___ . _ippon ___

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
riemsche
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___ . _ippon ___

Beitragvon riemsche » 07.04.2011, 23:40

_____

keine panik und wenn
nur im ersten augenblick
an mimik gestik körperhaltung
vermag auch eine liveschaltung
inmitten einer trümmerlandschaft
nicht zu rütteln - selbst ihr winken
wenn sie auf den dächern stehen
ist ein verlegen scheues wie
ein auf nimmer wiedersehen
kein rufen klammern an hilfe
die vom himmel kommt - nein
dankbare umarmung erst am kreisel
lift in friedlich aufgeräumte helikopter
das szenario ist nicht neu und basis
wissen, wenn´s hart auf hart kommt
reisen fremde besucher ab
schauen bedauernd um sich
besorgt aus sicherer entfernung zu
informieren sich plötzlich täglich
lernen hoffentlich schnell

_____
_ippon.jpg
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hginsomnia
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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon hginsomnia » 08.04.2011, 02:11

Hi riemsche,

ich habe ein wenig gesucht, wirklich.
ich wollte etwas finden, was ich dem text abgewinnen kann. ich finde leider nichts.
aber ich wollte jetzt auch nicht unbedingt wieder anstänkern gegen etwas, was vermutlich bereits wieder fest ist. ich mache es jetzt trotzdem ;-) .

dass fremde das land verlassen, klingt in diesem text wie ein vorwurf. wer aber wollte dort richten? ich jedenfalls nicht.

hier ist eigentlich nur eine oberflächliche beschreibung zu finden. ich kann mich nicht dazu äußern, warum die japaner so gefasst wirken, rein äußerlich, um das nicht zu vergessen. also, ich könnte mich dazu äußern in richtung kulturelle unterschiede wie den shintoismus, aber rein emotional kann ich das nicht. das man jetzt nun nicht unbedingt innere mit äußerer verfassung gleichsetzen sollte, müsste eigentlich jedem einleuchten.
ich muss dem text vorwerfen, dass er nur beschreibt, was eh jeder gesehen hat und damit enorm plakativ bzw. in konklusion moralinsauer wird ('lernen hoffentlich schnell').

mir fehlt vollständig eine andere als die gewöhnliche perspektive bzw. überhaupt ein mehr an perspektiven.

frei nach albert ostermaier:

ein gedicht beginnt zwischen schmelzenden
stäben und endet in der überschwemmten
träne da stemmt es sich gegen verschwundene
haare folgt den winkenden händen unter die
netzhaut die kocht kriecht hervor
und spricht in linsen ein gedicht
beginnt mit brodelndem wasser
und endet mit einem ausweis


das nur ganz schnell, ganz kurz, ganz schlecht imitiert ;-)

lg
hginsomnia

shuya
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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon shuya » 08.04.2011, 06:38

du hast nichts gesehen, in hiroshima.

riemsche
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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon riemsche » 08.04.2011, 13:00

wer von euch beiden war schon in japan, kennt dort persönlich leute, hat _jetzt ganz besonders_ regelmäßigen kontakt ?
@ shuya ...... hast dU hiroshima gesehen ????

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon hginsomnia » 08.04.2011, 16:33

sorry, shuya, aber damit kann ich mal komplett nichts anfangen

der text bezieht sich recht konkret auf ein ereignis (liveschaltung, menschen auf dächern), das eben nicht hiroshima ist.
natürlich habe ich von hiroshima kaum etwas gesehen (nur einige aufzeichnungen). das hat aber mal gar nichts mit dem text hier zu tun. ebensowenig meine politische auffassung, die sich wohl mit der hoffnung des textes deckt.

riemsche,

ich kenne keine menschen in japan, habe demnach dorthin auch keinen kontakt.
so what?

bitte lass uns das nicht tun! das ist peinlich und unangemessen.

ich habe ein enormes problem damit, dass der text genau das beschreibt, was jeder (völlig egal, wie kundig er in der materie ist) beim 5-minütigen breaking-news-zapping sehen kann und damit erwartet. ich erwarte von einem text das unerwartete, das neue bild.
ich rede hier von dem text und nicht von der schrecklichen katastophe.

bitte, bitte, leute, lasst uns das trennen! sonst wird es tendenziös.

