...

In diesem Forum kann sich jeder mit seinem Text der Kritik des Publikums stellen. Selbstverständlich auf eigene Gefahr ...
Strokkur
Erinye
Beiträge: 23
Registriert: 12.10.2004, 16:50
Wohnort: Ilulissat

...

Beitragvon Strokkur » 20.10.2004, 22:14

Erstmals hallo an alle...

..dann kommt der plot für meinen neuen text, der besser zu mir passen soll als der alte (hoffentlich ;-) ), ich kann allerdings nicht garantieren, ob er gut ist, denn die mischung aus mir, einer schrecklichen chaotin, fieber, und etwas alkohol ist tödlich für logisches denken.

Also wundert euch nicht über unnatürlich viele Rechtschreibfehler und unzusammenhängende zusammenhänge.

Es wird auf jeden Fall, das sage ich gleich, nichts über mein Leben (wie manche von euch vorgeschlagen haben) sein, da es mir viel schwerer fällt über mich selbst zu schreiben, als über andere.

Viel eher wird es eine Mischung aus einem Historischenroman, einer Familiengeschichte, einer Liebesgeschichte und einem Drama werden. (Historischesfamilienliebesdrama ;-) )

Genug geschwafelt, jetzt beginnts.

Und zwar in Deutschland 1932. Dort verlebt sich Judith, die aus einer spießigen Mittelklasse Familie stammt und kurz vor ihrem Abitur steht in den attrakltiven kommunistischen Physiker Jan, der sie jedoch kaum beachtet, da er sie viel zu langweilig findet. Daraufhin beginnt Judith ihn beeindrucken zu wollen, zieht sich anders an, geht abends aus, und tritt sogar der kommunistischen Partei bei. Sie besteht ihr Abitur, mit Jan als Ansporn mit Auszeichnung und beginnt, gegen den Willen ihrer Eltern Physik zu studieren, und auch an der Universität besticht sie mit Bestnoten. Nachdem Hitler in Deutschland an die Macht kommt, wandern immer mehr von Jans Freunden aus, die Kommunistische Partei wird verboten, und in dieser schweren Zeit, steht nur Judith Jan so richtig bei, Sie beginnen eine kleine Affäre, und als Jan merkt was für ein Glück er hat so einen Fels´in der Brandung wie Judith u besitzen heiratet er sie aus Angst sie zu verlieren Anfang 1934. Judith hat ihr Ziel erreicht. Kurz darauf bekommen sie eine Tochter, Gertrud und Judith schließt ihr Studium ab, und wird sehr bald zur angesehenen Physikerin, und wieder schwanger. Doch der Druck der Nazis auf sie nimmt zu, und so beschließen Jan und Judith Ende 1937 nach Wien zu fliehen, wo im wenige Monate später auch hr Sohn, Michael geboren wird.

Das war mal der 1., halbwegs schöne Teil und wer Happy Ends mag, der sollte jetzt aufhören zu lesen und sich einbilden, das Österreich nie Teil des Nazi.Reichs wurde.

