es war dort fest
geklebt mit krepp
band dem guten
das nichts ausreisst
das keine streifen lässt
von zähem kleber
über kreuz
bis auf den rücken
ich lief und sprang
tanzte und liess
die augen in die ferne rollen
als blankes glas
da hat es sich losgerüttelt
nun die wärme, das scharren
bei sprung und schritt
wie es sich weitet
jetzt sage ich:
misch das chemische harz
du musst es ausgiessen
damit, das loch
drück es hinein, zurück
halt es da, die offene zeit
dann ist ruhe
dort festgeklebt
Re: dort festgeklebt
liest sich wie vom storyboard bis zu heute muß das ??? werden. im atelier, in der werkstatt wohnküche am schaffen? ganz steig ich noch nicht durch, was es schlussendlich geworden ist ... macht nichts. wir unterhalten uns ja gerade darüber (:->))
lGriemsche
lGriemsche
Re: dort festgeklebt
Ein Klassegedicht ist das...Die Frau vermischt ihr Handwerk mit Poesie, kanns etwas besseres geben?
Re: dort festgeklebt
Hallo Edekire,
die erste Strophe hat was, auch wenn ich eher
"das nicht(s) ausreisst"
lesen möchte.
Ab der zweiten Strophe wirds dann unübersichtlich, denn
"blankes glas" und "chemisches harz"
würde ich eher mit einer Autoscheibenreparatur in Verbindung bringen und da hilft Klebeband nicht wirklich.
LG
Perry
die erste Strophe hat was, auch wenn ich eher
"das nicht(s) ausreisst"
lesen möchte.
Ab der zweiten Strophe wirds dann unübersichtlich, denn
"blankes glas" und "chemisches harz"
würde ich eher mit einer Autoscheibenreparatur in Verbindung bringen und da hilft Klebeband nicht wirklich.
LG
Perry
Re: dort festgeklebt
witzig, ein paar tage bevor ich das hier gelesen habe
dachte ich darüber nach über geteerte bäume (zum schließen von verletzungen am stamm) zu schreiben
und flux finde ich hier ein ähnliches sinnbild
@perry
das blanke glas ist natürlich der leere/entleerte blick
das harz zum verschließen und versiegeln
von sich dehenendem (irrsinniges Wort, gibt es das?) Holz
nehme ich an.
-----
mir gefällt das Gedicht ziemlich gut
und es fuchst mich, dass ich keinen Hinweis finde auf das, was da hängt.
Ich weiß nicht ob man es nicht so stehen lassen könnte
so ohne Querverweis
oder ob es besser wäre einen einzubauen.
Vermutlich würde es das ganze schwächen..
Passt auch so denke ich.
dachte ich darüber nach über geteerte bäume (zum schließen von verletzungen am stamm) zu schreiben
und flux finde ich hier ein ähnliches sinnbild
@perry
das blanke glas ist natürlich der leere/entleerte blick
das harz zum verschließen und versiegeln
von sich dehenendem (irrsinniges Wort, gibt es das?) Holz
nehme ich an.
-----
mir gefällt das Gedicht ziemlich gut
und es fuchst mich, dass ich keinen Hinweis finde auf das, was da hängt.
Ich weiß nicht ob man es nicht so stehen lassen könnte
so ohne Querverweis
oder ob es besser wäre einen einzubauen.
Vermutlich würde es das ganze schwächen..
Passt auch so denke ich.
Re: dort festgeklebt
hätte gar nicht gedacht das das so unverständlich und wirr wirken könnte
@riemsche
ha in dem zustand war ich bis grade... hatte aber nichts mit dem text zu tun ich hab dahinter was ganz anderes gedacht... aber ich hab das s hinzugefügt....
@derbaum... du bist ja auch noch da, dann ist ja gut
@perry ich bin felsenfest überzeugt das einfach jeder handwerker klebeband braucht
und chemische harze....halten die welt zusammen....flugzeuge, brücken, plattenmaterialien was auch immer.... mein bruder hat sich ungefähr ein jahr lang damit vergnügt aus colaflaschen wasserraketen zusammenzukleben. hat alles nichts mit dem text zu tun aber egal 
@shuya
denke ich eigentlich auch obwohl ich dachte es gäbe einen aber vielleicht ist meine idee zu komisch
mal warten und denken, manchmal dauert es eine weile bis ich bereit bin etwas deutlicher zu machen....
ist ein schönes bild...hmm soviel zeugs wird aus baumharzen gemacht, das ja eigentlich diese aufgabe hat wunden zu schließen und dann schneidet man sie an um genau das zu stehlen und macht neuen kleber um sie in die form bringen zu können die man haben will ohne sie umzubringen
obwohl bäume auch so viel aushalten. freund von mir hat mal ein stück holz aufgesägt und die kreissäge heulte und jaulte und als es auseinander war eine weltkriegspatronen halb drin, wie eine versteinerung.
schöne grüße
edekire
@riemsche
werdenliest sich wie vom storyboard bis zu heute muß das ???
ha in dem zustand war ich bis grade... hatte aber nichts mit dem text zu tun ich hab dahinter was ganz anderes gedacht... aber ich hab das s hinzugefügt....
