gedanken tanzen wirr
durch meinen kopf -
wie mücken ums licht.
stossen sich die flügel
lahm.
verenden versehrt und
trocken.
morgen - atme ich sie frei.
morgen
-
Surjaninov
- Klio
- Beiträge: 542
- Registriert: 20.12.2003, 21:06
Re: morgen
hej + willkommen yooyo
Gedanken tanzen wirr. Das kennen wir. Das gibt es oft. Wie Mücken aber, im Kreis, auf und ab, schnell zuckend.
In alle Richtungen tanzen also die Gedanken. Das kann viel bedeuten - oder nichts.
Diese Gedanken schlagen sich die Flügel an bei ihrem wirren Tanz. Nur hinkt hier der Vergleich mit den Mücken. Schlagen die sich die Flügel an? Ich meine das sind geübte Vielflieger.
Gut sie fliegen schon mal gegen die Lampe, und wenn sie nicht verkokeln passiert da nicht viel.
Woran aber stossen sich die Gedanken? An einem Material - wie Knochen - wohl nicht.
Stossen sie sich vielleicht an gegensätzlichen Gedanken? Da erfahren wir sehr sehr wenig. Da muss einem selbst schon was einfallen.
Die letzte Zeile verrät uns dann auch wo im Kopf wir die Gedanken suchen müssen. In der Nase, im Rachen, im Mund. Denn da können sie "geatmet" werden.
Auch hier hinkt der Vergleich. Es sei denn jene Gedanken sind in die Lunge oder sonstiges gewandert.
Alles in allem bleibt mir dein Gedicht zu unklar. Man erfährt sehr wenig, und muss sich auf alles selbst einen Reim machen. Und Anhaltspunkte gibt es wenige. Was für Gedanken? Warum "wirr", aus Angst, Schrecken, Liebe? Und warum grade "morgen"? Warum nicht heute oder übermorgen? Was passiert morgen?
Was wir erfahren ist aber das jene Gedanken lahm werden. Das ist ein Ansatzpunkt. Zuviel nachgedacht, müde dabei geworden, abgestupft vielleicht. Ein zentraler Punkt, worauf du dieses unbestimmte "morgen" unbedingt klären solltest.
so far
lg
Surja
Gedanken tanzen wirr. Das kennen wir. Das gibt es oft. Wie Mücken aber, im Kreis, auf und ab, schnell zuckend.
In alle Richtungen tanzen also die Gedanken. Das kann viel bedeuten - oder nichts.
Diese Gedanken schlagen sich die Flügel an bei ihrem wirren Tanz. Nur hinkt hier der Vergleich mit den Mücken. Schlagen die sich die Flügel an? Ich meine das sind geübte Vielflieger.
Gut sie fliegen schon mal gegen die Lampe, und wenn sie nicht verkokeln passiert da nicht viel.
Woran aber stossen sich die Gedanken? An einem Material - wie Knochen - wohl nicht.
Stossen sie sich vielleicht an gegensätzlichen Gedanken? Da erfahren wir sehr sehr wenig. Da muss einem selbst schon was einfallen.
Die letzte Zeile verrät uns dann auch wo im Kopf wir die Gedanken suchen müssen. In der Nase, im Rachen, im Mund. Denn da können sie "geatmet" werden.
Auch hier hinkt der Vergleich. Es sei denn jene Gedanken sind in die Lunge oder sonstiges gewandert.
Alles in allem bleibt mir dein Gedicht zu unklar. Man erfährt sehr wenig, und muss sich auf alles selbst einen Reim machen. Und Anhaltspunkte gibt es wenige. Was für Gedanken? Warum "wirr", aus Angst, Schrecken, Liebe? Und warum grade "morgen"? Warum nicht heute oder übermorgen? Was passiert morgen?
Was wir erfahren ist aber das jene Gedanken lahm werden. Das ist ein Ansatzpunkt. Zuviel nachgedacht, müde dabei geworden, abgestupft vielleicht. Ein zentraler Punkt, worauf du dieses unbestimmte "morgen" unbedingt klären solltest.
so far
lg
Surja
Re: morgen
Von mir ebenfalls ein herzlicher Willkommensgruß.
Und eine in etlichen Punkten mit Surja übereinstimmende Ansicht.
Dein Einstieg ist für mich o.k., dem muß man nicht viel hinzufügen. Kreisende Gedanken wie Mücken ums Licht ist schon stimmig für mich.
Ebenso die letzte Zeile, das "freiatmen", man sagt ja mitunter, dass man an die frische Luft geht, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, sprich vertrocknete Gedanken loszuwerden, das ist für mich auch stimmig.
Wo es krankt für mich ist das Mittelstück. Es wird mir auch nicht klar, woran sich die Gedanken stoßen und wo das Licht ist, dass sie letztendlich vertrocknen läßt. Versehrt verenden klingt mir irgendwie auch unglücklich.
Denke, dieses Stück müßtest du noch etwas deutlicher machen. Ansonsten, eher ja.
Lieber Gruß
Flocke
Und eine in etlichen Punkten mit Surja übereinstimmende Ansicht.
Dein Einstieg ist für mich o.k., dem muß man nicht viel hinzufügen. Kreisende Gedanken wie Mücken ums Licht ist schon stimmig für mich.
Ebenso die letzte Zeile, das "freiatmen", man sagt ja mitunter, dass man an die frische Luft geht, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, sprich vertrocknete Gedanken loszuwerden, das ist für mich auch stimmig.
Wo es krankt für mich ist das Mittelstück. Es wird mir auch nicht klar, woran sich die Gedanken stoßen und wo das Licht ist, dass sie letztendlich vertrocknen läßt. Versehrt verenden klingt mir irgendwie auch unglücklich.
Denke, dieses Stück müßtest du noch etwas deutlicher machen. Ansonsten, eher ja.
Lieber Gruß
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
Re: morgen
ich danke euch herzlich für eure feedbacks. ich bin bereits am über- und um-denken einer neufassung.
ergebnis folgt
yooyo
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yooyo
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