„Ich lebe nicht mehr gerne“
Friedrich Hölderlin
Und da ich im dunklen,
schwarzen See alleine
schwamm, fürchtete ich
zu ertrinken, tot zu sein.
Und da sah ich jemanden
über mir auf einem Seil
gebunden zerschellen
im Blau, und fort er war.
Beide sterben könnend,
durch die Technik er dort,
durch Angst ich hier und
Verlust des Willens jetzt.
Wir, wenn sie sich irren,
falschen Griff getan, et-
was vergessen zu haben –
weg sein für immer dann.
Und selbst im allerhellsten,
wärmsten Zimmer alleine
- noch atmend - ohnmächtig
zu werden, um tot zu sein.
Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
Re: Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
Pentzw hat geschrieben:über mir auf einem Seil
angebunden zerschellend
im Blau, und fort zu sein.
nehm ichs wörtlich isses ein gefesselter seiltänzer. wilde spekulation meinerseits. oder du hast /am/ mit /auf/ verwechselt.
die fortführung von /da sah ich jemanden .../ braucht mE ein /zerschellen/ ohne d
/und fort zu sein/? ist so´n anhängsel für sich. solls das sein? oder /um fort zu sein/ wenns am Blau hängt? /fort/ verdichtung aufs abwesentliche?
soweit ein paar gedanken zu deiner 2. passage. wär schön, wennst mir sagst, wie du dir das denkst.
passage eins ist ne wunderschön auf oldschool getragene. mit nummer drei wart ich, bis ich in folge abiz schlauer bin (:->))
lGriemsche
Re: Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
hallo riemsche,
du hast recht, mit dem angebunden, dies ist mißverständlich.
aber das "um fort zu sein" stößt mir auf, weil am schluß des gedichtes, in der letzten zeile die gleiche grammatikalische form erscheint, so habe ich es siehe oben verändert.
nur bin ich mir nicht sicher, ob die neue formulierung "und "fort er war" den fluß der infinitiv-konstruktionen stört, weil die gleiche form in der letzten zeile des gedichtes auftaucht.
danke
gruß
wp
du hast recht, mit dem angebunden, dies ist mißverständlich.
aber das "um fort zu sein" stößt mir auf, weil am schluß des gedichtes, in der letzten zeile die gleiche grammatikalische form erscheint, so habe ich es siehe oben verändert.
nur bin ich mir nicht sicher, ob die neue formulierung "und "fort er war" den fluß der infinitiv-konstruktionen stört, weil die gleiche form in der letzten zeile des gedichtes auftaucht.
danke
gruß
wp
Re: Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
/und fort war er/ mit /er/ am end für den /ich/bezug erste zeile erste passage. find ich ne gelungene lösung.
in folge weitere gedanken:
/Beide sterben könnend/ dünkt mich zu sehr klotz, überzogen altsproken. warum haste nicht weiterhin die leichter verständliche ...zB. Sterben können beide .... wär im detail mit beistrich nach /können/ betonung, sichtbare trennung.
für den zweiten dialog er/ich nicht beides an den zeilenanfang stellen, den umbruch nutzen? ließe sich in variation zB durch ne umstellung bewerkstelligen.
dort durch die Technik er,
ich /durch/ Angst hier und ..... ich setzt das durch in //, weil ich eigentlich von vornherein ein /aus/ erwartete (:->)) denkst du bei angst allerdings an werkzeug, macht deine version natürlich mehr sinn. aber ich frag lieber mal
lGriemsche
in folge weitere gedanken:
/Beide sterben könnend/ dünkt mich zu sehr klotz, überzogen altsproken. warum haste nicht weiterhin die leichter verständliche ...zB. Sterben können beide .... wär im detail mit beistrich nach /können/ betonung, sichtbare trennung.
für den zweiten dialog er/ich nicht beides an den zeilenanfang stellen, den umbruch nutzen? ließe sich in variation zB durch ne umstellung bewerkstelligen.
dort durch die Technik er,
ich /durch/ Angst hier und ..... ich setzt das durch in //, weil ich eigentlich von vornherein ein /aus/ erwartete (:->)) denkst du bei angst allerdings an werkzeug, macht deine version natürlich mehr sinn. aber ich frag lieber mal
lGriemsche
Re: Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
[quote="riemsche]warum haste nicht weiterhin die leichter verständliche ...zB. Sterben können beide .... wär im detail mit beistrich nach /können/ betonung, sichtbare trennung. [/quote]
ganz einfach, weil deine formulierung den erzählstil sprengt, ich habe ausschließlich einen auktorialen gesichtspunkt in der erzählung/im gedicht
[quote="riemsche]für den zweiten dialog er/ich nicht beides an den zeilenanfang stellen, den umbruch nutzen? ließe sich in variation zB durch ne umstellung bewerkstelligen.
