Costa Brava

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
ernstblumenstein
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Costa Brava

Beitragvon ernstblumenstein » 18.06.2013, 15:30

Knorrige Eiche
an steiniger Küste
rotbraune Klippen
spucken tintengraue
Gischt aus, empor
steigt ein Hauch Idylle.

Ohne menschliches Zutun.

E.B. 2013
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Perry
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Re: Costa Brava

Beitragvon Perry » 24.06.2013, 17:06

Hallo Ernst,
ich mag Naturbetrachtungen, die sich gegen "menschliches zutun" richten. ;-)
Konstruktiv hängt das Bild "knorrig gewachsen" etwas in der Luft, weil es weder zur Costa Brava noch zu den Klippen wirklich passt.
LG
Perry

ernstblumenstein
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Re: Costa Brava

Beitragvon ernstblumenstein » 27.06.2013, 15:12

Hallo Perry,
vielen Dank für den Besuch und deinen Kommentar. Du meinst, dass das Adjektiv "knorrig"
in der Luft hängt und weder zu Costa Brava noch zu Klippen passt. Das Wort finde ich
auch etwas hart - es knarrt oder knattert ein wenig - und ist ein ungewohntes Wort.

Ich finde knorrig bezieht sich im Gedicht nur auf die Eiche.

Im Duden las ich :
1. (von Bäumen) krumm gewachsen und mit vielen Verdickungen und Ästen
2.[alt und] wenig umgänglich; spröde

Eine Alternative wäre, knorrig durch krumm zu ersetzten. Ich weiss nicht, werde
es überdenken.

Gruss Ernst

riemsche
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Re: Costa Brava

Beitragvon riemsche » 27.06.2013, 20:19

hallo Ernst

kenn die gegend aus den 70ern. grübler:

Knorrig gewachsen
an steiniger Küste
rotbraune Klippen

führt in folge auf die klippen - und die meinst ja zu anfang nicht und sind von knorrig weit entfernt. da wirst du nicht drum rum kommen, in die erste zeile die bäume zu integrieren. knorrige Bäume / steinige Küste ... oder so ähnlich (:->))

spucken tintengraue
Gischt aus, empor
dringt reine Idylle.

spucken tintengraue ist ne wunderschön dramaturgisch gefärbte. demnach wär event. das /aus/ entbehrlich. und wo du ein /dringt/ setzt, seh ich in bezug auf wassernebel ein /steigt/. reine idylle ist mE ein unterstreicher, der´s nicht bringt. idylle an sich ist ja schon was reines. vielleicht hat -solltest du dir in die richtung überlegungen machen- das in der gesamten passage auch nen andere zeilenumbruch zur folge.

Und das ohne jedes
menschliche Zutun.

mit /Und das/ beschränkst du den fingerzeig für den leser nur auf den letzten eindruck. also auf das empor dringen/steigen von idylle. ich würds einfach weg lassen. genau so wie das /jedes.
ohne menschliches
zutun
wäre zB ne möglichkeit, den humanoiden angesichts gewaltiger mutter natur abiz auf kleiner flamme zu halten.

sodala. ausgegrübelt. jetzt bist du dran :-)
lG riemsche

ernstblumenstein
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Re: Costa Brava

Beitragvon ernstblumenstein » 01.07.2013, 16:31

was respektive welche Gegenden und Ländereien kennst Du nicht?
Hallo riemsche, vielen Dank für deine Grübeleien, die mir wieder
hilfreich sind.
Ich zweifle daran, je einen guten Text machen zu können. Ich bin
wahrscheinlich zu bequem, um mich um all die Ecken rum zu hinter-
fragen, ob denn das, was ich schreibe so stimmt. Es stimmt eben nie.

Ich werde die Brava in den nächsten Tagen ändern, deine Argumente
haben überzeugt. Wünsche dir sommerlich erholsame Tage. Ernst

riemsche
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Re: Costa Brava

Beitragvon riemsche » 02.07.2013, 22:21

ernstblumenstein hat geschrieben:was respektive welche Gegenden und Ländereien kennst Du nicht?

och ne ganze menge (:->)) nicht. mitte der 70er gabs an der brava ein basislager fürs musische gymnasium
ernstblumenstein hat geschrieben:Ich zweifle daran, je einen guten Text machen zu können.

zweifeln ist gut. verzweifeln was anderes. ergo ... weiterschreiben :-)
nen schön durchwachsenen sommer wünsch ich Dir
Riemsche

ernstblumenstein
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Re: Costa Brava

Beitragvon ernstblumenstein » 03.07.2013, 11:13

ernstblumenstein hat geschrieben:Knorrige Eiche
an steiniger Küste
rotbraune Klippen
spucken tintengraue
Gischt aus, empor
steigt ein Hauch Idylle.

Ohne menschliches Zutun.

E.B. 2013


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