ein rauschen - ein kopf, der sich nicht dreht - zu den ohren
800 milligramm
ibuprofen und eine packung patronen - 2 fehlen schon
wir verordnen uns in den hintersten
schwachstellen - die kälte ist ein schutz vor der kälte
wir könnten tief in die rücken sehen, wir bestellen uns:
ein französisches frühstück, bitte
mit leberwurst
leber an mund - ein kopf, der sich nicht dreht - 2 fehlen schon
zu den ohren: schweinsohren, bitte
und für den kopf zwei karaffen
blut - jemand hat ein messer mit
einer scharfen frau auf der klinge, deren kälte
ist ein schutz vor der wärme - ein umschauen - 2 fehlen schon
wenn wir nur wüssten, wer
das ist, den sie getroffen haben
800 milligramm
Re: 800 milligramm
ich habe zwar manchmal keine ahnung, von was genau du sprichst, aber dennoch bilder. mit den ohren woanders. mitschnitt einer breakfastszene am nebentisch. die tägliche migräne. krankengeschichten. marmelade gegen bitterkeit. liegt wahrscheinlich auch an der uhrzeit, in der ich das hier poste, so empfinde. abseits unserer sonstigen querelen - ich mag deine art von beschreibung. mochte sie immer schon. /wir verordnen uns in .../ oder /leber an mund/ wär mir vom gefühl her ein /wir (be)ordern in .../ oder /leber an lippe(n)/ aber das ist mit ziemlicher sicherheit eine andere geschichte.
peace
riemsche
peace
riemsche
Re: 800 milligramm
Hallo hginsomnia,
ich glaube, es gibt ein Lokalszene in einem Tarantinofilm, an die mich dein Text ein wenig erinnert.
Von den Kopfschmerzen steigert sich das Bildhafte gekonnt bis zu den grotesken Schweinsohren.
Schade, dass der Part mit den Kugeln (besser vielleicht Patronen) nicht so richtig durchdringt.
LG
Perry
ich glaube, es gibt ein Lokalszene in einem Tarantinofilm, an die mich dein Text ein wenig erinnert.
Von den Kopfschmerzen steigert sich das Bildhafte gekonnt bis zu den grotesken Schweinsohren.
Schade, dass der Part mit den Kugeln (besser vielleicht Patronen) nicht so richtig durchdringt.
LG
Perry
-
hginsomnia
- Klio
- Beiträge: 590
- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: 800 milligramm
hallo zusammen,
kugeln ändere ich in patronen. passt auch m.e. wohl besser. danke dafür.
@ riemsche
ich kann da gerade nicht viel mit anfangen. es dröhnt da noch unser grundsätzlicher gegensatz im hintergrund. mich würde brennend interessieren, ehrlich, was andere dazu sagen. ich kenne auch solche, die mir sagen, ich solle doch nicht übertreiben oder jene, die sich wundern, dass ich eine dermaßen weite abneigung formulieren muss, aber die tatsache, dass du in deiner letzten reaktion auf einen komm. von mir wieder einmal einen witz machen musstest aus dem, was ich ernst nehme (indem du absichtlich wortwörtlich nimmst, was ich offensichtlich nicht wortwörtlich schrieb), aus dem also, was mir wichtig ist, bestätigt mich dann doch wieder in meiner haltung.
ich kann so nicht über lyrische versuche sprechen. ich glaube, der (unangenehme) zweifel an sich selbst als lyriker gehört einfach zu einer produktiven diskussion dazu. lyrik muss (auch) unangenehm sein, nicht zwangsläufig für den leser, aber mindestens für den autor beim schreiben einer nicht geringen zahl seiner publikationen, sonst fordert sie nichts mehr ein und wird gedankenlos. der zweifel muss konstant gehalten werden. trotz ihm und nicht gegen ihn kann man schreiben. die anstrengung eines kritischen dialogs mit den eigenen texten gehört auch noch nach deren vollendung für mich unbedingt dazu.
wer das anders oder gar nicht sieht, sich in den eigenen stil verliebt hat, also verbeißt (auf anderer ebene m.e. ein angstbeißen, denn der eigene stil kann überhaupt nicht durch verisse eines einzelnen elaborats gefährdet sein), wer diese, meine überlegungen ignoriert oder nicht akzeptiert, der wird sich sicherlich auch nicht von mir, einem fremden, überzeugen lassen.
anders will ich mich aber nicht über gedichte und die versuche von gedichten unterhalten, also schließe ich das hiermit ab.
lg
hginsomnia
kugeln ändere ich in patronen. passt auch m.e. wohl besser. danke dafür.
@ riemsche
ich kann da gerade nicht viel mit anfangen. es dröhnt da noch unser grundsätzlicher gegensatz im hintergrund. mich würde brennend interessieren, ehrlich, was andere dazu sagen. ich kenne auch solche, die mir sagen, ich solle doch nicht übertreiben oder jene, die sich wundern, dass ich eine dermaßen weite abneigung formulieren muss, aber die tatsache, dass du in deiner letzten reaktion auf einen komm. von mir wieder einmal einen witz machen musstest aus dem, was ich ernst nehme (indem du absichtlich wortwörtlich nimmst, was ich offensichtlich nicht wortwörtlich schrieb), aus dem also, was mir wichtig ist, bestätigt mich dann doch wieder in meiner haltung.
ich kann so nicht über lyrische versuche sprechen. ich glaube, der (unangenehme) zweifel an sich selbst als lyriker gehört einfach zu einer produktiven diskussion dazu. lyrik muss (auch) unangenehm sein, nicht zwangsläufig für den leser, aber mindestens für den autor beim schreiben einer nicht geringen zahl seiner publikationen, sonst fordert sie nichts mehr ein und wird gedankenlos. der zweifel muss konstant gehalten werden. trotz ihm und nicht gegen ihn kann man schreiben. die anstrengung eines kritischen dialogs mit den eigenen texten gehört auch noch nach deren vollendung für mich unbedingt dazu.
wer das anders oder gar nicht sieht, sich in den eigenen stil verliebt hat, also verbeißt (auf anderer ebene m.e. ein angstbeißen, denn der eigene stil kann überhaupt nicht durch verisse eines einzelnen elaborats gefährdet sein), wer diese, meine überlegungen ignoriert oder nicht akzeptiert, der wird sich sicherlich auch nicht von mir, einem fremden, überzeugen lassen.
anders will ich mich aber nicht über gedichte und die versuche von gedichten unterhalten, also schließe ich das hiermit ab.
lg
hginsomnia
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