lg
hginsomnia

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon riemsche » 09.04.2011, 01:07

haben das alle sO gesehen? war nicht die alles auf ihrem weg vernichtende schuttlawine, der monströse zertrümmerradiergummi, der sich durch vormals vielversprechende aussicht wälzte das, was in gemütlichen wohnzimmern an highdefinition auf japanisch hängen blieb? das offizielle bildmaterial samt schräg gestylter belangloser hinter den meldungen des tages gibt in bezug auf sichtbare katastrophenbewältigung an wortung nicht viel her. und mein hauptaugenmerk galt von anfang an den betroffenen, ihrer gelassenheit, ihrer aufopfernden hilfe im augenblick der eigenen tragödie ohne langes warten auf die anderen, der klaren ordnung in all der panik. meine ver_und bewunderung ob dieser grundhaltung steht da so, wie ich´s meine. japan wird es mE wie bis jetzt immer aus eigener kraft schaffen, sich in abgeschiedenheit auf einer inselwelt am anderen ende unserer blauen murmel zu festigen und neu zu er_finden. mails meiner freunde aus kyoto bestärken mich in der annahme. dass es diesmal amerikanische schiffe sind, denen man wegen unglaubwürdigkeit jener, die auf sicherheitsabstand an den universalfernsteuerungen sitzen, höflich aber bestimmt als erste die tür weist, ist eine andere geschichte.

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon hginsomnia » 09.04.2011, 01:42

riemsche hat geschrieben:haben das alle sO gesehen?


jedenfalls eine große masse. für alle zu sprechen, ist natürlich immer so eine sache.

riemsche hat geschrieben:war nicht die alles auf ihrem weg vernichtende schuttlawine, der monströse zertrümmerradiergummi, der sich durch vormals vielversprechende aussicht wälzte das, was in gemütlichen wohnzimmern an highdefinition auf japanisch hängen blieb?


unter anderem, aber auch die geordnete reaktion der japaner wurde und wird in den medien auführlich behandelt und , je nach politik der sendung, analysiert oder bewundert.

riemsche hat geschrieben:das offizielle bildmaterial samt schräg gestylter belangloser hinter den meldungen des tages gibt in bezug auf sichtbare katastrophenbewältigung an wortung nicht viel her


mindestens soviel allerdings wie dein text und das ist ja gerade das problem.


wir dürfen bitte nicht in eine diskussion kommen, in der jemand sagt, er kenne ja die leute, also sollten andere ja wohl seinen text nicht kritisieren dürfen. ich empfinde mitgefühl mit dem japanischen volk, kenne zumindest einen exiljapaner und muss, was veraufgabung betrifft, immer aufpassen, da ich auf soetwas sehr sensibel reagiere, nur gehört das alles nicht wirklich hierher, also in die diskussion.

lg
hginsomnia

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon riemsche » 09.04.2011, 10:24

das grundproblem mit diesem text ist wahrscheinlich meinem mittlerweile nicht mehr geordneten chaos in den skizzenblöcken zuzuschreiben (:->)) er entstand nämlich bereits direkt nach den ersten livemeldungen und bummelte seitdem irgendwo zwischen all den puzzleteilen rum, die ich täglich in meinem bodybag mit mir schwanger trage. eine besondere auffälligkeit möglichst als erster schriftlich zu veröffentlichen, ist in dem zusammenhang wichtig, ich weiß. in dem fall haben mich die analytiker in den medien wohl überholt. aber es wird so wie´s aussieht, noch lange nicht das letzte an wortung vom riemsche unter roter sonne sein. apropos sonne. für anfang april ist unsere zentralheizung und hauptenergieversorgungsmöglichkeit agressiv aktiv. in bezug auf nicht kontrollierbare strahlung vielleicht ein wink mit dem zaunpfahl ....
lGr

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon shuya » 09.04.2011, 19:49

ich hatte gehofft ihr kennt vielleicht den film: hiroshima, mon amour von alain renais.
er setzt sich mit der betrachtungsweise von europäern gegenüber japan auseinander, gleichermaßen mit der betrachtungsweise der japaner gegenüber europa
wie immer kommt alain renais ohne anschuldigungen aus

im prolog vom film ( http://www.youtube.com/watch?v=Hgh5zH0yZXo )
erzählt eine junge frau aus frankreich ihrem liebhaber
was sie in hiroshima gesehen hat
erlebt und gefühlt hat

seine einzige antwort ist "du hast nichts gesehen, in hiroshima"
eine sehr intelligente einleitung in den film, der eine ebenso intelligente, wie leichtfüßige analyse der europäischen arroganz und dem "gefühlten japanischen gleichmut" darstellt.

ich kann ihn nur empfehlen - insbesondere in hinblick auf die betrachtungsweisen unserer unterschiedlichen kulturen
und die erkenntnis, dass man sich selber gespiegelt sucht in dem jeweils so fremden land, was die andersartigkeiten einem geben kann und wo die grenzen des verständnis sind.

---
bzgl. japan: ich bin mitbegründer der ersten großen bzw. erfolgreichen internetcommunity (1999), welche sich mit animes, mangas, später mit der japanischen kultur auseinandergesetzt hat hier in deutschland. jährlich helfe ich die abschlussparty für japanische regisseure von einem filmfestival hier in frankfurt zu organisieren & spreche daher mit einigen persönlichkeiten des japanischen films. in japan selbst war ich allerdings aus chronischer geldknappheit noch nicht (kommt noch, bin ich mir sicher).
ich bin kein mann vom fach, aber nicht gänzlich fremd.

das zitat war keine direkte kritik, mehr eine beobachtung und bezog sich auf die verständnislähmung unserer sozialisation (eine absolute sozialisation in moral und werten, eine sozialisation des dramas, des gefühlsausdrucks)

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon Kastell » 10.04.2011, 20:47

Meine Gedanken:

riemsche,
In deinem Gedicht wirkte es schon ein wenig so, als wolltest du auch noch "an den Japanern rütteln". Der Übergang mit dem Heli ist gut gemacht.

kulturell,
Meine Erfahrung mit drei bis fünf JapanerInnen ist: Japaner sehen das Boot, in dem alle sitzen. Habe ich erst, aber dann stark, beim Verlassen gemerkt.

alle sO gsehen,
Ich war entfernt von den Medien, und die paar Szenen, die ich gesehen habe, waren emotional genug.

das gedicht als axt,
Der andere Blick ist schwierig, finde ich, weil doch Hilflosigkeit überwiegt, und angestrengte Hoffnung, zumindest bei mir. Sonst wäre es ein weißes Feld, was vorm Auge erscheint.

In diesem Sinne

kastell
Nobody in the lane, and nothing, nothing but blackberries,/ Blackberries on either side, though on the right mainly, A blackberry alley, going down in hooks, and a sea/ Somewhere at the end of it, heaving...

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon riemsche » 14.04.2011, 21:19

rüttelt ein nichtjapanischer zuseher bei livebildern, die ihn auf die eine oder andere weise gewaltig mitnehmen, nicht schon automatisch? der gedankengang, zum scheitern verurteilte versuch, das gesehene auf eigene verträglichkeitswerte und survivalfähigkeiten umzulegen ist nur ein auslöser. ein blick in gesichter direkt betroffener in der ersten verschnaufpause wirft die frage auf: wie um gottes willen kriegen die das so gefasst gebacken? oder vielleicht: lass es doch endlich raus, mensch! mir gings so. darum hab ich das geschrieben. danke, dass du den friedlichen break nicht überlesen hast (:->))
und danke an shuya für informationen, die mich bei der eigenen beurteilung in sachen sender und empfänger wieder ein stück weiterbringen.
lGr

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon shuya » 18.04.2011, 23:28

hginsomnia hat geschrieben:sorry, shuya, aber damit kann ich mal komplett nichts anfangen

der text bezieht sich recht konkret auf ein ereignis (liveschaltung, menschen auf dächern), das eben nicht hiroshima ist.
natürlich habe ich von hiroshima kaum etwas gesehen (nur einige aufzeichnungen). das hat aber mal gar nichts mit dem text hier zu tun. ebensowenig meine politische auffassung, die sich wohl mit der hoffnung des textes deckt.


ich will noch einmal kurz auf diese stelle eingehen,
weil ich denke, dass du in einem punkt unrecht hast.

ja: für die japaner ist es etwas ganz anderes.
aber die medien schaffen eine kultur der austauschbarkeit. alle krisen sind austauschbar.
das wort krise, muss nur mit etwas angefüllt werden - es muss nur beschreibungen und bilder davon geben
die einen schaudern lassen können.
es ist gleich, was passiert. wer stirbt und woran.
unsere fassungslosigkeit ist wie eine aufziehmaske, die wir uns überstülpen, wo es uns an verständnis fehlt
ist wahres verstehen über den fernseher, die zeitung, über die sanfte stimme eines moderators, die gefasste stimme, eines "opfers", das wir opfer nennen
um den menschen unpersönlicher, eben austauschbarer zu machen, ist das denn möglich?
die geweiteten augen in anbetracht der ungreifbaren tragödie,
einer bombe, einer flutwelle, einer epidemie, einer kernschmelze
sehen keinen direkten unterschied.

ich bin so dreist das zu behaupten und mich einzuschließen.
dass mein empfundener schmerz, einer pflichterfüllung gleichkommt - die erfüllung meiner pflicht gegenüber unseres (ebenso unpersönlichen) moralverständnis.
unserem angelerntem modus operandi.

und hier trifft alain renais einen schwierigen punkt wie ich meine.
egal wie lange du auf den fernseher starrst
ob du hinfliegst, jahre später, ein museum besuchst in dem über das geschehnis berichtet wird
einen film im kino, ein buch, einen bildband betrachtest

du hast nichts gesehen.
was weißt du von dem anderen, dem "opfer"
wenn du deine erwartungen an den titel "opfer" abschüttelst?
was bleibt an wissen um diesen menschen, denn der tatbestand, man könne ihn mensch nennen und seine koordinate ungefähr bestimmen.

ich weiß, dass ich nichts gesehen habe.
ich könnte ganze bände über die geschehnisse schreiben, ich könnte mein ernst empfundenes entsetzen ausdrücken, meine ängste, mein, mein - und es bliebe meins.
am ende, könnten alle mich sehen, in der tragödie, in der beschreibung der tragödie gäbe es nur mich zu betrachten.

