Hellgrün

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Prophet
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Hellgrün

Beitragvon Prophet » 06.11.2011, 19:46

Schaf bei Schaf, eins überspringt das andere
Zwei waren’s, nun sind’s drei, vier und so weiter
Ich schlief und schlief, übersprang mein Schlaff
Nun bin ich aufgewacht.

Grüne Wiese, hellblauer Himmel, Sternenfrei
Die Sonne scheint, ein, zwei Vögel zwitschern
Das Leben frönt, ein Lichterkranz aus gelben Strahlen
Die Sonne scheint.

Das Leben sagt, das Leben singt, alles scheint
Wolken kopulieren. Weiße Streifen, ein blauer Strich
Durchwandern den Himmel und schweben auf hellem Grün.
Leben ist die Farbe dieses Sinnes.

Edekire
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Re: Hellgrün

Beitragvon Edekire » 08.11.2011, 23:51

Hallo Prophet,

ich finde das gedicht auf eine merkwürdige weise gleichzeitig banal und wirr und unfreiwillig komisch.. oder vll willig ich weiß es einfach nicht so genau.
ich verstehe das erstmal so:
des li schläft und erwacht dann zu einem sonnigen tag. das leben ist schön. mehr kann ich da nicht rauslesen, dafü finde ich ein paar sachen sehr unverständlich. ich geh mal am text entlang:

Schaf bei Schaf, eins überspringt das andere
Zwei waren’s, nun sind’s drei, vier und so weiter



also ich denke eigentlich das du aufs schäfchenzählen hinauswillst aber ich kann einfach nicht anders als ein bespringt aus dem überspringen zu machen.... vor allem weils dann mehr werden hihihihi. und ich dachte beim schäfchenzählen sollen die über nen zaun springen.....
Ich schlief und schlief, übersprang mein Schlaff


diese zeile finde ich a) im zusammenhang mit meinen vorhergehenden assoziationen wirklich überaus lustig und b) auch klanglich unglücklich. schaf schlief schlaff wach....das ist alle kein reim, kein gleichklang aber auch nicht so richtig nicht wenn du weisst was ich meine


die zweite strophe finde ich im ganzen einfach etwas einfallslos. abgenutzte sommer bilder. zu allgemein und naheliegend als das mit das Li dadurch klarer würde.
das einzige was ich sprachlich merkwürdig finde ist der frönende sommer. ich glaub man kann vll. dem sommer frönen oder dem nichtstun oder auch dem leben oder dem laster und sonstwas aber so ohne bezug hab ich das noch nie gehört und ich kann mir einfach gar nichts darunter vorstellen.


Das Leben sagt, das Leben singt, alles scheint


hm.was sagt das leben? klingt nach kalenderwohlfühlpoesie das ist so allgemein irgendwie. und das alles scheint hast du schon mal gesagt.

Wolken kopulieren. Weiße Streifen, ein blauer Strich

diese zeile überrascht mich mich jetzt wirklich. fickende wolken....das ist schon mal was anderes und ich finds als bild für treibende sommerquellwolken gar nicht schlecht...vielleicht was das doch absicht mit den schafen..?
den blauen strich verstehe ich schlicht nicht...

Durchwandern den Himmel und schweben auf hellem Grün.



sprachlich finde ich den pural komisch weil der strich im einzahl ist...sononsten bin ich hier ganz schön verloren- ok, weiße streifen, da denken ich an flugzeugstreifen gut, der blaue strich durchwandern den himmel ok. und schweben auf hellem grün??? ich dachte die durchwandern den himmel. hell grün? vll. wandert das li auf hellem grün...:-D
Leben ist die Farbe dieses Sinnes.


Das verstehe ich einfach gar nicht. welches sinnes? des sehsinnes? Ich finde du hast auch vorher nirgendwo eine verknüpfung zwischen grün und leben geschaffen die es rechtfertigen würde leben als farbe und wir überhaupt kann ein sinn eine farbe haben.?

Wie du siehst lässt micht das ganze etwas verwirrt zurück und ich hoffe dir hilft mein unverständnis dir klar zu machen was du damit willst.

schöne grüße

edekire

Näherungsweise
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Re: Hellgrün

Beitragvon Näherungsweise » 09.11.2011, 00:58

Kurios, in der Tat.

Schön, dass sich mal jemand traut, ein so antiquiertes Wort wie "frönen" zu benutzen, aber...

Das Leben frönt


... der Satz ist unvollständig. Wem oder was frönt das Leben?

Ich für meinen Teil musste an dieser Stelle des Gedichtes...

Wolken kopulieren. Weiße Streifen, ein blauer Strich


... herzhaft... :lachen:

Dafür dankt:
n.w.
Besuch mich mal... in meinem kleinen Blog-Haus

Prophet
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Re: Hellgrün

Beitragvon Prophet » 09.11.2011, 14:50

Hm... das Gedicht ist mein simpelstes. Es geht wirklich nur einmal darum, dass ich gut geschlafen habe, dann aufgewacht bin und glücklich durch das Leben schreite.

