eine brücke
regen, wind
tarnkappend, schwarze gestalten
nur schwer auszumachen
bei all dem regen, wind
stoszen zusammen
wäre es still, man hätte sich wundern können
dass gestalt eins vor schreck ein
gestalt zwei vor schreck aus
atmet
aber all der wind
fällt lautlos, in diesen stillen gesten meint man schon
den winter zu erkennen, wenn jedes geräusch sich im grund verliert,
ein koffer und springt auf
ergießt seinen inhalt
auf den nassen grund der brücke
und auch ein wenig in den wind
der die blätter zügig über den flusz trägt.
die beiden gestalten
überschlagen sich in gesten
unsicheres umherhuschen
in den schweren, unförmigen mänteln
holt man zu starken bewegungen aus
um sich verständlich zu machen.
man sammelt papiere, die beim aufheben schon zerfallen
weigert sich aber den verlust zu akzeptieren
der besitzer des koffers allerdings,
gibt vor der anderen person die rettung auf.
steht nur da, sieht zu.
man meint mitleid in der körperhaltung zu erkennen
und schicksal, eine fortsetzung.
im kopf, ziehen die beiden aus punkten linien,
überschlagen den preis vom kaffee
im bistro auf der anderen fluszseite.
verstandsleistung
Re: verstandsleistung
ja wenns junge hunde regnet, reicht ein knirps nicht mehr
an textarbeit in kleinen raten interessiert?
lGr
an textarbeit in kleinen raten interessiert?
lGr
Re: verstandsleistung
sehr gerne 

Re: verstandsleistung
hab zur zeit viel um die ohren
nimms als memo, dass mann´s nicht vergisst
lGr
nimms als memo, dass mann´s nicht vergisst
lGr
Re: verstandsleistung
Liebe Shuya,
hier ist Humor, Trost - bei dem Gedicht mit dem Titel müsste ich zu viele Wörter nachgucken
.
Die man-Forumulierungen hemmen den Lesefluss, finde ich, aber mir fällt nichts Besseres ein.
kastell
hier ist Humor, Trost - bei dem Gedicht mit dem Titel müsste ich zu viele Wörter nachgucken
.Die man-Forumulierungen hemmen den Lesefluss, finde ich, aber mir fällt nichts Besseres ein.
kastell
Nobody in the lane, and nothing, nothing but blackberries,/ Blackberries on either side, though on the right mainly, A blackberry alley, going down in hooks, and a sea/ Somewhere at the end of it, heaving...
Re: verstandsleistung
Kastell hat die /man/formulierungen angesprochen, trifft damit mE zugunsten lesefluss den punkt.
beispiel:
wäre es still, man hätte sich wundern können
möglichkeit:
wäre es still, verwunderung
vielleicht ein ansatz, der Dir eigene schöne schreibweise verfälschende"textaerbeit" (:->)) überflüssig macht.
folgegrübler in sachen verdichtung und umstellung:
aber (all) der wind
fällt lautlos, GLAUBE in (diesen) stillen gesten /meint man schon)
den winter zu erkennen, (wenn) jedes geräusch VERLIERT sich im grund (verliert),
ein koffer (und) springt auf
ergießt seinen inhalt
auf (den) nassen grund, (der)/die brücke
(und) EIN WENIG auch (ein wenig) in den wind
der die blätter zügig über den flusz trägt.
so, das wars für den anfang
noch weiter an meiner meinung interessiert?
lieben gruss vom riemsche
beispiel:
wäre es still, man hätte sich wundern können
möglichkeit:
wäre es still, verwunderung
vielleicht ein ansatz, der Dir eigene schöne schreibweise verfälschende"textaerbeit" (:->)) überflüssig macht.
folgegrübler in sachen verdichtung und umstellung:
aber (all) der wind
fällt lautlos, GLAUBE in (diesen) stillen gesten /meint man schon)
den winter zu erkennen, (wenn) jedes geräusch VERLIERT sich im grund (verliert),
ein koffer (und) springt auf
ergießt seinen inhalt
auf (den) nassen grund, (der)/die brücke
(und) EIN WENIG auch (ein wenig) in den wind
der die blätter zügig über den flusz trägt.
so, das wars für den anfang
noch weiter an meiner meinung interessiert?
lieben gruss vom riemsche
Re: verstandsleistung
Hallo, riemsche,
witzigerweise ist mir die erste man-Formulierung glatt als gut durchgegangen. Deshalb hat das Stocken hinten vielleicht eher mit dem Rhythmus zu tun. Durch die Schreibweise mit sz wird leise so eine Schwertkampfszene aufgebaut, und ein etwas archaisierender Ersatz für die man-Forumulierungen wäre eingängiger, ohne das Umschalten auf den heutigen Zuschauer wegzunehmen, was darin enthalten ist.
Mach es besser, ja, aber es ist schon spät. "Unsereine" ginge für die erste und die dritte, und bei der zweiten könnte man etwas schweren Herzens aufs Verallgemeinern verzichten und "Sie sammeln" schreiben.
Kastell
witzigerweise ist mir die erste man-Formulierung glatt als gut durchgegangen. Deshalb hat das Stocken hinten vielleicht eher mit dem Rhythmus zu tun. Durch die Schreibweise mit sz wird leise so eine Schwertkampfszene aufgebaut, und ein etwas archaisierender Ersatz für die man-Forumulierungen wäre eingängiger, ohne das Umschalten auf den heutigen Zuschauer wegzunehmen, was darin enthalten ist.
