Infiltration meiner Gedanken

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Gretchen
Kerberos
Beiträge: 3
Registriert: 12.04.2011, 15:18

Infiltration meiner Gedanken

Beitragvon Gretchen » 16.09.2011, 14:03

Infiltration meiner Gedanken

Über die Nervenbahnen, Blut und Gewebe,
sickert es langsam voran,
überwindet jede Membran,
nimmt schließlich Besitz
vom letzten pulsierenden Muskel.

Die Phiole mit Gegengift
gleitet mir
mit einem Lächeln auf den Lippen
aus den Händen.

Perry
Melpomene
Beiträge: 711
Registriert: 26.02.2009, 21:48

Re: Infiltration meiner Gedanken

Beitragvon Perry » 27.09.2011, 18:48

Hallo Gretchen,
stellt sich die Frage war es Mord oder Selbstmord.
Ich tippe es war ein Selbstmordversuch mit einer Option zum Abbruch, der aber anscheinend misslungen ist.
Schade, dass du nur die beschreibenden Bilder ausarbeitest und dem was dahintersteht kaum Raum gibst, dabei wäre gerade der Balanceakt zwischen Leben und Tod doch spannend. ;-)
LG
Perry

riemsche
Apollon
Beiträge: 5004
Registriert: 02.11.2006, 21:38
Wohnort: Österreichs milder Westen

Re: Infiltration meiner Gedanken

Beitragvon riemsche » 08.10.2011, 09:58

birgt mE ein gefühl von (angst) zulassen, bewusst loslassen. glaubst du auch tapfer an wiedergeburt? (:->))
wie von mir gewohnt, noch`n paar extragrübler:
nimmt schließlich/schlussendlich ....
die letzte passage umbauen?
Ein Lächeln
auf den Lippen
gleitet mir die Phiole
Gegengift aus den Händen.

lGriemsche

Näherungsweise
Thaleia
Beiträge: 616
Registriert: 13.11.2006, 21:23
Wohnort: Golzheim

Re: Infiltration meiner Gedanken

Beitragvon Näherungsweise » 16.11.2011, 00:04

selbstmord? angst? wiedergeburt?

meine herren, da sind sie wohl etwas der wortwörtlichen auf den leim gegangen?

ich lese hier eher ein liebesgedicht (hinein), einen kleinen neruda, der mir persönlich sehr gut gefällt. jedenfalls macht so das nur mit einem lächeln quittierte weggleiten des gegengifts am ehesten sinn.

einwand von riemsche finde ich aber dennoch berechtigt: die phiole mit dem gegengift wirkt in der letzten zeile / ganz am schluss sicherlich dramaturgisch noch einen zacken besser.

bitte unbedingt weiterschreiben, gretchen, in dir schlummert was, das in zeilen atmen lernt.

gruß und so,
n.w.
Besuch mich mal... in meinem kleinen Blog-Haus


Zurück zu „Gedichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast