Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

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Patina
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Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 27.10.2004, 18:45

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Fee
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Fee » 27.10.2004, 19:29

Hi Patina,
ist nicht schlecht der Abschnitt, aber es geht wieder mal ziemlich schnell. Der Verfolgungswahn kommt irgendwie ziemlich rasant. Aber ich weiß auch nicht, ob das so normalerweise ist.
Aber sonst nicht schlecht. Bin gespannt wie es weiter geht.
Fee
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Patina
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 28.10.2004, 05:29

Liebe Fee,
in so einen Vefolgungswahn kann man ziemlich schnell reinfallen. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Da kommt ja auch noch mehr hinterher. Zuerst ist es nur Verfolgungswahn. Das steigert sich dann in andere Halluzinationen. Ich könnte noch visuelle dazunehmen. Das wird dann wirklich kraß. Habe sie zwar nicht erlebt, würde das ganze aber interessanter gestalten.
lg Patina

Patina
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 28.10.2004, 19:27

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Edekire
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Edekire » 29.10.2004, 17:59

der Schmerz könnte von der Abtreibung herrühren. Vielleicht war etwas schief gelaufen? Oder es war ein Phantomschmerz, der Gedanken an Wehen hinaufbeschwor.

Ich bin schon beim ersten lesen darüber gestolpert und jetzt wieder. Es liegt irgendwie an der kombination von oder und einer erläuterung. Ich meine, entweder er beschwört gedanken an wehen hinauf, aber dann tut er das doch auf jeden fall, nicht nur in dem fall das es ein phantomschmerz ist. Denn, aus Simones perspektive, die das ja sein muss, ist der gedanke da wenn er da steht. Also nicht oder...ich hoffe du verstehst was ich meine, ich weiß nicht so ganz genau wie ich das beschreiben soll :-&

Sie waren alle unterschiedlich groß und hatten verschiedene Formate.

das klingt ein bissl dopelt oder? Es mag zwas nicht ganz das gleich sein, aber wenn die formate verschieden sind dann müssen sie doch automatisch unterschiedlich groß sein oder? Jajaja ich gebe zu ich suche kleinkram :-D

Aber in ihrem Geiste schossen viele abwechselnde Visionen
muss das nicht ihren Geiste heißen oder fehlt ein umher oder etwas in die richtung

Welch gemeiner Komplott!
ich finde das klingt irgendwie in bisschen bockig. Vielleicht möchtest du das so wirken lassen, aber ich finde es wirkt wenig entsezt.. ich stelle mir bei dem wort „gemein“ immer ein etwas 4 jähriges kleines mädchen vor das mit dem fuß auf den boden stampft vor. Ich würde den satz eher weglassen

Daß ihr Exmann ihre Bilder noch gar nicht gesehen hatte, fiel ihr gar nicht auf
noch ein satz den ich für überflüssig halte, da übermäßig erklärend. Das die liebe simone nicht mehr völlig ganztaktig läuft, das ist dem leser aufgefallen, denke ich. das reisst den leser nur aus ihrer schön subjektiven wahnidee raus.

Daß er gar keine Kontakte zu einem Medium, wie „Der Zeit“ hatte, ließ sie glattweg unter den Tisch fallen
mit dem satz habe ich ein ähnliches problem.

Was mir noch ein bisschen irritieren aufgefallen ist die plötzlich uminterprtierung des zeit artikels. Ich nehme an stimmungumschwüngen gehören ins krankheitbild, aber es ist ein bisschen seltsam, das sie den Artikel zuerst als teil des „komplotts“ ihres Ex sieht und dann plötzlich denkt sie würde berühmt erden weil sie in der zeitung steht....

Daß sich beide ihre Flügel verbrennen würden, bedachte sie in jenem Moment nicht.
flüüügel? Ähm ja...ich finde Flügel ist ein ganz ganz kritisches bild vor allem in kombination mit himmel und hineinfliegen und verbrennen. Vor allem als erzählerkommentar, also einer dieser erklärungssätzen die ich grundsätzlich bekrittele :-D kommt das etwas komisch.

Je länger sie in die Blätter schaute, desto mehr kristallierte sich etwas heraus. Das waren Kinderköpfe

Ähm du meinst doch das sie die Baumkronen als kinderköpfe sieht oder? Sonst gibt das ja mit den ästen keinen sinn...dann führt dieser satz aber auf die falsche fährt, weil es so klingt als sähe sie in jedem blatt einen kopf...finde ich :-)


Die halluzinationen sind ziemlich krass. Ich kenn mich damit nicht aus und weiß nicht welche auswüchse das treiben kann. Ich weiß nicht, vielleciht solltest du an dieser stelle das tempo etwas verlangsamen und erst in ein paar weniger reltätslosgelöste halus vorschieben, damit das nicht ganz so plötzlich kommt. Vielleicht das sie im alltag vorher schon mal irgendetwas sieht?

