das meer brandet als spende es beifall
für den versuch der aktivisten die schwer
kraft zu überwinden und die schwer
en walkörper wieder ins wasser zu ziehen
sehenden auges sind sie ins ver
derben geschwommen ihren sinnen ver
trauend die gestört wurden von dem
was wir engstirnig fortschritt nennen
gestrandet
-
hginsomnia
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- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: gestrandet
hallo perry,
etwas arg gewollt hier, die enjambements, jedenfalls für meine begriffe.
um die konstruktion 'schwer - schwer' aufzubauen, bemühst du hier das folgenlose, weil m.e. sinnentleerte suffix 'en'. nichts gegen die verwendung von sinnentleerten affixen, solange sie als muster des textes zu verstehen sind, aber das ist hier halt nicht der fall. das präfix 'ver' finde ich grundsätzlich weniger problematisch, da es einen fließenderen bezug ermöglicht. hier aber auch sehr gewollt konstruiert und so nahezu arbiträr. 'ver - ver' als morphosemantischer bezug funktioniert hier für mich nicht, weil die konstruktion sich außerhalb des zu transportierenden inhalts bewegt.
und der inhalt ist, na ja, sehr platt, vielleicht besser: plakativ. der inhalt ist der inhalt, ließe sich hier tautologisch formulieren. damit meine ich, dass über die anklage hinaus keine lyrische ausarbeitung formuliert wird.
vielleicht kommst du ja irgendwie an das gedicht 'müde waren wir u. schliefen mit dem licht' von beatrix haustein heran. m.e. ist diese in sachen enjambements hervorragend und kann dir vielleicht eine anregung sein.
lg
hginsomnia
etwas arg gewollt hier, die enjambements, jedenfalls für meine begriffe.
um die konstruktion 'schwer - schwer' aufzubauen, bemühst du hier das folgenlose, weil m.e. sinnentleerte suffix 'en'. nichts gegen die verwendung von sinnentleerten affixen, solange sie als muster des textes zu verstehen sind, aber das ist hier halt nicht der fall. das präfix 'ver' finde ich grundsätzlich weniger problematisch, da es einen fließenderen bezug ermöglicht. hier aber auch sehr gewollt konstruiert und so nahezu arbiträr. 'ver - ver' als morphosemantischer bezug funktioniert hier für mich nicht, weil die konstruktion sich außerhalb des zu transportierenden inhalts bewegt.
und der inhalt ist, na ja, sehr platt, vielleicht besser: plakativ. der inhalt ist der inhalt, ließe sich hier tautologisch formulieren. damit meine ich, dass über die anklage hinaus keine lyrische ausarbeitung formuliert wird.
vielleicht kommst du ja irgendwie an das gedicht 'müde waren wir u. schliefen mit dem licht' von beatrix haustein heran. m.e. ist diese in sachen enjambements hervorragend und kann dir vielleicht eine anregung sein.
lg
hginsomnia
Re: gestrandet
Hallo hginsomnia,
danke für deine offene kritische Sicht.
Warum sie mich hier nicht weiterbringt, ist das "messen bzw. vergleichen" mit bekannten/gebräuchlichen Stilmitteln. Ich bin hier einen experimentiellen Weg gegangen, indem ich den Bergriff "schwer" bzw. die Silbe "vor" "endreimähnlich" herausgearbeitet habe um die "schwer"(e) "Ver"wirrung der Wale stilistisch zu unterstreichen.
Da du diesen Bezug anscheinend nicht erkannt hast, oder dieser zu "konstruiert" wirkt, kann ich deine Reaktion durchaus verstehen.
Was die, über den aktuellen Bezug hinausgehende Aussage des Textes anbelangt, kann ich nur auf die übertragbaren Bilder, der beifallspendenden Brandung und des "sehenden auges", auf uns Menschen als Gaffer, Helfer und Verursacher zugleich verweisen.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn es liegt mir fern dem Leser vorzuschreiben, was er aus meinen Bildern herauslesen soll, bzw. wie sie wirken sollen.
LG
Perry
danke für deine offene kritische Sicht.
Warum sie mich hier nicht weiterbringt, ist das "messen bzw. vergleichen" mit bekannten/gebräuchlichen Stilmitteln. Ich bin hier einen experimentiellen Weg gegangen, indem ich den Bergriff "schwer" bzw. die Silbe "vor" "endreimähnlich" herausgearbeitet habe um die "schwer"(e) "Ver"wirrung der Wale stilistisch zu unterstreichen.
Da du diesen Bezug anscheinend nicht erkannt hast, oder dieser zu "konstruiert" wirkt, kann ich deine Reaktion durchaus verstehen.
