Der Herbst

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Fitnat
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Der Herbst

Beitragvon Fitnat » 23.11.2004, 11:25

Tja! was könnte man anderes erwarten :-) hier von mir auch eine November Gedicht brrrrrh!


Der Herbst!

Lose Blätter fliegen gelb, rot über die Asphalt
Als ob der Herbst seine Toten ausspuckt.
Lustloser Kerzen versuchen zitternd das Schwärze die Gräber zu erhellen.

Dunkle Äste rufen mit ihre Knochigen Fingern die Raben zur Beerdigungszeremonie
Alles erkaltet sich in der Labyrinth der Winden
Nun ist die Bühne Frei!
Der Winter kann beginnen...

Fitnat
Wenn ich mein Schatten auf dem Asphalt sehe,
denke ich, "Du Armer Poet, bist schon wieder auf dem Boden!"

F.A. "Tanz des Todes"

Flocke
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Re: Der Herbst

Beitragvon Flocke » 23.11.2004, 11:54

Hallo, Fitnat.

Schön, dass du mal wieder da bist... :winken:

Der Herbst!

Lose Blätter fliegen gelb, rot über den Asphalt
Als ob der Herbst seine Toten ausspuckt.
Lustlose Kerzen versuchen zitternd das Schwarze / die Schwärze der Gräber zu erhellen.

Dunkle Äste rufen mit ihren knochigen Fingern die Raben zur Beerdigungszeremonie
Alles erkältet(?)sich/erkaltet imLabyrinth der Winde
Nun ist die Bühne Frei!
Der Winter kann beginnen...


So, das erstmal vorab, ich hoffe, dass es so stimmt und das sagt, was du wolltest.

Ansonsten ein typisches Fitnat-Gedicht, Dinge, die man gar nicht mehr so sieht, weil sie selbstverständlich geworden sind... kurz, es gefällt mir.

"Der Herbst spuckt seine Toten aus" - Klasse!

"Lustlose Kerzen" - du meinst sicher die Kerzen zum Totensonntag. Brennen die lustlos? Ich denke eher, sie tun es ohne Aussicht auf Erfolg. Und im Gedenken an den Verstorbenen oder so. Ist natürlich interessant, diese Kerzen mit den Blättern und den Gräbern zu verbinden. Die Verstorbenen des Herbstes auf den Gräbern der Menschen...

"Dunkle Äste rufen mit knochigen Fingern..:" - scheint mir nicht ganz zu passen, rufen mit den Fingern? Rufen ist doch eher hörbar, kann man das mit Fingern machen? Oder ist das dann eher Winken... hm. Das Bild an sich ist sehr schnön, aber es scheint mir nicht ganz stimmig. Mal sehen, was die anderen sagen.

Lieber Gruß
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...

Fitnat
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Re: Der Herbst

Beitragvon Fitnat » 23.11.2004, 14:48

Flocke! So ist es Super geworden vielen Dank für den Korrektor. Hier die neue Version. Tja nur die letzte Strophe die eigendlich einzige reimende stophe geht somit verlohren.


Der Herbst!

Lose Blätter fliegen gelb, rot über den Asphalt
Als ob der Herbst seine Toten ausspuckt.
Lustlose Kerzen versuchen zitternd die Schwärze der Gräber zu erhellen.

Dunkle Äste Winken mit ihren knochigen Fingern die Raben zur Beerdigungszeremonie
Alles erkaltet im Labyrinth der Winde

Nun ist die Bühne Frei!
Der Winter kann beginnen...


Alternative für die letzte Strophe

"Alles erkaltet im Labyrinth der sterben
Nun ist die Bühne Frei!
Der Winter kann beginnen..."

das Bild ändert sich jetzt bissel und wird noch bitterer :-) Ich liebe es wenn nur eine oder zwei Strophen reimen und das rest der Gedicht wird wild frei geschrieben, nur die Wörter müssen Harmonisch miteinander klingen. Die Türkische Gedichte die ich verfasse sind fast alle in diesem Stil geschrieben.

