Ein Königreich für ein Ohr,
könnt es hören mich.
Für zwei Augen gäb ich meine Seele,
damit sie in ihr lesen können und
Lippen, geliehen, würden kund tun, was
geschrieben stand.
Es scheint zu leise, zu schwach und
zu wenig,
der Mühe nicht lohnend zu sein.
Es macht keinen Unterschied,
ob ich mich leise weinend,
oder verzweifelt schreiend an euch wende,
bin ich scheinbar unsichtbar, stimmlos,
ohne Aura.
Doch irrt ihr euch, ich setze Zeichen, wie die Zeit,
die man nicht sieht, nur daran erkennt, wenn sie einen streift, wenn man sie sich nehmen will und sie flieht.
Die Zeit, ruhelos, auch wenn man verweilen will, ist leise, wie ich, still.
Dann schickt sie einen Sturm im Herbst und läßt blühen den Baum, glühen die Erde und friert ein im ewigen Eis.
Unsichtbar, lautlos und immer da.
Hört ihr Ohren, den Sturm, der in mir tobt
und seht ihr Augen glühenden Eifer?
Bekennt ihr Lippen endlich meine Existenz?
Ich lebe, nicht ewig wie die Zeit,
doch mit ihr, in ihr und setze meine Zeichen,
umgeben mit meinem ganz eigenen Glanz.
Nur ein Ignorant kann ihn immer noch nicht sehen,
so wenig,wie er meine Gedanken, gebettet in Herzensblut
zu spüren vermag
und Worte fließend, wie eine Melodie, nie hören wird.
Doch wird er sich wundern, denn wie die Zeit,
fließe ich nicht einfach an ihm vorbei.
Ich gebe nicht kampflos auf, auch ihn nicht!
Ich drücke ihm meinen Stempel auf,
ähnlich,wie die Zeit ihn altern läßt.
Dann wird er merken, dass es mich gibt.
Er wird mich sehen, hören, sogar spüren
und mich schätzen, wie meine Schwester, die Zeit.
Schon wieder ein Königreich!
-
schreiberling
- Erinye
- Beiträge: 18
- Registriert: 09.12.2011, 16:07
Re: Schon wieder ein Königreich!
Lieber Schreiberling,
erstmal ein schönes neuess jahr
bevor ich mich deinem text zuwende will ich noch mal was grundlegendes loswerden. ich hab die beiden diskussionen im epilog und in dem europawettbewerbsthread verfolgt und mir geht es zunächst einmal um deine reaktion auf dirks hinweis du könntest den text nochmal überarbeiten...
du hast dann gesagt du wolltest das der text so ist wie er ist. ich glaube, das es für dich wichtig ist, zumindest wenn du an texten arbeiten willst. es gibt einfach immer einen unterschied zwischen dem was du errreichen willst und was deine leser dann verstehen. eigentlich war das ein gutes beispiel... du wolltest den text so "roh" mit allen fehlern (nicht das es viele wären)...und bei dirk kommt es so an als hättest du den text nicht überarbeitet bevor du ihn gepostest hast. deine intention ist ihm offenbar nicht klar geworden. wäre sie mir ehrlichgesagt auch nicht - es macht auch auf mich einfach nicht den eindruck als sollte das so sein, sondern als wäre das so gekommen. du hast gesagt "Kein Entwurf, genau so sollte es sein, kurz und schmerzhaft, voll von Trauer über einen Kontinent ..."
damit erklärst du im grundgenommen welche wirkung der text auf leser haben sollte, aber hat er das auch? das ist auch was was du dich selbst fragen musst und das bewusstsein, das etwas sich für jemanden anderen anders lesen kann und ein text nicht gut werden muss, weil er vom autor so gut gefühlt wurde und es doch so wahr ist, ist wichtig. du kannnst natürlich immer noch sagen: ich will das aber so, aber du solltest dir dessen zumindest bewusst sein.
