frühtau

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hginsomnia
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frühtau

Beitragvon hginsomnia » 21.11.2011, 16:31

wellen im wind
sind gebogene
bilder sind gelieh'ne wörter
wie frühtau

du machst dir ja keinen kopf
im wind
dein haar schaukelt
wie ein ruderboot

tränen im wind
sind verschwommene
bilder sind entlehnte wörter
wie frühtau

du würdest frühtau niemals sagen
du findest vergleiche bescheuert
dein haar schaukelt
wie ein ruderboot

riemsche
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Re: frühtau

Beitragvon riemsche » 21.11.2011, 22:59

weil ich gespannt wie´n flitzebogen bin, was mir in metrik noch so fehlt. (:->)) ja im ernst. ein frecher versuch. kann doch nicht sein, dass sprachmelodie sich so unter die fuchtel nehmen lässt :-) ich finds aber auch in der bestehenden form eine gelungene portraitaufnahme. frisur_berge. B52 amyStyle oder steife dauerwelle?

im wind wellen
sind gebogene
bilder sind gelieh'ne wörter
wie frühtau

ja mach dir keinen kopf
im wind
dein haar schaukelt
wie ein ruderboot

im wind tränen
sind verschwommene
bilder sind entlehnte wörter
wie frühtau

niemals würdest du frühtau sagen
findest vergleiche bescheuert
dein haar schaukelt
wie ein ruderboot

____
lGriemsche

Edekire
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Re: frühtau

Beitragvon Edekire » 22.11.2011, 22:58

hallo hginsomnia,

ich hab folgendendes gedacht:
ich mag das gedicht.
wie ein irgendwie trotzigtraurigliebenswürdige beschreibung von jemandem der einfach so unverschämt pragmatisch ist. die vergleiche machen lustige bilder in meinem kopf kommen mir irgendwie etwas schief, so gebogen halt und überdreht vor, aber weil sie ja eigentlich den betrachter beschreiben, passend.
das einzige
du machst dir ja keinen kopf


ich empfinde diese wendung einfach als umgangsprachlich und da ich die letzte strophe mit dem ruppigen bescheuert als kontrast zum rest sehe, finde ich das etwas ungünstig (und auch irgendwie unrhytmisch)

das einzige was ich noch nicht so ganz einordnen kann ist das wort frühtau, vielleicht die bindung an den morgend und situion ich sehe zwei leute an einem steg stehen, oder hmm

erstmal ein gedankenabriss (oder anriss)

schöne grüße

edekire

shuya
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Re: frühtau

Beitragvon shuya » 23.11.2011, 14:34

ich finds an sich auch super.
hätte mir allerdings mehr variation gewünscht
die beständige wiederholung von wind und frühtau stört mich noch irgendwo..
allerdings nur kleine abstriche :)

hginsomnia
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Re: frühtau

Beitragvon hginsomnia » 02.12.2011, 01:42

hallo zusammen,

etwas verspätet habe ich mich mal eurer kommentare angenommen.

@ riemsche

sorry, aber ich finde deinen umstellungen ziemlich schrecklich, gerade bei im wind wellen und im wind tränen. das holpert doch sehr arg durch die beiden betonten silben aufeinander.

das vorweg: ich habe kein metrum konstant durchgezogen.

ich habe in strophe 1 und 3 den trochäus, der in der vierten zeile auf den jambus stößt, gedacht als an ihm abprallend, von ihm abgewürgt werdend.

strophe 2 und 4 kann man nicht mit einem einheitlichen metrum beschreiben. es kam mir da auf die sprachmelodik an.


@ edekire

den bruch, den du erkennst, wollte ich allerdings zwischen geraden und ungeraden strophen herstellen, von daher war die umgangssprache in 2 und 4 so beabsichtigt. sie sollte dem trotzkopf den sprachlichen ausdruck verleihen. strophe 1 und 3 als romantische, melancholische, leicht kitschige wahrnehmung, strophe 2 und 4 als wahrnehmung eines wesen (ld), welches darauf eben nichts gibt.

der rhythmus sollte sich da auch etwas stoßen, aber das schaue ich mir nochmal an.

@ shuya

danke. ja, die variation ist hier nicht gegeben. es ist vielleicht etwas zu statisch, sollte auch z.T. so sein, aber vielleicht ist das auch einfach zu wenig, was ich hier darstelle.

lg
hginsomnia


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