Doch die Nazis kamen auch nach Österreich, und zum ungünstigsten Zeitpunkt, mitten im Winter, bechlossen sie über die Alpen in die Schweiz zu fliehen. Der kleine Michael überlebte nicht. Von da an begann Judith die Nazis über alles zu hassen, und steigerte sich in ihrer Verzweiflung tief in die Ilulission einer besseren Welt durch den Kommunismus und bedrängte auch ihre noch bestehenden Familie zunehmend und wurde immer besitzergreifender und aufdringlicher. Über Frankreich kamen Judith Jan und die kleine Gertrud schließlich im Herbst 1939 nach London, wo Jan und Judith zusammen ein geminsames Labor eröffneten. Judith begann von da an sich und Jan als eine Art Marie und Pierre Curie zu sehen, und wurde zunehmend überheblicher, vor allem bei anderen Physikern war sie als unangenehme arrogante Person bekannt, während Jan allseits beliebt, und so kam es, dass Jan andauernd zu diversen Treffen eingeladen wurde, während Judith immer zu Hause blieb, und immer mehr versuchte Einfluss auf Gertrud zu nehmen, vor allem aus Angst Jan könnte sie verlassen und sie würde ganz alleine dastehen. Und Judith "verbat" Jan zunehmend seine Treffen und entwickelte eine fast Krankhafte Eifersucht, womit sie genau das Gegenteil von dem erreichte was sie wirklich wollte, denn Jan distanzierte sich deswegen immer mehr von ihr. 1946 kehrten sie zurück nach Erfurt, wo Jan und Judith der SED beitreten und von dem Bürgermeister der Stadt, Georg Book, als Pysiker in der Waffenforscung eingesetzt werden, und Judith entwickelt sich bald zu einer einflussreichen Frau des Nachkriegschaos. Nach der Gründung der DDR im Herbst 1949 wird Jan immer skeptischer gegenüber der neuen Richtung in die das Land geht, während Judith voll in der DDR-Gesellschaft aufgeht. Etwa ein Jahr später beginnt Jan erstmals davon zu reden auszuwandern, was einen riesen Streit heraufbeschwört, in dem sich die Mittlerweile 15-jährige Gertrud einmischt und aus Trotz zu ihrer dominanten Mutter auf die Seite des Vaters schlägt. Sie findet Gefallen an der Rebllenrolle, bricht die Schule mit 16 ab, hört Westmusik, und träumt davon nach New York auszuwandern. Judith hört das gar nicht gern, und beschwört Jan, auf den Gertrud hört, mit ihr zu reden, doch dieser weigert sich. Nun muss Judith selbst Initiative ergreifen, und findet einfach einen geeigneten Ehemann für Judith, den Sohn eines wichtigen SED Mitglieds. Doch Gertrud ist ganz und gar nicht begeistert von der Idee, vor allem weil sie sich in einen Gegner der DDR verliebt hat, und schließlich auch von ihm schwanger wird. Als Judith das erfährt, versucht sie Gertrud zur Abtreibung zu zwingen, allerdings mit wenig Erfolg, bis nach dem 17.Juni 1953 Gertruds Freund verhaftet wird und nicht mehr auftaucht. Sie lässt sich zur Abtreibung überreden, und nachdem der Sohn des DDR-Politikers Fertrud einen Heiratsantrag macht, nimmt sie diesen, gezwungerweise an, beght jedoch am selben Anbend Selbstmord. Judith verfällt in eine tiefe Depression, und Jan wandert kurz nach dem Selbstmord seiner Tochter im Spätsommer 1953 nach Köln aus. Im Spätherbst erleidet Judith einen Nervenzusammenbruch und wird in eine Psychatrie eingeliefert, wo sie am 2.Februar 1954 stirbt.
Also...

Khadija
Orpheus
Beiträge: 201
Registriert: 31.05.2004, 15:26
Wohnort: Tirol

Re: ...

Beitragvon Khadija » 21.10.2004, 00:27

Hallo Strokkur!

Ziemlich depressiv dein Text. Es ist sicher eine sehr interessante Idee eine Geschichte in dieser Zeit spielen zu lassen. Kennst du dich genauer damit aus? Geschichtliches Hintergrundwissen ist nämlich sicher notwendig.
Der Plot ist interessant, es kommt jetzt drauf an wie du es umsetzt. Wichtig ist, denke ich, dass du es schaffst die Figuren symphatisch rüberzubringen, damit man mitleidet.
Ich weiß nicht mir kommt es irgendwie übertrieben vor, dass Judith das Abitur glänzend besteht und der kommunistischen Partei beitritt und Physik studiert und dort glänzende Noten hat. Das ist als wolltest du den Leser unbedingt mit der Nase darauf stossen wie vernarrt sie in Jan ist.

Hoffe es war halbwegs hilfreich.

lg

Khadija
...words strain,
Crack and sometimes break, under the burden,
Under the tension, slip, slide, perish,
Decay with imprecision, will not stay in place,
Will not stay still.

Edekire
Pegasos
Beiträge: 1100
Registriert: 10.02.2004, 21:55
Wohnort: berlin

Re: ...