Soviel von mir.
Lg
edekire
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
sarah kane

Patina
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 30.10.2004, 18:42

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Patina
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 30.10.2004, 19:55

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Glaukos
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Glaukos » 31.10.2004, 01:13

Mit der Flasche und einem Glas in der Hand wandelte [lief?] sie durch die Wohnung. Sie hatte kein Licht gemacht, da es ihr zu grell erschien. Im Halbdunkel wanderte sie die Zimmer ab. Eines nach dem anderen öffnete sie, blieb stehen, nahm ein Schluck direkt aus der Flasche und schaute in das diffuse Licht. Als ob sie etwas suchen würde. Natürlich |KOMMA| es war der Engel, der es ihr angetan hatte.

Als sie |an?|zu der?| die Schlafzimmertür gelangte, saß er auf ihrem Bett. Die Flügel brannten hellrot wie Feuer. Die restliche Gestalt regte sich nicht. Der Körper und das Gesicht kaum erkennbar. Ihr fiel das Glas aus der Hand. Als die Scherben klirrten, meinte sie |KOMMA| der Engel habe sich bewegt. Sie trug nur Socken. Durch die Scherben wandelte [schon wieder "wandelte" ...] sie zu der Erscheinung. Sie merkte nicht, daß sie sich die Füße aufschnitt. Beim Gehen nahm sie noch einen kräftigen Zug [Schluck? Es ist ja keine Zigarette?] aus der Flasche. Der Engel trug Angelikas Züge. War sie schon heimgekehrt? Sie wollte schon [zweimal "schon" kurz hintereinander] jubilieren, als sich die Züge plötzlich wandelten. Der Engel sah jetzt aus wie eine Greisin, erinnerte aber immer noch [noch immer?] an Angelika. Der abgerissene Kopf eines Kindes lag auf ihrem Kopfkissen. Der Engel regte sich nicht. Sie packte ihn an den Schultern.
„Mußt du mir das antun?“ Die Mimik des Engels schwang in Entsetzen.
„Ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, daß man keine Kinder tötet.“ „Aber ich war es nicht, es war mein Exmann!“
„Dazu gehören immer zwei!“
„Verschwinde, das ist mein Bett, mein Schlafzimmer!“
„Willst du mich jetzt auch noch töten?“
„Ich will nur, daß du gehst.“
„Ich bleibe.“
Simone rannte zurück durch die Scherben aus dem Schlafzimmer. Erst in der Küche schaute sie auf den Boden. Überall Blutspuren. Sie mußte das aufwischen, bevor Angelika es bemerkte. Wobei Angelika saß in ihrem Schlafzimmer [in ihrem Schlafzimmer saß]. Also (ließ sie die Blutspuren sein,)<-weglassen-< setzte sich ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher ein. Während es flimmerte, zog sie die Scherben aus den Wunden. Sie bemerkte nicht einmal, wie höllisch es schmerzte (komischer Satz; entweder es schmerzt höllisch, oder eben nicht; ich weiß, was gemeint ist, aber finde es unglücklich ausgedrückt).

Sie drehte sich eine Zigarette, während ihr das neueste Video von Silbermond entgegenschrie. Die Musik unterstrich (noch)<-weglassen ihre Gefühle. Sie war ganz oben. Den Engel im Schlafzimmer verdrängte sie (schob sie beiseite). Schließlich war sie die beste Malerin und Musikerin aller Zeiten. Lauthals sang sie völlig falsch die Zeilen des Videos mit. Das war sie, die da sang. Natürlich. Sie mit schwarz gefärbten Haaren.

Als die Klingeltöne-Werbung kam, dachte sie wieder an den Engel. Sollte sie noch einmal in das Schlafzimmer schauen? Schließlich war es das Gleiche, wie die eigenen Bilder zu bestaunen. Wie magisch stand sie auf. (Wie magisch? hmh) Die Blutspuren waren ihr so egal (total egal, völlig egal, ganz egal). Der Engel saß immer noch da. Nur die Flügel flammten nicht mehr ganz so rot. Schnell zog sie die Tür zum Schlafzimmer zu. Sie würde heute im Wohnzimmer schalfen (schlafen).

Sie schaute noch lange MTV und spiegelte sich in allen möglichen Sängerinnen. Sogar Sarah O‘Connor hatte sie für sich eingenommen. Sie hatte jetzt in ihren Gedanken selbst ein Baby und eine glückliche Beziehung. Die Flasche Wein tat ihr Gutes. Sie dämmerte hinweg.
(ABSATZ)(Aber) nachts um vier Uhr erwachte sie. Der Engel saß an ihrem Bett. Seine Augen waren blutunterlaufen. Als ob er sich mit rotem Kajal geschminkt hätte oder eine Runde Koks genommen hätte (sehen so Kokser aus? ich weiß es nicht, glaube aber eher nicht). Er hielt ihre Hand.
„Simone, was ist das in der Küche? Woher kommt das ganze Blut? Warum schläfst du hier im Wohnzimmer?“
Simone dachte kurz nach. Was war das? Nicht der Engel? War das real? War das tatsächlich Angelika?
„Das Blut, ja, ich habe ein Glas zertrümmert. Aber jetzt ist es doch schon wieder gut, oder?“
„Geh schlafen, leg dich in dein Schlafzimmer.“ (wieso sagt sie nicht: "In dein Bett??)
„Aber da sitzt doch er.“
„Wer?" (sitzt in deinem Schlafzimmer?“)<-weglassen
Simone flüsterte ganz leise, daß Angelika es nicht hören konnte.
„Na der Engel.“ Dann etwas lauter mit bittender Stimme.
„Laß mich heute hier schlafen.“
Simone hörte noch, wie der Engel oder Angelika das zerbrochene Glas wegräumte.





