Die Kindheit

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Hilbi
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Die Kindheit

Beitragvon Hilbi » 28.07.2004, 15:34

mein erster film war ein japanischer kriegsfilm, er spielte im meer und die japaner kämpften gegen amerika. ich war ganz fasziniert davon alleine ins kino zu gehen, übrigens bin ich mir gar nicht so sicher dass es wirklich die amerikaner waren gegen die die japaner kämpften, denn gerade erinnere ich mich an eine ziemlich schräge gestalt, die so eine eiserne maske aufhatte.
aber eigentlich ist erst der zweite film wirklich wichtig, erst mit dem zweiten film wirst du zu einem kinogänger.
"als mutter streikte", ich muss zu meiner entschuldigung sagen, dass es zu dieser zeit nicht so viele kinos gab.
nun die handlung ist schnell erzählt, eine japanerin kämpft gegen amerika.
was ich für ein quatsch aufschreibe und das nur weil die sonne mich sticht und ich nicht ständig lesen kann. gedichte schreibe ich nie wieder, womit ich natürlich nur wieder lichte beteurungen hören möchte, die mich wirklich bitten, es diesmal ernst zu meinen.
der zweite film war eine deutsche komödie.
die mutter hatte die schnauze voll, immer musste sie alles machen und schnapp war sie weg und papa stand da mit zwei kindern, die eine war schon ziemlich erwachsen, eine junge frau, ich erinnerte mich an eine szene die mir als dreizehnjähriger rote wangen einbrachte. die junge frau staubsaugte und trug einen kittel, einen kittel wie ihn manchmal die reinigungskräfte tragen, bloß dass sie drunter nichts anhatte, aber das war damals üblich, alle kinderfilme mussten wenigstens eine erotische szene haben, aber immer nur eine und dann war auch schluß.
die sache geht übrigens gut aus, viel besser als die harten kritiken die ich für diesen beitrag einstecken muss.
Wenn der Himmel so blau ist, warum wird es dann finster?

Hamburger
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Re: Die Kindheit

Beitragvon Hamburger » 29.07.2004, 18:21

Hallo Hilbi,

ich find den Text zwar nicht überragend, aber so schlecht ist er nun auch wieder nicht. Auf die Bitte von der Leserschaft verrissen zu werden erhebe ich allerdings einen Exclusivanspruch (siehe meine alte Textüberschrift: "Die Bitte um Verrisse").

Du bist ein Beispiel für jemanden, der selbst wenn es wirkt als habe er einfach drauflosgeschrieben immer noch mindestens einigermaßen gute Sachen zu Papier
bringt.

Ich teile meine Kritik auf: Die ersten beiden Absätze gefallen mir ausnehmend gut. Kommt sehr leicht, locker und flüssig zu lesen daher. Zieht belanglose Filmchen schön durch den Kakao, wobei mir diese Stelle die absolut Liebste weil Lustigste ist...

"als mutter streikte", ich muss zu meiner entschuldigung sagen, dass es zu dieser zeit nicht so viele kinos gab.
nun die handlung ist schnell erzählt, eine japanerin kämpft gegen amerika.


Hervorragend!

Danach gefällt mir der Text nicht mehr ganz so gut. Das liegt an der eingeschobenen Selbstreflektion über Gedichte und am Schluss des Textes. Ich empfinde das eher als störend und kann da auch keine Verbindung zum übrigen Text ziehen, ausser vielleicht die, dass
die Tragik deiner Person darin liegt, dass deine Kunst die berechtigte Aufmerksamkeit nicht in dem Umfang erfährt wie diese Filmchen, die du in wenigen Zeilen entzauberst.
Wenn du das so intendiert hast, dann war das allerdings ein großer Kunstgriff.

Bei mir persönlich wirken deine Texte jedoch immer dann besonders gut, wenn du eine Erzählweise durchhälst und nicht plötzlich von den Figuren zu dir selbst als Autor zurückspringst. Aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache.

Viele Grüße sendet

der Hamburger
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Re: Die Kindheit

Beitragvon Hilbi » 29.07.2004, 21:36

hm, deine kritik ist besser als der text...
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