Beitragvon Edekire » 21.10.2004, 01:35

Vor allem finde ich es merkwürdig für diesen Erfolg die Anbetung Jan gegenüber zu nehmen..Ähm. Fleiß ist nicht alles. Sei doch so gnädig zu ihr und lass sie ihn einfach so anhimmeln und sie ist einfach eine hochbegabte Physikerin. Muss sie ja sein. Also ich würde ja an deiner Stelle riesige Problem mit diesem Plot bekommen. Ich müsste so wahnsinnig viel recherchieren: Wie haben die leute ganz genau gelebt, was haben sie getragen, was gab es zu dieser Zeit für entwicklungen in der Physik (ich fürchte das ist nämlich sehr viel und sehr kompliziert, oder liege ich da falsch?) überhaupt muss du dazu auch wissen was deine Leutchen in ihrem Beruf anfangen. Wenn sie so bedeutend sind, was haben sie dann für bedeuteden Dinge herausgefunden? Irgendwo muss Judiths überzeugung sie wäre so toll wie Marie-Curie ja mal einen Anfang nehmen. Gibt es für sie Wirkliche Vorbilder denen man die ENtdeckung einfach mal abspenstig machen könnte? dann über Fluchtwegen udn die Alpen im winter und und und undnundnundnu.....
ähm.
wie du siehts halte ich das für ein sehr ehrgeiziges Projekt. Versteh mich nicht falsch, ich will nciht sagen das du das nicht hinbekommst, ich wil nur sagen das ich das reichlich schwierig finde.
Und viel. nun gut du kannst ja ein dickes buch schreiben, aber mir kommt das ganz vieleicht ein bisschen Problemüberladen vor. Erst der Konflikt mit den eltern, die Liebesgeschichte, dann Nazi-Deutschland, flucht, Kindestod, Die Konflikte mit der Tochter, mit Kollegen, so eine Art Psychose in die sie reinrutscht, Selbstmord der Tochter, Abtreibung usw...meinst du nicht das ist ein bisschen ville des guten? Wenn du diesen ganzn allesamt irgendwie schwierigen Themen genügend raum bieten willst, dann wird das aber ein sehr sehr sehr dockes buch. Vieleicht ist da weniger mehr?

lg

Edekire
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
sarah kane

SMID
Minotauros
Beiträge: 64
Registriert: 31.08.2004, 13:48

Re: ...

Beitragvon SMID » 21.10.2004, 06:52


razorback
Phantasos
Beiträge: 1983
Registriert: 10.09.2002, 20:36
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: ...

Beitragvon razorback » 22.10.2004, 17:20

Hi!

Ich habe kenne die Vorgeschichte nicht und habe meine Vorredner nur überflogen aber grundsätzlich halte ich das Projekt NICHT für zu ambitioniert. Allerdings erfordert es eine Menge Recherche. Sehr, sehr viel Recherche. Aber warum sollte Strokkur die nicht leisten können? Was die Dialoge betrifft - wer weiss denn überhaupt noch, wie man in den 30er Jahren gesprochen hat? Oder im Mittelalter, oder sonstwann? So lange die Dialoge keinen heutigen Slang enthalten, glaubhaft und natürlich sind, sehe ich da kein Problem. Und auch hier kann Recherche helfen - indem man sich zum Beispiel Filme aus dieser Zeit ansieht (natürlich ist das auch eine Kunstsprache - aber das trifft letztlich auf jeden literarischen Dialog zu). Im Gegensatz zu XRay halte ich es nicht für notwendig, zuerst über sich selbst zu schreiben, bevor man über andere schreibt. Weil man letztlich sowieso über sich selbst schreibt. Also - an die Arbeit, Strokkur. Wie heisst es so schön: Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren. ;-)

Zum Exposé:

1.) Grundsätzlich: Immer im Präsens schreiben (das Exposé, meine ich). Auf gar keinen Fall mittendrin die Erzählzeit wechseln, so wie Du es machst.

2.) Wie alt sind Deine Figuren zu Beginn der Geschichte? Vielleicht das Alter kurz in Klammern dahinter setzen.