>Leben ist die Farbe dieses Sinnes.

Ja, da geht es um Hellgrün! :) Ich habe eine menge Gedichte einfach nur über Farben geschrieben. Zb, Schwarz und Gelb habe ich bereits gepostet. Ich glaube ich habe mitlerweile zu jeder Farbe ein Gedicht.

Edekire
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Re: Hellgrün

Beitragvon Edekire » 09.11.2011, 23:53

hallo prophet,

wenn ich deine antwort so lese frage ich mich ein bisschen warum du gedichte hier postest. oder warum wir uns die mühe machen sollten sie zu kritisieren... versteh mich nicht falsch ich will dich nicht vertreiben oder so, aber wenn du einfach nur schreibst, jaja das ist sosoundso, dann denk ich:
a) und was ist mit den wie ich finde gravierenden problemen des textes?
b) warum sagst du mir das überhaupt, ich will das aus dem text herausempfinden können
c) ich find ja nicht das jedes gedicht total tiefschürfenden inhalt haben sollte aber wenn es so einfach ist warum dann nicht einfach konkret und ganz bei dir? was soll der ganze wirrsinn dann?
d) arbeitest du an den texten? denkst du überhaupt darüber nach inwiefern der text funktioniert?

edekire

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Re: Hellgrün

Beitragvon Prophet » 10.11.2011, 22:45

Hm... warum sollen Texte "arbeiten". Sie haben ihre Wirkung, ein Bild und vielleicht etwas Belehrendes, oder gar eine Moral dahinter.
Ich habe festgestellt das viele Gedichte hier einfach Moment- oder Gefühlsaufnahmen sind, also wie Photos. Und diese sind wiederum mosaik- oder puzzlehaft zusammengesetzt. Das reicht mir nicht, ich möchte die Menschen erreichen, dem Leser aufzeigen: Schau mal Hellgrün ist die Farbe des Lebens. Oder Schwarz ist eine Düstere einfallslose Farbe und so.
Wobei ich es schade finde dass gerade dass hier nicht diskutiert wurde. Ist zum Beispiel Hellblau wirklich die Farbe des Glückes?

Also wie gesagt, die Gedichte waren wirklich zu 95% Prozent auf die Farbe und die Stimmungslage bezogen, derer die Farbe einen versetzt. Das müsste man sich beim Lesen bewusst sein, sonst versteht man sie nicht. Daher ist mein Kommentar von Nöten. Ansonsten verstehen die sich wie von selbst. Manche stellen muss man halt auch überdenken.

[) i r k
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Re: Hellgrün

Beitragvon [) i r k » 11.11.2011, 01:12

Hallo Prophet,

ein paar Anmerkungen:
Prophet hat geschrieben:Hm... warum sollen Texte "arbeiten".


Bevor du antwortest, solltest du die Frage erstmal richtig lesen. Denn Sie hieß:
Edekire hat geschrieben:arbeitest du an den texten?


Die Frage von Edekire hat durchaus ihre Berechtigung, denn dies hier ist eine offene Text-Werkstatt. Es geht hier in erster Linie darum, seine Texte einem durchaus fachkundigen Publikum vorzustellen, sich Rat zu holen, um die eigenen Gedichte und dichterischen Fähigkeiten möglichst zu verbessern.

Prophet hat geschrieben:Wobei ich es schade finde dass gerade dass hier nicht diskutiert wurde... Ansonsten verstehen die sich wie von selbst. Manche stellen muss man halt auch überdenken.

Mit der Haltung, "Das ist halt so, bist du zu blöd, das zu verstehen?" oder "Ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist, entweder dir gefällt's oder nicht!", kann man sich in diesem Forum schnell unbeliebt machen. Betrachte es einmal so: Einige Kritiken, die du hier bekommen kannst, sind ein Geschenk. Du bekommst das fundierte und kostenlose Know-How von Leuten, die seit 10.. 20... 30 Jahren Lyrik schreiben. Du musst nur das Gleiche tun, was du von deinen Lesern und Kritikern erwartest: Zuhören!

Prophet hat geschrieben:Das reicht mir nicht, ich möchte die Menschen erreichen...

Wenn dem so ist, dann würde ich dir empfehlen, den ersten Beitrag von Edekire noch einmal gründlich zu lesen. Ich denke, dass sie einige Schlüsselfragen gestellt hat.