So, Patina, ich war mal wieder hier und habe gewütet ;-) Sonst wirft mich meist O livro heraus, wenn ich versuche, auch nur einen Thread zu öffnen unter meinem Namen. Soeben hatt ich mal Glück ...
Was mir auffällt: Diese Verankerungen in der Gegenwart - Musik von Silbermond, O-Connor, finde ich nicht so gut. Das freilich ist Geschmackssache ... aber zeitliche Verortungen, finde ich, sollte man nur einbauen, wenn sie eine genaue Funktion haben. Also: Wenn das ein Buch just über diese Jetztzeit ist, und das auch sein soll. Eine Zeitkritik, meine ich ...

Alsdenn
liebe Grüße zur Nacht
tolya

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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Strokkur » 31.10.2004, 14:11

Hej

jetzt habe ich auch den aktuellsten Teil deines Romans ausgedruckt und gelesen, und ich fand ihn auch toll, aber mich hat gestört, das plötzlich alles viel zu schnell geht, man wird als Leser überrumpelt und kann die vielen Eindrücke gar nicht richtig verarbeiten und wird immer wieder verwirrt. Manche Szenen hätten ein riesiges Potenzial, aber du arbeitest es irgendwie nicht richtig aus, zum Beispiel die Szene mit dem Engel hättest du ganz groß machen können, eine richtige Schlüsselszene, aber in ein paar Absätzen war sie vorbei.

Ich würde auch das weglassen wo sie zu Silbermond singt und sich für Sarah Connor hält weglassen, denn ich fand diese Szene eher lustig als schockierend.

Außérdem fand ich die Szene im Wald zu übertrieben und überladen und den Dialog mit dem Engel finde ich auch irgendwie seltsam.

Ich finde das jetzt gut, würde es aber noch ausbauen, da ich glaube, dass du daraus viel mehr machen könntest.

schönen tag noch

barbara
Also...

Glaukos
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Glaukos » 31.10.2004, 14:44

... denn ich fand diese Szene eher lustig als schockierend.


Ist doch toll, wenn es auch mal ein bisschen lustig zugeht?

Patina
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 01.11.2004, 11:51

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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Glaukos » 01.11.2004, 19:37

Salut Patina,

er wirft mich hinaus, ja ... aber wenn ich auf "Aktualisieren" drücke, bin ich wieder eingeloggt, hab ich festgestellt. Warum auch immer...

Zeitbezüge.
Ich habe leider die Texte dazwischen nicht gelesen, bin erst jetzt wieder eingestiegen.
Mit aktuellen Bezügen muss man vorsichtig sein, wenn man will, dass jemand das Buch in 10 Jahren noch lesen mag, ohne zu denken, hmh, was waren das wohl für "Stars"? Vielleicht irre ich mich, und diese Stars sind dann immer noch bekannt, aber ... wie liest sich ein Buch wie deines, wenn darin von "Talk Talk" die Rede wäre als Band, oder von "John Farnham"? One Hit Wonder waren das. Der eine kennts noch, die anderen, spätergeborenen fühlen sich davon dann ausgeschlossen. Da beschreib doch lieber die Sängerin, beschreib sie als einen Star, ohne den Namen zu nennen. Denn dass man sowas glaubt, das halte ich für gut möglich. Wenn der Wunsch so groß wird ... projizierter Größenwahn, würde ich das mal nennen.

Aktualitäten sind gut, wenn man schreibt wie Else Buschheuer (oder Buschbaum? Elke?), die ja auch flott erzählen kann. Die Leute finden sich wieder - dafür muss das Buch dann aber auch sofort auf den Markt.
In fünf Jahren aber gähnen alle nur noch darüber - meine ich. Will dir das nicht madig machen, es hat eben Vor- und Nachteile ...

Liebe Grüße
tolya

Patina
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 02.11.2004, 20:37

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Edekire
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Edekire » 02.11.2004, 23:15

Die Mimik des Engels schwang in Entsetzen.
„Ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, daß man keine Kinder tötet.

meinst umschwingen?, dann fehlte das da. Aber ich finde auch das das nicht zusammen passt. Oder ist es Simones Mimik? Weil das so an ihren Satz rangerückt steht...und sonst klingt „ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen“ doch sehr durchschlagend unentsetzt.

Mehr finde ich nicht...ich will ja nicht wiederholen was Tolya alles schon angemerkt hatte, wovon mir natürlich nicht die hälfte aufgefallen wäre :-)
Einzig finde ich das Klingelton-werbung besser asl Klingeltöne-werbung klingt. Weiß auch nicht warum.

Ich warte auf mehr :-D
Alles Liebe
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Re: Mit dem Rücken zur Wand Teil 2

Beitragvon Patina » 04.11.2004, 22:33

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