Was die, über den aktuellen Bezug hinausgehende Aussage des Textes anbelangt, kann ich nur auf die übertragbaren Bilder, der beifallspendenden Brandung und des "sehenden auges", auf uns Menschen als Gaffer, Helfer und Verursacher zugleich verweisen.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn es liegt mir fern dem Leser vorzuschreiben, was er aus meinen Bildern herauslesen soll, bzw. wie sie wirken sollen.
LG
Perry
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hginsomnia
- Klio
- Beiträge: 590
- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: gestrandet
Hallo Perry,
danke für deine antwort.
ich verstehe dich hier nicht. ich schaue doch ledigleich auf die enjambements und die verwendest du ja.
hmm, perry, sonderlich experimentell ist das, entschuldigung, nun nicht.
wie kommst du denn darauf? ich spreche doch über nichts anderes (konstruktion schwer - schwer und ver- ver). oder meintest du den inhaltlichen bezug zur 'schweren verwirrung', der m.e. kaum herzustellen ist?
wenn dem so ist, sry, aber dann bleibt immer noch das problem des suffixes 'en', das nicht durch den text gedeckt wird, sich nicht einfügt.
ich empfehle erneut frau haustein
lg
hginsomnia
danke für deine antwort.
Perry hat geschrieben:Warum sie mich hier nicht weiterbringt, ist das "messen bzw. vergleichen" mit bekannten/gebräuchlichen Stilmitteln.
ich verstehe dich hier nicht. ich schaue doch ledigleich auf die enjambements und die verwendest du ja.
Perry hat geschrieben:Ich bin hier einen experimentiellen Weg gegangen, indem ich den Bergriff "schwer" bzw. die Silbe "vor" "endreimähnlich" herausgearbeitet habe um die "schwer"(e) "Ver"wirrung der Wale stilistisch zu unterstreichen.
hmm, perry, sonderlich experimentell ist das, entschuldigung, nun nicht.
Perry hat geschrieben:Da du diesen Bezug anscheinend nicht erkannt hast,
wie kommst du denn darauf? ich spreche doch über nichts anderes (konstruktion schwer - schwer und ver- ver). oder meintest du den inhaltlichen bezug zur 'schweren verwirrung', der m.e. kaum herzustellen ist?
wenn dem so ist, sry, aber dann bleibt immer noch das problem des suffixes 'en', das nicht durch den text gedeckt wird, sich nicht einfügt.
ich empfehle erneut frau haustein
lg
hginsomnia
Re: gestrandet
du wählst den kommentatorenstil. ok. die schwer
en
nehm ich doppel_lüpf. so´n wal will ja korrekt und rapido bewegt werden. da steckt viel mehr gewicht dahinter, wie´s manch freiwilliger gern hätt.
ab dem sehenden auge würd ich kürzen. ich denk mir, wenn kuschelwale stranden, ist das net_te publikum nicht weit, daher fehlts wohl nicht an aufnahmen und einem geo spezial. das mit den sinnen ist allerdings ne schöne brücke. könnte mir im rahmen von verdichtung in etwa so tönen:
nur ihren sinnen vertrau
end gestört durch das
was wir so
fortschritt nennen
yo das wars. gedanken. mach ich mir (:->))
lGr
en
nehm ich doppel_lüpf. so´n wal will ja korrekt und rapido bewegt werden. da steckt viel mehr gewicht dahinter, wie´s manch freiwilliger gern hätt.
ab dem sehenden auge würd ich kürzen. ich denk mir, wenn kuschelwale stranden, ist das net_te publikum nicht weit, daher fehlts wohl nicht an aufnahmen und einem geo spezial. das mit den sinnen ist allerdings ne schöne brücke. könnte mir im rahmen von verdichtung in etwa so tönen:
nur ihren sinnen vertrau
end gestört durch das
was wir so
fortschritt nennen
yo das wars. gedanken. mach ich mir (:->))
lGr
Re: gestrandet
Hallo hginsomnia,
vielleicht ist ja das "suffixes 'en' " das Experimentielle.
LG
Perry
Hallo riemsche,
schön, dass du als "Wortakrobat" mit mir gegangen bist.
Deine Anregung gefällt mir gut, vielleicht ist hier die "Flucht" nach vorn, also mehr experimentielle Wortbrüche zu verwenden, die Lösung.
Danke und LG
Perry
vielleicht ist ja das "suffixes 'en' " das Experimentielle.
LG
Perry
Hallo riemsche,
schön, dass du als "Wortakrobat" mit mir gegangen bist.
Deine Anregung gefällt mir gut, vielleicht ist hier die "Flucht" nach vorn, also mehr experimentielle Wortbrüche zu verwenden, die Lösung.
Danke und LG
Perry
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