3.) Du schreibst, die Eltern seien "spießige Mittelschichtler". Die Mittelschicht in Deutschland war 1932 so gut wie verschwunden, was ein wichtiger Grund für die Stimmengewinne der Nazis war. Wenn die Eltern wirtschaftlich noch zur Mittelschicht gehörten, solltest Du auch Berufe angeben (Arzt, höhere Beamte etc. böten sich an). Es gab übrigens viele ehemalige Angehörige der wirtschaftlichen Mittelschicht, die sich - nun verarmt - immer noch als Teil des Bürgertums und nicht der Arbeiterklasse sahen ("Stehkragenproletarier"). Wenn Du Judiths Eltern allerdings da ansiedelst, wird das mit dem Gymnasium schwer (das war ja teuer).

4.) Ich habe ein kleines Problem mit der Zeitachse zu Beginn. Sie lernt Jan '32 kennen, macht dann Abitur, geht dann an die Uni und besticht mit Bestnoten... dazu eine starke persönliche Entwicklung, ein Konflikt mit den Eltern etc. - und das alles innerhalb eines knappen Jahres (die "Machtergreifung" war im Januar '33)? Zumindest das mit dem Erfolg an der Uni wird da sehr, sehr knapp.

5.) Flucht nach Wien '37... hm... also unmöglich ist das nicht, allerdings auch nicht sehr weitblickend. Als Kommunisten müssten die beiden da schon seit fast vier Jahren unter immensem Druck leben - und dann fliehen sie in ein Land, das auch auf der Kippe steht? Gut, wie gesagt, nicht unmöglich. Vielleicht wäre hier eine Erklärung hilfreich (Freunde in Österreich oder so). Ein Recherchetipp: Den Emigrationsweg Deutschland-Österreich-Schweiz haben auch Karl Zuckmayer und seine Frau Alice Herdan-Zuckmayer genommen. Etwas komfortabler als Deine Helden, aber eben auf dem selben Weg (er führte sie dann in die USA, nicht nach England). Beide haben darüber in sehr lesenswerten Büchern berichtet, er in "Als wär's ein Stück von mir" (Autobiographie, sehr umfangreich), sie in "Das Scheusal" (etwas augezwinkernder und kürzer). Zur Recherche, wie gesagt, sehr empfohlen.

6.) Ich kann mir Jan noch nicht so richtig vorstellen. Ein kommunistischer Akademiker - das ist 1932 in Deutschland nicht gerade üblich. Und dann hält er in Deutschland aus, obwohl alle seine Freunde fliehen... scheint eine ausgesprochen starke, interessante Persönlichkeit zu sein, dass er so grossen Einfluss auf Judith ausübt scheint glaubhaft. Aber Du schilderst ihn so nebenher, als wäre das alles ganz selbstverständlich. Warum handelt er so, was ist seine Vorgeschichte? Und - nebenbei - was für ein Physiker ist er eigentlich? Student? Ingenieur in der Wirtschaft? Akademischer Forscher? Professor?

Die Geschichte von der Verfolgten, die schliesslich ihre eigene Geschichte gegen die Tochter kehrt (kehren muss, vermutlich) ist ein spannender Ansatz. Ein - wie gesagt - sehr anspruchsvolles Projekt. Besonders, da Du als vergleichsweise junger Mensch den kompletten Lebensweg eines anderen schilderst. Aber wie gesagt - wenn Du gut recherchierst (vor allem auch mit Leuten sprichst!), dann ist das machbar. Klar scheitern kannst Du auch - aber scheitern kann man auch mit einer Kurzgeschichte. ;-)
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You

Strokkur
Erinye
Beiträge: 23
Registriert: 12.10.2004, 16:50
Wohnort: Ilulissat

Re: ...

Beitragvon Strokkur » 22.10.2004, 18:36

Hi an alle

Also zuerstmal danke ich euch alle vielmals für eure konstruktiven Kritiken, und dann möchte ich zu XRay zu kommen : Verdammt noch mal ich werde nichts über mich selbst schreiben :-D Das wird mir dann einfach zu persönlich, außerdem ist der Tag einer Englischlehrerin in Grönland kaum anders als der Tag einer Englischlehrerin in Deutschland, bis auf dass das Wetter schlechter ist, und man im Supermarkt weniger einkaufen kann...