Mach es besser, ja, aber es ist schon spät. "Unsereine" ginge für die erste und die dritte, und bei der zweiten könnte man etwas schweren Herzens aufs Verallgemeinern verzichten und "Sie sammeln" schreiben.
KastellNobody in the lane, and nothing, nothing but blackberries,/ Blackberries on either side, though on the right mainly, A blackberry alley, going down in hooks, and a sea/ Somewhere at the end of it, heaving...
Re: verstandsleistung
um ehrlich zu sein ist die ständige wiederholung sowie das "stocken im lesefluss" durchaus absicht gewesen (was nicht heisst, dass mir deine formulierungen nicht gefallen riemsche. deine version geht mir durchaus auf & würde sogar sehr zu mir passen - ich danke dir vielmals für den input.)
ursprünglich ging es mir um eine auseinandersetzung mit der "verstandsleistung" im spezifischen des moments.
würde man das jetzt als punkt betrachten, ginge auf, dass das jetzt keinerlei zwangsläufige verbindung haben müsste mit anderen punkten.
die verstandsleistung im moment beruht immer darauf verschiedene punkte zu verknüpfen - meist punkte aus der vergangenheit und punkte aus der zukunft.
für diese leistung wiederum wendet der mensch ein sich immer wiederholendes und stoisches muster an, um projektion und "gelerntes" vermeindlich in die situation zu bringen
um sie mehr mit der eigenen vorstellung vom "ich" anzureichern.
es ist ein monotones tun, es ist auch ein abgehacktes tun, dass zwar im gefühl "flüssig", in wahrheit aber das konstruieren verschiedener korrelationen ist, die oft wiederum nicht mehr miteinander verknüpft werden (für den moment).
das ergebnis sind verschiedene körper verknüpfter punkte, die sollte man es räumlich machen wollen, nebeneinander liegen, wie die ausstellungsobjekte in einem museum.
ihr anblick kann berühren (auch das sei verstandsleistung), aber sie besitzen keinerlei eigenantrieb.
das "jetzt" wird totgeritten von der verstandsleistung.
all das wird in dem text nicht erklärt, daher geht von vornherein nicht auf, dass es darum geht.
aber war auch ein bisschen für mich gedacht, als gedankenstütze.
danke euch beiden auf jedenfall
ursprünglich ging es mir um eine auseinandersetzung mit der "verstandsleistung" im spezifischen des moments.
würde man das jetzt als punkt betrachten, ginge auf, dass das jetzt keinerlei zwangsläufige verbindung haben müsste mit anderen punkten.
die verstandsleistung im moment beruht immer darauf verschiedene punkte zu verknüpfen - meist punkte aus der vergangenheit und punkte aus der zukunft.
für diese leistung wiederum wendet der mensch ein sich immer wiederholendes und stoisches muster an, um projektion und "gelerntes" vermeindlich in die situation zu bringen
um sie mehr mit der eigenen vorstellung vom "ich" anzureichern.
es ist ein monotones tun, es ist auch ein abgehacktes tun, dass zwar im gefühl "flüssig", in wahrheit aber das konstruieren verschiedener korrelationen ist, die oft wiederum nicht mehr miteinander verknüpft werden (für den moment).
das ergebnis sind verschiedene körper verknüpfter punkte, die sollte man es räumlich machen wollen, nebeneinander liegen, wie die ausstellungsobjekte in einem museum.
ihr anblick kann berühren (auch das sei verstandsleistung), aber sie besitzen keinerlei eigenantrieb.
das "jetzt" wird totgeritten von der verstandsleistung.
all das wird in dem text nicht erklärt, daher geht von vornherein nicht auf, dass es darum geht.
aber war auch ein bisschen für mich gedacht, als gedankenstütze.
danke euch beiden auf jedenfall

Re: verstandsleistung
Hi, Shuya,
ich fand's eher amüsant und etwas anrührend, die verschiedenen Interpretationen und wie sie sich ablösen, und für mich wurde der Sinneseindruck eher hervorgehoben als bagatelliesiert - als Kontrast meintwegen.
Und wenn du den Standort der Autorin herausheben willst (man könnte sich wundern - aber ich habe hier ein anderes Ziel) ist "man" schwer zu ersetzen, das stimmt wohl. Im oberen Teil finde ich es auch weniger störend.
Das letzte "man meint" statt so etwas wie "man könnte Mitleid in der Körperhaltung erkennen" wird durch die Alliteration so sehr betont, dass ihm nach deiner Erklärung der Job zufällt, den ganzen Ansatz hervorzuheben - außer vielleicht noch dem Komma nach "im Kopf".
Bis denne
kastell
ich fand's eher amüsant und etwas anrührend, die verschiedenen Interpretationen und wie sie sich ablösen, und für mich wurde der Sinneseindruck eher hervorgehoben als bagatelliesiert - als Kontrast meintwegen.
Und wenn du den Standort der Autorin herausheben willst (man könnte sich wundern - aber ich habe hier ein anderes Ziel) ist "man" schwer zu ersetzen, das stimmt wohl. Im oberen Teil finde ich es auch weniger störend.
Das letzte "man meint" statt so etwas wie "man könnte Mitleid in der Körperhaltung erkennen" wird durch die Alliteration so sehr betont, dass ihm nach deiner Erklärung der Job zufällt, den ganzen Ansatz hervorzuheben - außer vielleicht noch dem Komma nach "im Kopf".
Bis denne
kastell
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