Grüße
Fitnat
Wenn ich mein Schatten auf dem Asphalt sehe,
denke ich, "Du Armer Poet, bist schon wieder auf dem Boden!"

F.A. "Tanz des Todes"

Hieranonuemus
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Re: Der Herbst

Beitragvon Hieranonuemus » 23.11.2004, 15:04

Hey. Kann ich leider nicht viel anfangen mit dem Gedicht. Die Bilder sind irgendwie schwammig. Das Herbst ist weiss man doch schon mit dem Titel, wieso also noch Rot und Gelb als Farben? Haben die Blätter noch andere Farben im Herbst? Das die Blätter lose sind ist klar, denn sie fliegen ja. Würde ich die Adjektive aus der ersten Zeile nehmen. "Als ob der Herbst seine Toten ausspuckt" gefällt mir wegen des Simile ("Als ob"). Nur wirst Du danach richtig dogmatisch. Alle weiteren Bilder kommen knallhart als Metaphern rüber. Dabei verwischen die Alltagsbeobachtungen total. Letzte Zeile würde ich streichen - ist eigentlich schon in der Zeile davor gesagt - sonst hätte das Gedicht zwei Abschlüsse.

Hmm...

Beste Grüsse, Norbert
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Fitnat
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Re: Der Herbst

Beitragvon Fitnat » 24.11.2004, 10:14

Hey. Kann ich leider nicht viel anfangen mit dem Gedicht. Die Bilder sind irgendwie schwammig. Das Herbst ist weiss man doch schon mit dem Titel, wieso also noch Rot und Gelb als Farben? Haben die Blätter noch andere Farben im Herbst? Das die Blätter lose sind ist klar, denn sie fliegen ja. Würde ich die Adjektive aus der ersten Zeile nehmen. "Als ob der Herbst seine Toten ausspuckt" gefällt mir wegen des Simile ("Als ob"). Nur wirst Du danach richtig dogmatisch. Alle weiteren Bilder kommen knallhart als Metaphern rüber. Dabei verwischen die Alltagsbeobachtungen total. Letzte Zeile würde ich streichen - ist eigentlich schon in der Zeile davor gesagt - sonst hätte das Gedicht zwei Abschlüsse.

Hmm...

Beste Grüsse, Norbert


Gesagt getan Lieber Norbert, hier ist das ergebniss deine Wünsche! Sieht nicht schlecht aus oder?

Der Herbst!

Blätter fliegen über den Asphalt
Als ob der Herbst seine Toten ausspuckt.
Lustlose Kerzen versuchen zitternd die Schwärze der Gräber zu erhellen.

Dunkle Äste Winken mit ihren knochigen Fingern die Raben zur Beerdigungszeremonie
Alles erkaltet im Labyrinth der Winde.


glaube zu viel Rammstein in letzte Zeit gehört.

Rammstein
Muss es sein
Rammstein
Du bist nicht allein-
e
Rammstein
Glücklich sein
Rammstein
Mein Hinkebein-
e

:-D Fitnat
Wenn ich mein Schatten auf dem Asphalt sehe,
denke ich, "Du Armer Poet, bist schon wieder auf dem Boden!"

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Silentium
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Re: Der Herbst

Beitragvon Silentium » 28.11.2004, 16:07

Hallo Fitnat!

Sehr schön... vor allem:
Als ob der Herbst seine Toten ausspuckt.


Einzig:
Lustloser Kerzen versuchen zitternd das Schwärze die Gräber zu erhellen.


Ist die Schwärte überhaupt nötig? Ich meine, wenn sie erhellt werden müssen, ist eh schon klar, dass sie düster sind, die Gräber. Die Schwärze kommt meiner eigenen Vorstellung von dunklen Gräbern zuvor und blokiert damit morbide Gedankengänge... find ich irgendwie, aber nur so rein gefühlsmäßig.

Winterherbstlich grüßt Silly Silence
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon


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