Dann zu khadijas antwort:

Du hast wahrscheinlich recht, dass die Sache mit der glänzenden Abitur und dem PÜhyikstudium übertrieben ist, aber vielleicht war sie schon immer in Physik interressiert und bewundert ihn, gerade weil er so ein talentierter Physiker ist, hatte ohnehin schon vor Ohysikerin zu werden, und sie tritt der Kommunistischen Partei immer noch nur wegen ihm bei, nämlich um ihm nahe zu sein. Das wäre wohl definitiv eine glaubwürdigere Lösung.

Edekire, auch du hast vermutlich recht, die Physikermittlungen werden wohl kompliziert (vor allem da ich Naturwissenschaften hasse !!) aber irgendwie finde ich das passt einfach am besten in die zeit (bitte frag nicht warum). Dann wenn du meinst, dass das alles überladen ist.... wahrscheinlich hast du recht, aber damit kann ich leben, außerdem habe ich für dieses Buch für den rest meines Lebens Zeit (ich schreibe sehr langsam) und wenn es schlecht wird stört es ja niemanden außer mir, ich meine, natürlich könnte ich etwas streichen, aber alle Ereignisse basieren aufeinander und formen eine Art Kettenreaktion oder so.

nochmal zu xray:
Vielleicht hast du recht und ich bin wirklich größenwahnsinnig, aber ein bisschen größenwahnsinn kann nie schaden :-D , und außerdem bezweifle ich das ich so größenwahnsinnig bin, das ich nicht merke, wenn alles außer Kontrolle gerät ;-) .

Ach übrigens ich bin nicht sauer ;-)

Jetzt auch dir danke razorback, für deine kritik. Ich glaube ich kann auch die meisten deiner fragen beantworten:
1.) Uuups
2.)Judith ist 18, Jan ist 25
3.)Da hast du wohl recht, aber ich habe mir überlegt das Apotheker zu ihnen passen könnte, obwohl sie da wohl nichts gegen Judiths Studienwahl hätten, oder doch?
4.)Viwelleicht beginnts ein Jahr früher...
5.)Freunde in Wien. Physikerkollegen (oder flohen die vor Dollfuß bzw Schußnigg?), wäre das glaubwürdig?
6.) Jan habe ich etwas vernachlässigt, aber er ist Forscher.

Danke jedenfalls.

Barbara
Also...

Silentium
Mnemosyne
Beiträge: 2771
Registriert: 24.05.2003, 17:50

Re: ...

Beitragvon Silentium » 22.10.2004, 18:45

oder flohen die vor Dollfuß bzw Schußnigg?),


Kaum. Dollfuß hatte keine Freude an der Arbeiterpartei, ein bisschen Blut an den Pfoten und war ein Arsch, aber Akademikerfluchten hat er nicht ausgelöst.
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon

razorback
Phantasos
Beiträge: 1983
Registriert: 10.09.2002, 20:36
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: ...

Beitragvon razorback » 22.10.2004, 19:04

Vor allem hat er keine Physikervertreibung ausgelöst :-D .

Apotheker finde ich gut, das passt auch logisch. Und was den Ärger mit den Eltern betrifft: Lass sie doch einen Bruder haben, der die Apotheke übernimmt und die Eltern wollen nicht, dass "das Mädchen" Naturwissenschaften studiert (sondern eher was musisches ;-) ). Glaubhaft wäre das doch, oder? Oder - andere Idee - mach den Konflikt am Kommunismus fest.

(...) und sie tritt der Kommunistischen Partei immer noch nur wegen ihm bei, nämlich um ihm nahe zu sein.


Hmmm.... da passt dann aber irgendwie nicht, dass sie später in der DDR eine so gute Parteisoldatin ist. Oder ist sie zwischendurch überzeugte Kommunistin geworden? Ich fände es durchaus glaubwürdig, wenn sie Anfangs nicht nur mit Jan, sondern auch mit dem Kommunismus flirtet. (Recherchetipp zum Werdegang junger Kommunisten und die Anfänge der DDR: Wolfgang Leonhard "Die Revolution entläßt ihre Kinder" ;-) ).
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You

SMID
Minotauros
Beiträge: 64
Registriert: 31.08.2004, 13:48

Re: ...