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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon hginsomnia » 19.04.2011, 21:24

@ shuya,

shuya hat geschrieben:weil ich denke, dass du in einem punkt unrecht hast.


ich sehe gerade nicht, in welchem, weil ich denke, wir beziehen uns hier auf unterschiedliche betrachtungspunkte.
es stimmt allerdings, dass ich deinen ersten kommentar hier unter einer anderen prämisse verstanden habe.

nun, dank deiner erläuterungen, ist das klar. auch bilden deine ausführungen eine interessante komponente, über die sich allgemein ausgetauscht werden kann. ich stimme dir, was die mediale aufbereitung von krisen angeht, auch zu und füge noch an, dass sie über die austauschbarkeit hinaus auch eine wiedergabe selektiver wahrnehmung darstellt (wie wenig haben wir über die jüngsten ereignisse in der elfenbeinküste erfahren).

allerdings gebe ich zu bedenken, dass der text hier davon (in einer ersten betrachtung) zu isolieren ist, will man nicht sofort einen hermeneutischen bezug herstellen, ohne sich dem konkret geschriebenem zuzuwenden.
provokant formuliert ließe sich sagen, dass deine ausführungen auch eine wunderbare textkritik sind, da ja die tatsache, dass du über den text direkt auf die austauschbarkeit von krisen kommst (ich weiß natürlich oder vermute jedenfalls stark, dass das so nicht gemeint war, aber lass mich den gedanken mal weiterspinnen) ... also, wenn das dir so ad hoc einfällt, ließe sich vermuten, dass auch der text eben gleichsam innerhalb dieses austauschmechanismus funktioniert, weil er keine eigenheiten, die ein mehr als die übliche berichterstattung ins zentrum rücken, vorweisen kann. demnach wäre er, unabhängig vom rezipienten, den ich im gegensatz zu dir hier dann unterschlagen muss, gleichsam arbiträr.

das aber nur als gedankenskizze.

lg
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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon riemsche » 19.04.2011, 22:33

gute gedankenskizze :-) ich für mich hab rausgefunden, dass es sich lohnt, nachrichtensprechern in die performance zu äugen. nur bild. nur ton. beides zusammen. was da in einfachen sätzen an hardcore verkauft wird, passt auf die nebenbei sehr eingängig wirkende in jedes beiläufige ohr. meinereiner _mit eigener wortung sonst ja nicht gerade eben knausrig unterwegs_ will das dann auch mal so stehen lassen, wie´s rüberkam. wobei ich bei den kreiselliften wahrscheinlich eh schon wieder zuviel mit apocalypseNow im directorsCut liebäugelte. aber da ich selbst in einem land lebe, das sich einerseits armeeflugzeuge anschafft, die nicht gerade schnäppchen sind und andererseits verzweifelt helikopter aus dem ausland für katastropheneinsätze anfordert bzw. die eigenen erst mal räumen muß, um hilfreich zu sein, lag das wahrscheinlich nahe. es bleibt dabei. gute gedankenskizze!

shuya
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Re: ..... _ippon .....

Beitragvon shuya » 21.04.2011, 08:37

provokant formuliert ließe sich sagen, dass deine ausführungen auch eine wunderbare textkritik sind, da ja die tatsache, dass du über den text direkt auf die austauschbarkeit von krisen kommst (ich weiß natürlich oder vermute jedenfalls stark, dass das so nicht gemeint war, aber lass mich den gedanken mal weiterspinnen) ... also, wenn das dir so ad hoc einfällt, ließe sich vermuten, dass auch der text eben gleichsam innerhalb dieses austauschmechanismus funktioniert, weil er keine eigenheiten, die ein mehr als die übliche berichterstattung ins zentrum rücken, vorweisen kann. demnach wäre er, unabhängig vom rezipienten, den ich im gegensatz zu dir hier dann unterschlagen muss, gleichsam arbiträr


doch doch, es war zwar keine direkte kritik
aber eine beobachtung auf die ich, wie oben schon beschrieben, aufmerksam machen wollte.
allerdings ist auch riemsche als der ansprechpartner austauschbar
es wird nicht viele unter uns geben, die aus dieser sozialisation ernsthaft ausbrechen könnten.
obwohl ich die nachrichten für ihre klüngelei und heimliche meinungsmache verabscheue - so sitze ich doch gespannt davor.
ich kann da nicht weg.
die beobachtung gilt mindestens genauso mir.


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