in mir steckt...

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
espressonist
Minotauros
Beiträge: 60
Registriert: 15.02.2010, 20:38

in mir steckt...

Beitragvon espressonist » 26.10.2010, 21:38

brauche Platz,
um mich zu finden.
will wissen wer,
Ich wirklich bin.
will mich jetzt sofort entrinden,
von außen her,
nach innen hin.

habe Angst,
mich zu verlieren,
bevor ich mich
jemals ansah.
sinke nieder in roten Schlieren,
doch weiß nicht,
wer ich einst war.

riemsche
Apollon
Beiträge: 5002
Registriert: 02.11.2006, 21:38
Wohnort: Österreichs milder Westen

Re: in mir steckt...

Beitragvon riemsche » 27.10.2010, 20:13

servus,
irgendwie hatte ich nach der ersten schönen strophe schon das oYes auf den lippen, was für ne ansage. nicht /von außen her nach innen hin/ sondern /von außen weg nach innen drin/ und dann immer noch Deins? das gelungene /entrinden/ wär mir jetzt ne eigene zeile wert, auch wenns dann die schleife und weils mehr freiraum für die (wenn überhaup) nächste strophe wär (:->))
die zweite strophe, ja die ...... ruckelt ins bemühte reimdichdoch. /jemals ansah/ ist mir in lautsprache wie vom band rückwärtslauf. umstellung der schlusszeile in /wer einst ich war/ zwecks balance oder ... ganz anders? die zeile mit den schlieren spart nicht an schwermut, erinnert mich an die AmbrosWanne in jesolo. dA würd ich jetzt zB das /hin/ statt dem /nieder/ empfinden. nicht nur aber auch wegen 3buchstaben weniger.
lGr

espressonist
Minotauros
Beiträge: 60
Registriert: 15.02.2010, 20:38

Re: in mir steckt...

Beitragvon espressonist » 30.10.2010, 09:51

hey
danke erstmal dass hier überhaupt jemand seinen senf dazu prügelt...!!!
und es ist gut, dass man merkt, dass die zweite nicht so ist wie die erste... weil die enstehung ist zeitlich und räumlich getrennt...ich empfand nur so, dass die erste noch eine zweite brraucht, weil ich wissen wollte wie es weiter geht...
und habe mich bemüht so wie die erste auch die zweite zu schreiben... nicht sooo geglückt wie ich mir das vorstellte-- aber inhaltich trotzdem das, was ich sagen wollte...
dein vorschlag für die erste find ich gut...

espressonist hat geschrieben:brauche Platz,
um mich zu finden.
will wissen wer,
Ich wirklich bin.
will mich jetzt sofort entrinden,
von außen weg,
nach innen drin.



ich muss mich noch mal dransetzen, wobei das wahrscheinlich nicht besser wird als vorheriges-- der zwang und so--

riemsche
Apollon
Beiträge: 5002
Registriert: 02.11.2006, 21:38
Wohnort: Österreichs milder Westen

Re: in mir steckt...

Beitragvon riemsche » 01.11.2010, 09:41

siehste, der senfprügel bringts (:->)) sonst erfahre ich so einiges ja nicht. der zwang im schreibverlauf ist mEn meistens eigenbau. ich würd mir das an deiner stelle entweder wie gehabt überraschend, oder gar nicht antun. sonst brauchen innendrinnenstecker doch immer gerne noch ne hübsche weile länger.


Zurück zu „Gedichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Baidu [Spider] und 9 Gäste