Beitragvon SMID » 22.10.2004, 21:54


razorback
Phantasos
Beiträge: 1983
Registriert: 10.09.2002, 20:36
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: ...

Beitragvon razorback » 22.10.2004, 22:09

Nee, vom gegenstand war auch nicht die Rede!
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You

Hilbi
Melpomene
Beiträge: 792
Registriert: 14.05.2003, 19:08
Wohnort: Heuchelheim (bei Giessen)

Re: ...

Beitragvon Hilbi » 23.10.2004, 15:20

also dann hätte ich doch gerne mal einen einzigen Roman, eines einzigen Autoren der das worüber er schreibt nicht erlebt hat und erlebt bedeudet nicht, dass er es wirklich erlebt haben muss, sondern man muss es spüren fühlen und bei solchen doch immer wieder gerneauftauchenden Themen muss man doch ohnehin vorsichtig sein.
ich jedenfalls würde mir nicht zutrauen einen roman über die Nazizeit zu schreiben.
du solltest das lieber auch nicht...
judith ist übrigens ein jüdischer name und nicht die Juden hatten einen Hass gegen die Nazis, sondern die Nazis hassten die Juden und hassen sie übrigens immer noch
Wenn der Himmel so blau ist, warum wird es dann finster?

razorback
Phantasos
Beiträge: 1983
Registriert: 10.09.2002, 20:36
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: ...

Beitragvon razorback » 23.10.2004, 16:21

Der Name war aber nicht nur unter Juden verbreitet. Gerade Judith nicht.

Und nachher zumindest war da eine Menge Hass auf jüdischer Seite. Wie auch nicht.

ich jedenfalls würde mir nicht zutrauen einen roman über die Nazizeit zu schreiben.


Wieso nicht? (Keine rethorische Frage und kein Aufruf, auszuziehen und Romane über die Nazizeit zu verfassen. Mich interessiert einfach nur das Warum.)
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You

Hilbi
Melpomene
Beiträge: 792
Registriert: 14.05.2003, 19:08
Wohnort: Heuchelheim (bei Giessen)

Re: ...

Beitragvon Hilbi » 23.10.2004, 17:09

ganz einfach, warum? warim sollte ich? es gibt weder grund noch ein anlass, eine geschichte kommt zu dir und nicht umgekehrt.
damals war judith sicher ein jüdischer name und man hatte sicher ein problem wenn man so hiess.
ich glaube übrigens es gibt einen unterschied zwischen hass und zorn und das gebündelt mit angst.
die nazis hatten hass, hass ist etwas stumpfes, dumpfes, zorn ist etwas ganz anderes, jemand stösst dich, stösst dich nochmal, hasst Du diesen Menschen dann? nein du bist zornig..
oder irre ich mich..immerhin eine interessante frage....


PS: um judith müssen wir uns aber nicht streiten gell, wahrscheinlich hast Du recht obwohl doch ich immer im recht bin :-)
Wenn der Himmel so blau ist, warum wird es dann finster?

Strokkur
Erinye
Beiträge: 23
Registriert: 12.10.2004, 16:50
Wohnort: Ilulissat

Re: ...

Beitragvon Strokkur » 23.10.2004, 17:18

Ich wusste gar nicht das Judith ein jüdischer Name ist (obwohles eigentlich logisch ist), aber hilbi, Judith hasst die Nazis nicht weil sie Nazis sind, das ist ihr eigentlich am anfang wurscht, sondern eher weil sie den nazis die schuld für den tod ihres kindes gibt.

Außerdem geht es in dem roman nur zwangsweise um die nazizeit, er könnt genausogut zur zeit der französischen revolution spielen, es geht eigentlich eher um judith als um die zeit in der sie liebte, obwohl die zeit in der sie lebt ihr leben zwnagsweise verändert.

Barbara
Also...

SMID
Minotauros
Beiträge: 64
Registriert: 31.08.2004, 13:48

Re: ...

Beitragvon SMID » 23.10.2004, 20:45



Zurück zu „Texte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste