Rückwirkend gefühlt, einen Freund verloren
zu haben. Heute: Suchen nach etwas Essbaren.
Ergebnis: träges Sattheitsgefühl. Hat’s geholfen?
Nein, aber Nebeneffekt: dieses Gedicht hier.
Den Aschenbecher nicht zu finden – suchen.
Rauchen, vergebliches Suchen des zu Suchenden:
Volksgemurmel vor dem Tribunal steigt, stürmt,
braust an mich heran, einem Gestade gleich, aber
um nicht zu zerschellen wie an einem festen Fels,
verirre ich mich voll Freude mit dem Fahrrad im Walde,
der durch herausragende Baumwurzeln felgenschädigend
mich in die Knie zwingt wie ein zusammenbrechendes
Pferd, während es gleichzeitig messerscharf nieselt,
schwillt, rumort und zischelt unhörbar laut im Ohr.
Scheiß Zwänge eines italienischen Sonetts; weiter:
Ich zerdrücke das Insekt in meinem sirrendem Ohr,
werfe das Fahrrad über die Schulter und trotte heim.
Verlorenheit und Gewinn
Re: Verlorenheit
das geht unter, dann geht es auf, dann geht es wieder unter. ziemlich schwarzmalerisch depressiv, wie ich finde.
es sollte nicht wieder ("felgengeschädigt") untergehen wenn es doch aufgeht, dass ist das falsche an deinem gedicht, oder vielleicht deiner auffassung.
den letzten absatz würde ich streichen und schreiben: das untrügliche insekt aus mir herausgequetscht, zum mensch geworden, fühl ich mich wie ein zwerg im walde, und spaziere heim, mit dem fahrad auf meinen schultern.
grußß Bien
es sollte nicht wieder ("felgengeschädigt") untergehen wenn es doch aufgeht, dass ist das falsche an deinem gedicht, oder vielleicht deiner auffassung.
den letzten absatz würde ich streichen und schreiben: das untrügliche insekt aus mir herausgequetscht, zum mensch geworden, fühl ich mich wie ein zwerg im walde, und spaziere heim, mit dem fahrad auf meinen schultern.
grußß Bien
Re: Verlorenheit
Bieno hat geschrieben:den letzten absatz würde ich streichen und schreiben: das untrügliche insekt aus mir herausgequetscht, zum mensch geworden, fühl ich mich wie ein zwerg im walde, und spaziere heim, mit dem fahrad auf meinen schultern.
grußß Bien
oja, der schluß gefällt mir sehr geht, ein sehr guter, möglicher, denkbarer schluß (warum bin ich nicht selber darauf gekommen? darf ich den so verwenden mit deinem einverständnis?)
dann habe ich zwei gedichte: verlorenheit - der gewinn (bei gewinn sieht man endlich einmal eine aufwärtsbewegung hin zu einem durch und durch postiven schluß)
herzliche grüße
werner
Re: Verlorenheit
du magst doppelpunkte. ok. ich versuch mich _bin so frei_ an einer straighten variation deiner ersten. abiz raffen und die satzzeichen als form nutzen. idee?
Rückwirkend Gefühl: Einen Freund verloren.
Aufgabe heute: Nach etwas Essbarem suchen.
Ergebnis: Satt und träge. Und? Hat´s geholfen?
Nein. Bis auf den Nebeneffekt: Das Gedicht da.
lGr
Rückwirkend Gefühl: Einen Freund verloren.
Aufgabe heute: Nach etwas Essbarem suchen.
Ergebnis: Satt und träge. Und? Hat´s geholfen?
Nein. Bis auf den Nebeneffekt: Das Gedicht da.
lGr
Re: Verlorenheit
riemsche hat geschrieben:du magst doppelpunkte. ok. ich versuch mich _bin so frei_ an einer straighten variation deiner ersten. abiz raffen und die satzzeichen als form nutzen. idee?
Rückwirkend Gefühl: Einen Freund verloren.
Aufgabe heute: Nach etwas Essbarem suchen.
Ergebnis: Satt und träge. Und? Hat´s geholfen?
Nein. Bis auf den Nebeneffekt: Das Gedicht da.
lGr
danke Riemsche,
ich habe über Deinen Vorschlag nachgedacht. Leider fehlt das elegantere "einen Freund verloren zu haben". Ansonsten konnte ich mich nicht weiter anfreunden, wirklich nur subjektiv gemeint. Aber immerhin hast Du mich auf einen Rechtschreibfehler aufmerksam gemacht. Vielen Dank!
Gruß
Werner Pentz
Re: Verlorenheit
na immerhin
/zu haben/ hebt mE das /verloren/ auf. ist aber auch nur so ein gedanke ....
lGr
/zu haben/ hebt mE das /verloren/ auf. ist aber auch nur so ein gedanke ....
lGr
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