@derbaum... du bist ja auch noch da, dann ist ja gut
@perry ich bin felsenfest überzeugt das einfach jeder handwerker klebeband braucht
und chemische harze....halten die welt zusammen....flugzeuge, brücken, plattenmaterialien was auch immer.... mein bruder hat sich ungefähr ein jahr lang damit vergnügt aus colaflaschen wasserraketen zusammenzukleben. hat alles nichts mit dem text zu tun aber egal 
@shuya
Vermutlich würde es das ganze schwächen..
denke ich eigentlich auch obwohl ich dachte es gäbe einen aber vielleicht ist meine idee zu komisch
mal warten und denken, manchmal dauert es eine weile bis ich bereit bin etwas deutlicher zu machen....
geteerte bäume (zum schließen von verletzungen am stamm)
ist ein schönes bild...hmm soviel zeugs wird aus baumharzen gemacht, das ja eigentlich diese aufgabe hat wunden zu schließen und dann schneidet man sie an um genau das zu stehlen und macht neuen kleber um sie in die form bringen zu können die man haben will ohne sie umzubringen
obwohl bäume auch so viel aushalten. freund von mir hat mal ein stück holz aufgesägt und die kreissäge heulte und jaulte und als es auseinander war eine weltkriegspatronen halb drin, wie eine versteinerung.
schöne grüße
edekire
-
Näherungsweise
- Thaleia
- Beiträge: 616
- Registriert: 13.11.2006, 21:23
- Wohnort: Golzheim
Re: dort festgeklebt
Edekire hat geschrieben:hätte gar nicht gedacht das das so unverständlich und wirr wirken könnte
Finde ich irgendwie gar nicht.
Ich denk mir, dass es um das Erinnern geht, um etwas, das irgendwie weg und verschüttet war (Strophe 1). Das lyrische Ich lebte unbeschwert vor sich hin, ohne daran zu denken (Strophe 2). Vielleicht eine Art Trauma? Plötzlich ist es wieder da, mit aller Macht (Strophe 3). Dann sucht das lyrische Ich nach einer Lösung, nach einer Art Bewältigung oder so (Strophe 4).
Edekire hat geschrieben:halt es da, die offene zeit
dann ist ruhe
Da hatte ich irgendwie gleich ein Sprichwort im Kopf, beim ersten Lesen: Zeit heilt alle Wunden.
Gruß,
n.w.
Besuch mich mal... in meinem kleinen Blog-Haus
Re: dort festgeklebt
Hallo Edekire.
Freue mich, dich wieder mal zu lesen, die mir bekannten Nicks sind selten geworden hier... Zu deinem Text:
erster Eindruck: starker Text
zweiter Eindruck: kleinere Unstimmigkeiten durchaus vorhanden
„das nichts ausreißt“ und dann im letzten Vers ein Loch zukitten, widerspricht sich bei mir, irgendwas ist da ja anscheinend doch richtig herausgerissen, sonst wäre da kein Loch, muss ein recht heftiges Losrütteln gewesen sein…
Wenn etwas derart massiv herausgerissen wird, dass ein Loch bleibt, entsteht m. E. keine Wärme, die gibt es vielleicht in diesem kurzen Moment, wenn man ein Pflaster von der Haut reißt. Hier scheint es aber eine größere Verletzung zu sein, die eher eine Schock und damit Kälte verursachen würde. In dem Zusammenhang stellt sich mir auch die Frage, ob Losrütteln allein nicht zu schwach, zu harmlos ist? Eher los/ab/ausreißen, letzteres auch im Sinne von fliehen (vor was auch immer)?
Im letzten Vers ist ein bisschen viel „es“, bei dem mir der Bezug nicht immer klar wird:
‚du musst es ausgießen
damit, das loch’ -> es = das Loch
‚drück es hinein, zurück
halt es da’ -> kann m. E. sowohl das Loch, das Harz oder das losgerüttelte „es“ sein, der Text wäre mir verständlicher, wenn das klar wäre
Soll das herausgerissene „wasauchimmerichvermutemalherz“ am Ende gar wieder eingesetzt werden und statt mit Klebeband diesmal mit Harz = stärker fixiert werden?
Lieber Gruß
Flocke
Freue mich, dich wieder mal zu lesen, die mir bekannten Nicks sind selten geworden hier... Zu deinem Text:
erster Eindruck: starker Text
zweiter Eindruck: kleinere Unstimmigkeiten durchaus vorhanden
„das nichts ausreißt“ und dann im letzten Vers ein Loch zukitten, widerspricht sich bei mir, irgendwas ist da ja anscheinend doch richtig herausgerissen, sonst wäre da kein Loch, muss ein recht heftiges Losrütteln gewesen sein…
Wenn etwas derart massiv herausgerissen wird, dass ein Loch bleibt, entsteht m. E. keine Wärme, die gibt es vielleicht in diesem kurzen Moment, wenn man ein Pflaster von der Haut reißt. Hier scheint es aber eine größere Verletzung zu sein, die eher eine Schock und damit Kälte verursachen würde. In dem Zusammenhang stellt sich mir auch die Frage, ob Losrütteln allein nicht zu schwach, zu harmlos ist? Eher los/ab/ausreißen, letzteres auch im Sinne von fliehen (vor was auch immer)?
Im letzten Vers ist ein bisschen viel „es“, bei dem mir der Bezug nicht immer klar wird:
‚du musst es ausgießen
damit, das loch’ -> es = das Loch
‚drück es hinein, zurück
halt es da’ -> kann m. E. sowohl das Loch, das Harz oder das losgerüttelte „es“ sein, der Text wäre mir verständlicher, wenn das klar wäre
Soll das herausgerissene „wasauchimmerichvermutemalherz“ am Ende gar wieder eingesetzt werden und statt mit Klebeband diesmal mit Harz = stärker fixiert werden?
Lieber Gruß
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
Re: dort festgeklebt
Hallo
so jetzt endlich doch noch eine antwort von mir
@ nw
das entspricht nicht so ganz dem was ich gedacht hatte, aber es funktioniert sehr gut ud hat auch komponenten von meiner intention...
@Flocke
das du noch mitliest
und ich glaub das du recht hast... ich werde glaub ich über das wort loch nochmal nachdenken, also sowzusagen anderrum ansetzen als du vorgeschlagen hast. ich hab das "das nichts ausreist" mehr als charackterisierung des klebebandes gedacht hmmm
du hast natürlich recht das mit den zwei verschiedenen es ist irgedwie etwas unstimmig.
du musst es ausgiessen
damit, das loch
drück es hinein, zurück
halt es da, die offene zeit
dann ist ruhe
wenn ich das erste verwirr es einfach weglasse klings nach yoda
ich hab überlegt auf spalt auszuweichen, kleingt nicht so martialisch wie loch, passt zu sich weiten und ist männlich, dan wäre es
du musst ihn füllen
damit, den spalt
drück es hinein, zurück
halt es da, die offene zeit
dann ist ruhe
so jetzt endlich doch noch eine antwort von mir

@ nw
das entspricht nicht so ganz dem was ich gedacht hatte, aber es funktioniert sehr gut ud hat auch komponenten von meiner intention...

@Flocke
das du noch mitliest

und ich glaub das du recht hast... ich werde glaub ich über das wort loch nochmal nachdenken, also sowzusagen anderrum ansetzen als du vorgeschlagen hast. ich hab das "das nichts ausreist" mehr als charackterisierung des klebebandes gedacht hmmm
du hast natürlich recht das mit den zwei verschiedenen es ist irgedwie etwas unstimmig.
du musst es ausgiessen
damit, das loch
drück es hinein, zurück
halt es da, die offene zeit
dann ist ruhe
wenn ich das erste verwirr es einfach weglasse klings nach yoda

ich hab überlegt auf spalt auszuweichen, kleingt nicht so martialisch wie loch, passt zu sich weiten und ist männlich, dan wäre es
du musst ihn füllen
damit, den spalt
drück es hinein, zurück
halt es da, die offene zeit
dann ist ruhe
Re: dort festgeklebt
Hallo, Edekire.
Ja, mehr als hin und wieder mitlesen ist leider nicht drin...
Deshalb freut es mich um so mehr, mal wieder bekannte Nicks zu sehen.
Zu deiner Antwort:
Yoda hätte vielleicht gesagt: "ausgiessen das Loch du musst..."
"Spalt" statt "Loch" zu verwenden hat durchaus was, es paßt sowohl zum Baum/Holz als auch zu Verletzungen und sonstigen zweitdeutig hineininterpretierbaren Dingen.
Wenn du "das nichts ausreißt" auf die Eigenschaften des Klebebandes beziehst, was ich bei einem Lesedurchlauf auch mal dachte, dann sollte es wohl besser heißen "das nicht ausreißt".
Naja, es wird schon
Abendgruß
Flocke
Ja, mehr als hin und wieder mitlesen ist leider nicht drin...
Deshalb freut es mich um so mehr, mal wieder bekannte Nicks zu sehen.Zu deiner Antwort:
Yoda hätte vielleicht gesagt: "ausgiessen das Loch du musst..."
"Spalt" statt "Loch" zu verwenden hat durchaus was, es paßt sowohl zum Baum/Holz als auch zu Verletzungen und sonstigen zweitdeutig hineininterpretierbaren Dingen.
Wenn du "das nichts ausreißt" auf die Eigenschaften des Klebebandes beziehst, was ich bei einem Lesedurchlauf auch mal dachte, dann sollte es wohl besser heißen "das nicht ausreißt".
Naja, es wird schon
Abendgruß
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
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