Creil

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shuya
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Creil

Beitragvon shuya » 05.01.2011, 06:37

I
schulkinder rasseln an stäben
rasseln
ihr gefängnisrasseln
und sie träumen dabei
und sie wachsen währenddessen


II
sperrige träume
und sonnenflecken
zwischen blättern und ästen
im wind
changiert ein bild von zeit


III
durch die verbeulten vororte heult ein buik
heult auf das zurückweichende meer zu
sieht nicht
dass es anlauf nimmt

riemsche
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Re: Creil

Beitragvon riemsche » 15.01.2011, 10:39

servus

an den stäben rasseln? rütteln - ja, aber ... rasseln? dazu brauchts anderes werkzeug. allerdings würde eine änderung auf das gefängnisrasseln auswirkungen haben. wobei ich auch diesen begriff nicht mit klapperndem blechgeschirr und löffelharfe zwischen eisenstäben verbinde. eher mit snake plissken, der klapperschlange (:->)) bei der I.passage kam mir beim lesen der pinlkloyd-mitsingsong aus theWall mit der zeile "we don´t need your ...." in den sinn. verbreitet irgendwie dieselbe stimmung.

die zweite passage hat stilLeben, zeichnet optischen veränderungen auf, fängt sie unter verschiedenen betrachtungswinkeln und bei differenten lichtverhältnissen ein. gefällt mir ausgesprochen gut. auch die flüchtigkeit der zeit, das going with the wind, hast du sehr stimmig gewortet.

die dritte passage würde ich nicht mit einem /es/ eröffnen. mögliche umstellung auf /durch die verbeulten vororte heult ein buick/ ? die verstärkung des /heult/ kommt auch knapp hintereinader gut, meines erachtens dann sogar noch abiz daramatischer in echtzeit. hoffentlich isses ein mattschwarzer bulligrunder mit extradickem blech (:->))

besonders toll finde ich deinen gedankengang in bezug auf die wellenbewegung ganz am schluss. das schließt in sachen aufbruchstimmung sehr fein fließend den kreis zur I.passage.

samstaGruss vom
riemsche

shuya
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Re: Creil

Beitragvon shuya » 16.01.2011, 12:11

mh.. schade, dass es nicht so ganz funktioniert

ich habe kinder gesehen
sie verwenden einen stock, um an den zäunen entlang zu klackern.

schlagstock oder geschirr? beide seiten wandern die stäbe lang.

//

was das "es" angeht, hast du denke ich recht. ändere ich direkt :)


es dankt und grüßt,
pascal

riemsche
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Re: Creil

Beitragvon riemsche » 17.01.2011, 22:47

mein missverständnis in bezug auf deine 1.passage rührt von /schul/ vor kinder. ich habe dann ein bild mit zig fenster zum hof. altehrwürden bauwerk hat ja bei öffentlicher einrichtung an eisen nicht gespart und so manchem bildungszentrum das stocksteif geschwungen ambiente von trutzburgen und zuchthäusern vor die sonne geschmiedet. ich würde in dem kontext das gefangensein nicht vornweg dem bildungsunwesen anhängen. die einbindung ins system beginnt doch lange schon vor der wundertüte für die erste klasse. später, pubertierend vermag ein zur zeit uncooles nochdaheim locker ähnliche ausbruchsgedanken zu schüren, wie der tagtägliche besuch bei pflichtlehrern vom fach. womit ich gedanklich wieder an deinem lattenzaun bin (:->)) ich höre es jetzt auch rasseln. aber was dir im kontext stäbe_ sind mir die /bretter/ die die welt bedeuten.

dankDir für austausch und gedanken
riemsche


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