ich werd mal ein wenig auf dein gedicht eingehen.
ich will ehrlich sein: es gefällt mir nicht. ich finde es vor allem zu pathetisch und dadurch teileweise etwas wirr. du hast wie viele eher unerfahrene schreiben so einen hang zu so großen wörtern. ich glaube ein wenig verdichtung würde dem ganzen gut tun... versuchs doch mal ohne inversionen und dopplungen
was ich gut finde ist das durchaus ein struktur erkennbar ist. ich lese das als beziehungsgedicht
Ein Königreich für ein Ohr,
könnt es hören mich. (wozu die inversion?)
Für zwei Augen gäb ich meine Seele,
damit sie in ihr lesen können und (ich bin nicht ganz sich aber ich halte das für einen bezugsfehler,der das verständnis erschwert. sie wäre in dieser satzstellung eigentlich die seele, du meinst aber die augen. der tausch ist auch ein bisschen sinnlos, dann hat man augen aber keine seele mehr)
Lippen, geliehen, würden kund tun, was (geliehen lippen find ich eigentlich schön, aber kund tun ist so....laut und biblisch)
geschrieben stand.
Es scheint zu leise, zu schwach und (passt dann für mich nicht zu kundtun)
zu wenig,
der Mühe nicht lohnend zu sein. (die letzten beiden zeilen bieten mE viel kürzungspotetial: leise, schwach, wenig, und der mühe nicht lohnend, wobei mich letzteres verwirrt, weil ich nicht sicher bin für wen es sich nicht lohnt; den hörer oder den sprecher)
Es macht keinen Unterschied,
ob ich mich leise weinend,
oder verzweifelt schreiend an euch wende, (ich finde die zwei zeilen vor allem in der dopplung problematisch, das ist, denke ich einfach zu viel des leidens)
bin ich scheinbar unsichtbar, stimmlos,
ohne Aura. (hier ist es ein bisschen das selbe wie vorher: unsichtbar, stimmlos, ich glaube du solltest entscheiden)
ich hab hier auch ein echtes verständnisproblem; den ersten teil habe ich so verstanden, das ein gegenüber angesprochen wird, das um die jeweiligen sinnesorgane und damit im übertragenen sinne um aufmerksamkeit und verständnis gebeten wird. wer ist euch? das ohr? das nennst du nämlich als einziges wirklich im singular, ist aber gleichzeitig das akustische organ. vor allem weil es später ein er gibt...
zusätzlich verwirren mich die zugehörigkeiten: geliehene lippen tun kund was die augen in der seele des Li gelesen haben ok. aber dann ist es wieder das Li das sich an "euch" wendet. ich hab den ersten teil aber nicht so verstanden, das es um selbstreflektion geht.
Lieber Schreiberling, ich hör jetzt an der stelle erstmal auf, ich weiß das ist keine positive rückmeldeung, aber ich hoffe dir hilft es trotzdem weiter und, ob du meine meinung nun teilen kannst oder nicht, kannst vll wenigstens nachvollziehen, was meine probleme mit demt text sind.
schöne grüße
edekire
erstmal ein schönes neuess jahr
bevor ich mich deinem text zuwende will ich noch mal was grundlegendes loswerden. ich hab die beiden diskussionen im epilog und in dem europawettbewerbsthread verfolgt und mir geht es zunächst einmal um deine reaktion auf dirks hinweis du könntest den text nochmal überarbeiten...du hast dann gesagt du wolltest das der text so ist wie er ist. ich glaube, das es für dich wichtig ist, zumindest wenn du an texten arbeiten willst. es gibt einfach immer einen unterschied zwischen dem was du errreichen willst und was deine leser dann verstehen. eigentlich war das ein gutes beispiel... du wolltest den text so "roh" mit allen fehlern (nicht das es viele wären)...und bei dirk kommt es so an als hättest du den text nicht überarbeitet bevor du ihn gepostest hast. deine intention ist ihm offenbar nicht klar geworden. wäre sie mir ehrlichgesagt auch nicht - es macht auch auf mich einfach nicht den eindruck als sollte das so sein, sondern als wäre das so gekommen. du hast gesagt "Kein Entwurf, genau so sollte es sein, kurz und schmerzhaft, voll von Trauer über einen Kontinent ..."
damit erklärst du im grundgenommen welche wirkung der text auf leser haben sollte, aber hat er das auch? das ist auch was was du dich selbst fragen musst und das bewusstsein, das etwas sich für jemanden anderen anders lesen kann und ein text nicht gut werden muss, weil er vom autor so gut gefühlt wurde und es doch so wahr ist, ist wichtig. du kannnst natürlich immer noch sagen: ich will das aber so, aber du solltest dir dessen zumindest bewusst sein.
ich werd mal ein wenig auf dein gedicht eingehen.
ich will ehrlich sein: es gefällt mir nicht. ich finde es vor allem zu pathetisch und dadurch teileweise etwas wirr. du hast wie viele eher unerfahrene schreiben so einen hang zu so großen wörtern. ich glaube ein wenig verdichtung würde dem ganzen gut tun... versuchs doch mal ohne inversionen und dopplungen
was ich gut finde ist das durchaus ein struktur erkennbar ist. ich lese das als beziehungsgedicht
Ein Königreich für ein Ohr,
könnt es hören mich. (wozu die inversion?)
Für zwei Augen gäb ich meine Seele,
damit sie in ihr lesen können und (ich bin nicht ganz sich aber ich halte das für einen bezugsfehler,der das verständnis erschwert. sie wäre in dieser satzstellung eigentlich die seele, du meinst aber die augen. der tausch ist auch ein bisschen sinnlos, dann hat man augen aber keine seele mehr)
Lippen, geliehen, würden kund tun, was (geliehen lippen find ich eigentlich schön, aber kund tun ist so....laut und biblisch)
geschrieben stand.
Es scheint zu leise, zu schwach und (passt dann für mich nicht zu kundtun)
zu wenig,
der Mühe nicht lohnend zu sein. (die letzten beiden zeilen bieten mE viel kürzungspotetial: leise, schwach, wenig, und der mühe nicht lohnend, wobei mich letzteres verwirrt, weil ich nicht sicher bin für wen es sich nicht lohnt; den hörer oder den sprecher)
Es macht keinen Unterschied,
ob ich mich leise weinend,
oder verzweifelt schreiend an euch wende, (ich finde die zwei zeilen vor allem in der dopplung problematisch, das ist, denke ich einfach zu viel des leidens)
bin ich scheinbar unsichtbar, stimmlos,
ohne Aura. (hier ist es ein bisschen das selbe wie vorher: unsichtbar, stimmlos, ich glaube du solltest entscheiden)
ich hab hier auch ein echtes verständnisproblem; den ersten teil habe ich so verstanden, das ein gegenüber angesprochen wird, das um die jeweiligen sinnesorgane und damit im übertragenen sinne um aufmerksamkeit und verständnis gebeten wird. wer ist euch? das ohr? das nennst du nämlich als einziges wirklich im singular, ist aber gleichzeitig das akustische organ. vor allem weil es später ein er gibt...
zusätzlich verwirren mich die zugehörigkeiten: geliehene lippen tun kund was die augen in der seele des Li gelesen haben ok. aber dann ist es wieder das Li das sich an "euch" wendet. ich hab den ersten teil aber nicht so verstanden, das es um selbstreflektion geht.
Lieber Schreiberling, ich hör jetzt an der stelle erstmal auf, ich weiß das ist keine positive rückmeldeung, aber ich hoffe dir hilft es trotzdem weiter und, ob du meine meinung nun teilen kannst oder nicht, kannst vll wenigstens nachvollziehen, was meine probleme mit demt text sind.
schöne grüße
edekire
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