dort durch die Technik er,
ich /durch/ Angst hier und ..... ich setzt das durch in //, weil ich eigentlich von vornherein ein /aus/ erwartete (:->)) denkst du bei angst allerdings an werkzeug, macht deine version natürlich mehr sinn. aber ich frag lieber mal
[/quote]
so wie ich dich verstehe, muss ich sagen, dass ich das werkzeug im sinn habe
nun, ich habe es nach deinen konstruktiven vorschläge erneut verändert, sieht oben
danke
wp
ganz einfach, weil deine formulierung den erzählstil sprengt, ich habe ausschließlich einen auktorialen gesichtspunkt in der erzählung/im gedicht
[quote="riemsche]für den zweiten dialog er/ich nicht beides an den zeilenanfang stellen, den umbruch nutzen? ließe sich in variation zB durch ne umstellung bewerkstelligen.
dort durch die Technik er,
ich /durch/ Angst hier und ..... ich setzt das durch in //, weil ich eigentlich von vornherein ein /aus/ erwartete (:->)) denkst du bei angst allerdings an werkzeug, macht deine version natürlich mehr sinn. aber ich frag lieber mal
[/quote]
so wie ich dich verstehe, muss ich sagen, dass ich das werkzeug im sinn habe
nun, ich habe es nach deinen konstruktiven vorschläge erneut verändert, sieht oben
danke
wp
Re: Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
obwohl´s da schlaflos dazwischenfunkt ...weiter im text. was ich in anderen threads nicht schon so alles an leeren versprechungen, es sich zur brust zu nehmen, las. und nichts tat sich mehr. das hier bringt auf ideen und - schluss mit der langen leitung (:->)) freut mich, dass du so herrlich unkompliziert gleich zur sache kommst, auf deine weise reagierst. einzig den auktorialen gesichtspunkt musst ich googeln - yo kann man so stehen lassen und ...wieder was dazugelernt. die korrekturen passen ins gefüge, wie du´s dir vorstellst. na denn - zu passage vier:
wie wichtig ist das Wir? in reihenfolge alleine dünkt mich das wort am ende der ersten zeile dem fluss näher. das /zu/ nach dem vergessen ist nicht notwendig. falschen griff getan, et- gibt den takt dafür nMe schon vor.
statt /weg/ würd ich /fort/ der sprachmelodie zuliebe vorziehen. geschmacksache, iKnow
gruss vom riemsche
Pentzw hat geschrieben:Wir, wenn sie sich irren,
falschen Griff getan, et-
was vergessen zu haben –
weg sein für immer dann.
wie wichtig ist das Wir? in reihenfolge alleine dünkt mich das wort am ende der ersten zeile dem fluss näher. das /zu/ nach dem vergessen ist nicht notwendig. falschen griff getan, et- gibt den takt dafür nMe schon vor.
statt /weg/ würd ich /fort/ der sprachmelodie zuliebe vorziehen. geschmacksache, iKnow
gruss vom riemsche
Re: Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
pardon, riemsche, wie ich es drehe und wende, deine vorschläge kommen nicht an, ich sehe da keine verbesserung, vielleicht späteren datums mal,
merci
merci
Re: Ich fürchte, bald tot zu sein - Hommage Friedrich Hölderlín
Pentzw hat geschrieben:ich sehe da keine verbesserung
ich auch nicht. wär auch nie primär sinn der sache. ich leser überdenk das deine auf meine weise, denk dann in folge laut, schreibs nieder. sender - empfänger und hallo forum.. ich nehm das in anspruch. ohne erwartungshaltung. keine antwort ist auch ok. sagt mir auch was. wenn eine kommt, beschäftige ich mich mit ihr, kann zuweilen lange dauern. was heißt /vielleicht späteren datums mal/ ist genauso wie´s gemeint ist angekommen. zu risiken und nebenwirkungen ... (:->)) ich find´s wichtig, dass sowas rechtzeitig gesagt wird. machts´s abiz unkomplizierter, für _ich hoffe auch in deinem sinn_ mehr an beiderseitigem interesse.
lGriemsche
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