Die Macht der Mächtigen
zu kontrollieren
- das lässt sich nicht erreichen
durch Freundschaft mit ihnen.
Die Macht der Mächtigen
zu kontrollieren,
wie’s in der Gesellschaft
zu laufen hat,
macht leicht zu Handlangern
die vermeintlichen Freunde.
Und umso leichter siegt
der Profit.
Fraternisierung
-
Herbert Eiter
- Orpheus
- Beiträge: 267
- Registriert: 04.01.2004, 19:30
Re: Fraternisierung
Sehr geehrte/r Poeta,
ich kann Ihnen nur meinen ersten Leseeindruck weitergeben: Das Gedicht wirkt platt und stark pauschalisierend auf mich.
Fast propaganda-artig.
Doch es soll noch Politiker geben, die im Sinne des Volkes handeln, und sich nicht von Lobbyisten korrumpieren lassen.
Es soll auch Unternehmen geben, die zuerst an Ihre Kunden denken (customers first, customers orientation) - und erst dann an den Profit.
Es soll sogar Manager geben, denen nachhaltiges Wirtschaften wichtiger ist, als der nächste Bonus.
Ich mag politische Gedichte und es gibt in diesem Forum eindeutig zu wenig davon. Doch ihr Text arbeitet für mein Empfinden zu stark mit einem Schwarz-Weiß-Schema. Auch, wenn ich die Grundaussage Ihres Gedichtes teile, denke ich, dass die Welten der Politik und Wirtschaft komplexer sind, daher auch schwieriger zu kontrollieren und voneinander zu entkoppeln. Es gibt vielfältige Probleme der Regulierung und der demokratischen Mitbestimmung (Debatten, die übrigens jahrhundertealt sind), die Ihr Text einseitig ausspart.
Ich würde mir von Ihnen etwas konkretere, ausgewogenere oder mehrdeutige Bilder wünschen.
Mit solidarischen Grüßen,
H. Eiter
ich kann Ihnen nur meinen ersten Leseeindruck weitergeben: Das Gedicht wirkt platt und stark pauschalisierend auf mich.
Fast propaganda-artig.
Doch es soll noch Politiker geben, die im Sinne des Volkes handeln, und sich nicht von Lobbyisten korrumpieren lassen.
Es soll auch Unternehmen geben, die zuerst an Ihre Kunden denken (customers first, customers orientation) - und erst dann an den Profit.
Es soll sogar Manager geben, denen nachhaltiges Wirtschaften wichtiger ist, als der nächste Bonus.
Ich mag politische Gedichte und es gibt in diesem Forum eindeutig zu wenig davon. Doch ihr Text arbeitet für mein Empfinden zu stark mit einem Schwarz-Weiß-Schema. Auch, wenn ich die Grundaussage Ihres Gedichtes teile, denke ich, dass die Welten der Politik und Wirtschaft komplexer sind, daher auch schwieriger zu kontrollieren und voneinander zu entkoppeln. Es gibt vielfältige Probleme der Regulierung und der demokratischen Mitbestimmung (Debatten, die übrigens jahrhundertealt sind), die Ihr Text einseitig ausspart.
Ich würde mir von Ihnen etwas konkretere, ausgewogenere oder mehrdeutige Bilder wünschen.
Mit solidarischen Grüßen,
H. Eiter
and all the lousy little poets coming round ...
Re: Fraternisierung
es soll noch Politiker geben, die im Sinne des Volkes handeln, und sich nicht von Lobbyisten korrumpieren lassen.
Habe ich das bezweifelt?
Grüße
Poeta
-
Herbert Eiter
- Orpheus
- Beiträge: 267
- Registriert: 04.01.2004, 19:30
Re: Fraternisierung
Poeta hat geschrieben:Habe ich das bezweifelt?
Das Problem ist eher, dass Ihr Poem nicht den Anflug eines Zweifels, einer Frage oder einer zweiten Seite der Medaille erkennen lässt.
Darauf wollte ich mit meinem Kommentar hinaus. Aber, wie gesagt, das ist nur mein Leseeindruck. Was Sie daraus machen (oder nicht machen), ist Ihre Entscheidung.
Besten Gruß,
H.E.
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