte, die Forschungsergebnisse der Neurobiologie hierzu hätten sich bereits herumgesprochen - pfeifen die Kleinkinder doch aus den Windeln.
Welche Ergebnisse, die was aussagen, gerade im Bezug auf die Freiheit bzw. Unfreiheit des Willens, die wie mit der psychologischen Dimension des Willens (z.B. Unfreiheit aus Angsterfahrungen), wie mit der philosophischen (z.B.der Wille als Empathiewert über die genetische Disposition hinaus) korrespondieren?
Dächte ich die Willensbeschreibung nur einseitig und pauschal weiter, könnte ich schnell eine sarrazineske Rhetorik aufbauen. Ich denke nicht, du gedenkst, so zu denken, oder?
lg
hginsomnia
Re: Freier Wille
Habe eben mal „Freier Wille“ in meine Suchmaschine eingegeben. Jede Menge Artikel gibt es dazu im Stern, Spiegelonline usw. und Wikipedia; kann also jeder nachschauen. In der dritten Gedichtzeile wird auch klar, worauf es sich bezieht. Und wie gesagt, „unfreiwillig“ auch die Sieben, könnt man als Anspielung auf kontroverse Definitionsperspektiven deuten. In der Schlusszeile kann so nur ein unsicheres LyrIch durchschimmern, auch oder gerade weil es im kurzem Gesamt ein spaßiges Konstrukt sein soll. Ich denke, die meisten Leser dürften es entsprechend mit einem Schmunzeln aufnehmen und ein wenig zum Nachdenken angeregt werden.
LG Fenek
LG Fenek
Re: Freier Wille
oft wird zwischen Handeln - einer exekutive
und Willen - einer indikative
nicht ganz so gut unterschieden in der wissenschaft.
was die großen blätter angeht - die waren in ihrem handeln noch nie frei.
und Willen - einer indikative
nicht ganz so gut unterschieden in der wissenschaft.
was die großen blätter angeht - die waren in ihrem handeln noch nie frei.
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hginsomnia
- Klio
- Beiträge: 590
- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: Freier Wille
Klar Fenek,
natürlich hat das mit dem Text nur bedingt zu tun, aber du lenkst ja nun die Aufmerksamkeit auf die Forschungsergebnisse der Neurobiologie, und die sagen eben was aus?
Richtig: Gar nichts, jedenfalls nichts festes!
Das hier
http://www.stern.de/wissen/mensch/hirnforschung-freier-wille-eine-illusion-617174.html
ist zum Beispiel der Intention nach ein ziemlicher Unfug. Hier möchte der Journalist des Stern wohl gerne etwas sehen, was nicht da ist, was im Übrigen von den Wissenschaftlern auch niemals als evident postuliert wurde.
lg
hginsomnia
natürlich hat das mit dem Text nur bedingt zu tun, aber du lenkst ja nun die Aufmerksamkeit auf die Forschungsergebnisse der Neurobiologie, und die sagen eben was aus?
Richtig: Gar nichts, jedenfalls nichts festes!
Das hier
http://www.stern.de/wissen/mensch/hirnforschung-freier-wille-eine-illusion-617174.html
ist zum Beispiel der Intention nach ein ziemlicher Unfug. Hier möchte der Journalist des Stern wohl gerne etwas sehen, was nicht da ist, was im Übrigen von den Wissenschaftlern auch niemals als evident postuliert wurde.
shuya hat geschrieben:was die großen blätter angeht - die waren in ihrem handeln noch nie frei.
lg
hginsomnia
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