Prophet hat geschrieben:Das müsste man sich beim Lesen bewusst sein, sonst versteht man sie nicht. Daher ist mein Kommentar von Nöten.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Gedichte, die nicht ohne Packungsbeilage (= nachträgliche Erklärungen und Interpretationen des Autors) auskommen, auf einen grundlegenden Mangel hindeuten. Dass ein Autor dann seinem Leser vorwirft, sich etwas nicht bewusst zu sein, soll nur von der Tatsache ablenken, dass eben jener Autor sich nicht bewusst ist, dass seine Worte und Beschreibungen eben diese Gefühle und Empfindungen auslösen sollen, die er nachträglich beim Leser einklagt. Anstatt deinen Leser zu beleidigen, in dem du ihm vorwirfst, er wäre gedankenlos oder er hätte sich zu wenig Zeit genommen, deinen Text zu verstehen, solltest du deine Energie lieber darauf verwenden, wie du mit deinem Gedicht eine bessere Wirkung erzielen kannst.

MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)

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Re: Hellgrün

Beitragvon Prophet » 13.11.2011, 17:04

Willst du deine frust auf mich auslassen oder was? wenn ich dass schon höre: damit machst DU dich unbeliebt!

Nur weil ich bemerkt habe dass "Manche stellen muss man halt auch überdenken." meinst du ich würde behaupten, die leser hier währen zu dum für meine gedichte. Dabei habe ich doch recht einleuchtend angedeutet dass die meisten Gedichte die ich hier gepostet habe eher leichte kost waren. und dass sie mehr als nur "bilder" sind. dass auch eine botschaft dahinter steckt. eine "lehre" oder information. etwas worüber man bisher noch nicht gedacht hatte. draum ging es mir im letzten post aber darauf bist du gar nicht eingegangen.

vielmehr habe ich den eindruck dass es dich selbst ärgert dass deine gedichte kritisiert werden, was dich ärgert. heh, also schön, dann nehm ich mir eins vor! :-D

Edekire
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Re: Hellgrün

Beitragvon Edekire » 13.11.2011, 19:53

zum glück hab ich meine zeit nicht weiter damit verschwendet dir zu antworten

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Re: Hellgrün

Beitragvon shuya » 14.11.2011, 15:58

Prophet hat geschrieben:Willst du deine frust auf mich auslassen oder was? wenn ich dass schon höre: damit machst DU dich unbeliebt!

Nur weil ich bemerkt habe dass "Manche stellen muss man halt auch überdenken." meinst du ich würde behaupten, die leser hier währen zu dum für meine gedichte. Dabei habe ich doch recht einleuchtend angedeutet dass die meisten Gedichte die ich hier gepostet habe eher leichte kost waren. und dass sie mehr als nur "bilder" sind. dass auch eine botschaft dahinter steckt. eine "lehre" oder information. etwas worüber man bisher noch nicht gedacht hatte. draum ging es mir im letzten post aber darauf bist du gar nicht eingegangen.

vielmehr habe ich den eindruck dass es dich selbst ärgert dass deine gedichte kritisiert werden, was dich ärgert. heh, also schön, dann nehm ich mir eins vor! :-D


Also entschuldige mal, junger Mann.
Wenn du etwas als "fertig/abgeschlossen" in ein Forum postest, dass darauf angelegt ist an Produkten zu feilen
und sich gegenseitig zu unterstützen
dann geht man davon aus, dass
1. du mit offenen Herzen und dem Wille zur Verbesserung deines Stils und deiner Schreibe hier antrittst
2. du auf Kritik oder Anregungen offen eingehst und sie nicht einfach glatt bügelst
3. du sachlich beim Thema bleibst und nicht versuchst auf die "Fähigkeiten" oder "Probleme" anderer in DEINEM posting zu verweisen um (siehe 2) Kritik glatt zu bügeln.
Wenn du trocken aus dem Regen kommen willst, indem du dir einbildest der Regen sei keiner,
dann wird das nicht funktionieren
und wenn dich dann jemand fragt
wieso du überhaupt in den Regen gehst, wenn du doch eigentlich nur Zuhause bleiben wolltest
und deine Antwort lautet
"Häh?! dich störts doch auch, dass du nass wirst!"
dann sorry...
aber das läuft nicht.

Du wurdest auf eklatante Fehler in deiner Dichtung aufmerksam gemacht und darüber solltest du dankbar sein -
schade, dass Leute ihre Zeit und Energie stattdessen ins Nichts geballert haben.
Keiner hier hätte dir hilfe anbieten müssen und die leute haben es trotzdem gemacht
und du kannst es nicht mal als Hilfe sehen? Wieso? weil du hier eben nicht
unter guten Freunden, altbekannten oder bei deinen Eltern bist und die Kritik einfach direkt und ohne flowerpowergewäsch daher kommt?
Weil die Texte für dich doch ernster und wichtiger sind, als du hier darzustellen versuchst?
oder weil du es vom Grundsatz her nicht verstehst?
oder missverstehe ich deine Grundlage und du kannst mich aufklären?

In jedem Fall würde ich mich über eine Beantwortung der oben genannten Fragen freuen
das würde nämlich direkt klären ob und wenn ja wie das ganze weiter gehen könnte
und jeder wüsste woran er ist.

schöne Grüße aus dem sonnigen Frankfurt,
P.


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